Seit Anfang 1996 sind wir in Sachen Freizeit-Radsport unterwegs. Während wir früher immer erst umständlich Ferienwohnungen an den Orten des Radevents buchen mussten, haben wir uns Anfang 2004 ein älteres Wohnmobil angeschafft. Dies ist für uns die ideale Ausgangsbasis, in den schönsten Landstrichen, Radtouren zu unternehmen. Da wir ausgesprochene Bergeliebhaber sind, gibt für uns es nichts schöneres, als dort Rad zufahren.
Ausgiebige Radtouren in den deutschen Mittelgebirgen und den Alpen hatten wir schon gemacht. 2007 hat sich für uns eine neue Situation ergeben, denn am 1. April 2007 trete ich in den vorgezogenen Ruhestand. Für uns heißt das nun, Zeit satt. Doch wohin sollte unsere Reise gehen? Nach langen Überlegungen steht das Reiseziel fest, die Pyrenäen sollten es sein. Hielt uns bisher Zeitmangel, 14-21 Tage waren uns zu wenig für die lange Anreise, davon ab, steht uns nun, außer meine fehlende französisch Kenntnisse, nichts mehr im Wege.

die ersten 8 Station in den östlichen Pyrenäen
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24. Reisetag


Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung, viele alte Häuser mit engen Gassen, überlegen wir ob wir nicht doch eine Radtour machen sollen. Der heftige Wind hat ein wenig nachgelassen und so beschließen wir eine Strecke von 60 km zu fahren. Die hohen Berge, mit Regen verhangenen Wolken, sind nun bedrohlich Nahe. Unsere Strecke führt uns nun aber von den Bergen wieder weg. Wir ändern noch kurz unsere Strecke und kommen dabei an dem, im Reiseführer beschriebenen Standplatz an der D4 vorbei. Er liegt sehr weit außerhalb der Ortschaft und ist für unsere Zwecke nicht so das richtige. Morgen wollen wir eine längere und schwerere Tour fahren.
Bericht: Radtour 016, 59 km und 800 hm
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| Standplatz | GPS-Daten | Versorgung | Entsorgung | Strom | Abfalleimer |
| Lagrasse | N43 05.572 E2 37.204 | an der Feuerwehr | ö.Toil. | nein | ja |
Es wird nichts mit dem Radfahren. Der Wind hat Orkanstärke und wir gehen lieber eine Runde Wandern. Das zieht sich 4-5 Stunden hin aber es ist herrlich ruhig. Abends machen wir noch bei Dunkelheit einen Spaziergang durch Lagrasse. Irgendwie eigenartig, diese alte Stadt bei Nacht. Wir kommen uns vor wie im Mittelalter.

Wir sind mit lautem Froschgequarke eingeschlafen und das hat den Wind wohl ein wenig beruhigt. Unsere Radtour führt durch eine wunderschöne einsame Berglandschaft. Die Höhepunkte bilden 8 Col’s. Allerdings ist der höchste von ihnen 750 Meter. Astrid ist irgendwie nicht so gut drauf. Kein Vergleich gegenüber dem Vorjahr. In der Ferne habe ich heute Morgen die schneebedeckten Höhen der Pyrenäenriesen gesehen. Sieht schon toll aus. Morgen wollen wir weiterfahren und in einem größeren Ort einkaufen. Unsere Vorräte sind nahezu erschöpft.
Bericht: Radtour 017, 110 km, 1900 hm

mittelalterliche Brücke bei Lagrasse
Wir haben uns nach der Weiterfahrt gut verpflegt und ausgiebig gefrühstückt. Unser Weg führt uns weiter den hohen Bergen entgegen. In Mirepoix fahren wir zu einem Wohnmobilstandplatz mit Ver- und Entsorgung, den wir im Reiseführer entdeckt haben. Der WOMO-Platz liegt an einer belebten Straßenkreuzung und es ist sehr laut.
Es gefällt uns hier nicht und wir fahren weiter zum Lac de Montbel. Herrlich gelegen und zu dieser Jahreszeit recht einsam, finden wir einen Standplatz. Die schneebedeckten Berge im Hintergrund bilden eine wunderschöne Kulisse. Ich habe ein wenig Befürchtungen, von wegen der Einsamkeit und so. Es ist aber alles gut und wir machen eine Radtour die uns in völlig abgelegene Gegenden bringt, aber immer wieder auch über viel befahrene Straßen. Am Abend stehen wir hier völlig allein und ungestört.
Radtour 018, 74 km, 1000 hm
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Rennradtour Pyrenäen 03:
| Standplatz | GPS-Daten | Versorgung | Entsorgung | Strom | Abfalleimer |
| Lac de Montbel | N42 59.013 E1 56.261 | nein | nein | nein | ja |

