4. Reisetag
Montag, den 16.04. Kronenburg > Bigonville
Schon der 4. Hochsommertag mitten im April.
Wir verlassen schon um 7 Uhr den schönen Standplatz in Kronenburg. Nachdem wir noch an der Ver- und Entsorgungsstelle waren führt uns der Weg nach Belgien. In S. Vieth kaufen wir noch Waren ein und bemerken, dass es sehr wenige Tankstellen gibt. Wir waren ja schon 2 Mal in Belgien und damals war uns das gar nicht aufgefallen.
Die Erklärung dafür kommt, als wir in Luxemburg über die Grenze fahren. Eine Tankstelle nach der anderen säumt die Straße. Die Preise liegen in etwa 20-25 Cent unter unseren. Wir machen für eine kleine Mark den Tank voll und fahren zu einer idyllisch gelegenen viel verzweigte Talsperre, dem Lac de la Haute Sure. Am Lac de la Haute Sure wollen wir einen Standplatz für das Wohnmobil finden. Das gelingt uns aber nicht, denn überall hängen Schilder, die das Campieren verbieten.
Na, ja, Parken können wir ja. Wir arbeiten am PC eine 50er Rennradrunde aus und brechen auch schnell darauf auf. Die Täler sind hier tief in der Landschaft eingeschnitten und so führen uns die Straßen ständig auf und ab. Blühende Rapsfelder werden für viele Kilometer unsere Begleitung. Unterwegs ist sehr wenig Verkehr und in den kleinen Ortschaften sieht es aus wie in der ehemaligen DDR. Komisch eigentlich, wo doch Luxemburg eines der reicheren Länder ist.
Auf unserer Tour finden wir in Bigonville, direkt hinter dem Friedhof einen super Parkplatz. Colpach-Bas, es liegt unmittelbar an der belgischen Grenze, ist für heute der südlichste Punkt unserer Tour. Nach unserer Rückkehr fahren wir zu dem Parkplatz in Bigonville. Ein Spaziergang durch den Ort bestätigt das DDR mäßige. Im ganzen Ort gibt es kein Geschäft, obwohl er gar nicht so klein ist. Völlig ruhig verbringen wir die Nacht.
Tour 4: 58 km; 515 hm
Standplatz: Bigonville
GPS-Daten: N49 50.817 E5 47.655
Versorgung: nein
Entsorgung: nein
Strom: nein
Abfalleimer: nein
sonstiges: nur nächtigen und parken
In Bigonville
5. Reisetag
Dienstag den 17.04.Bigonville
Nach dem Frühstück, es ist nicht mehr so warm wie Gestern, kommt ein Bauer und sägt sein Holz neben unserem Wagen. Er hat es auf dem Parkplatz zwischen gelagert. Astrid spricht ihm an und fragt ob er etwas gegen unsere Anwesenheit hätte. Dies wäre Gemeindegrund und er könne sich nicht vorstellen, dass irgendjemand etwas dagegen hat. Das beruhigt uns und so machen wir uns auf eine 70er Tour.
An einem Anstieg fällt Astrid auf einmal zurück. Als sie wieder aufschließt sagt sie mir sie könne nicht mehr schalten. Das Schaltwerk bewegt sich nicht mehr und die Schaltgriffe auch nicht. Irgendwie bekomme ich die Kette auf ein mittleres Ritzel und die Fahrt geht weiter. Sie schaltet nur noch mit dem Umwerfer. Am Nachmittag schaue ich unsere Räder nach und bringe sie technisch wieder in Ordnung. Abends folgt ein obligatorischer Spaziergang, diesmal durch einen wunderschönen Wald. Morgen wollen wir weiter nach Frankreich.
Tour 5: 71 km; 515 hm
Weiterfahrt zum Lac Du DER chantecoq