28. Reisetag
Der Parkplatz hat sich als ausgezeichnet erwiesen. Ein Wohnmobil hat sich noch dazu gestellt. Nach einer Wanderung um fast den gesamten See herum gibt es auch heute eine Radtour. Unsere Tour ist heute nur leicht wellig und es ist sehr heiß heute. Meine Beine fühlen sich ganz gut an. In den kleinen Orten ist nie Jemand zu sehen und es gibt auch keine Banken. Astrid fährt schon seit Tagen das braune Rad. Es ist bestimmt 14 kg schwer. Abends ist es am See super. Wir bleiben noch eine Nacht hier und fahren erst am Freitag nach Les Mas D’Azil weiter.
Bericht: Radtour 019, 62 km, 835 hm

Im Ort zeigt sich, dass der angepriesene Standplatz aus dem Reiseführer, ein belebter Treffpunkt für die Kugelspieler ist. Es werden immer mehr. Ich schreibe ein wenig und Astrid erkundet mit dem Rad die Gegend. Sie war auch in der Grotte die mit dem Fahrzeug durchfahren werden kann. Abends suchen wir noch einen ruhigeren Standplatz. Wir werden in der Nähe des Dinosaurier-Parks fündig.
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Abends, bei einem Spaziergang, entdecken wir zudem noch einen neuen Stausee. Er ist 1995 fertig gestellt worden und in unseren Karten noch nicht eingezeichnet. Er hat zudem einen ausgezeichneten Parkplatz. Leider ist er sehr einsam gelegen und so verzichten wir auf die Übernachtung hier.
| Standplatz | GPS-Daten | Versorgung | Entsorgung | Strom | Abfalleimer |
| Le Mas d\'Azil | N43 04.722 E1 22.529 | nein | nein | nein | nein |

Heute ist wieder Radeln angesagt und ich habe eine 70er Runde ausgearbeitet. Sie erweist sich als mittelschwere Tour. Der Himmel ist erst reichlich bedeckt, wird dann aber immer klarer und wir erleben eine super Radtour. Am Abend fahren wir nach Saint Girons weiter. Es ist ein Wintersportort und hoffentlich ist dort nicht allzu viel los.
Bericht: Radtour 020, 70 km, 1200 hm
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Wir sind schon einen Monat unterwegs und es wird Zeit, dass die Radtouren schwerer werden.
In Saint Girons ist der Stellplatz Scheiße, genau wie Astrid die die Entsorgung vornimmt. (N42 59 22.1 E1 08 19.3) Von 2 Möglichkeiten nimmt sie die falsche. Unsere Fäkalien bleiben als Haufen oben auf dem Gitter liegen. Wir haben einige Mühe das wieder zu beseitigen. Mit ein paar Tränen in den Augen müssen wir mit ansehen, wie unsere alten Bekannten im Gully verschwinden. Wir sind ein wenig genervt, zudem ist der Strom auch alle. Wir beschließen den Campingplatz in Eycheil, unweit von Saint Girons, anzufahren.
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| Standplatz | GPS-Daten | Versorgung | Entsorgung | Strom | Abfalleimer |
| CP: Eychail | N42 58.456 E1 09.966 | ja | ja | ja | ja |

Noch am Nachmittag steht unsere erste Rennradtour in den Pyrenäen auf dem Programm. Sie führt uns zu einem ehemaligen Zielort der TdF, Guzet-Neige. Es ist ein kleiner Wintersportort und im Sommer fast ausgestorben. Bei der Weiterfahrt kommen wir noch über den Col de Latrape und durch den kleinen, beschaulichen Badeort Aulus les Bains. Das wir im September noch einmal hier sein werden wäre uns auch nicht in den Sinn gekommen.
Bericht: Radtour 021, 82 km, 1360 hm

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Auf der Suche nach einem Standplatz fahren wir weiter nach Westen das Tal der Le Lez hoch. Schon nach wenigen Kilometern in Engomer zweigt rechts eine kleine Straße (D 204 a) ab. Wir versuchen unser Glück und biegen dort ein. Schnell steigt die Straße an und wir erreichen ein kleines Bergdorf. Durch sehr enge Gassen fahren wir bis zum Ortsende. Dort ist auch die Straße zu Ende und Wendemöglichkeiten gibt es keine. So müssen wir alles in Rückwärtsfahrt erledigen.

Castillon
Astrid geht vorher und weist mich durch die engen Gassen. Nach dieser Aufregung fahren wir weiter und finden in Castillion am Marktplatz ein ruhiges Plätzchen. Morgens werden wir, von den Regentropfen und den Müttern, die ihre Kinder zum Kindergarten bringen, geweckt. Regentag. Erst mittags lässt der Regen nach und wir machen einen Wandertag. Er führt uns durch den Ort zu einer Kirche (San Piere de Castillion 14. Jahrhundert) aus dem frühen Mittelalter. Ein Schild zum Col de Seat erweckt unsere Aufmerksamkeit. Der Fußmarsch führt uns auf sehr steiler Straße hoch über den Ort..
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| Standplatz | GPS-Daten | Versorgung | Entsorgung | Strom | Abfalleimer |
| Castillon | N42 55.108 E1 01.904 | nein | nein | nein | ja |

Heute habe ich eine Radtour zu 2 Bergdörfern, über den Col de Core und 2 weitere kleinere Cols fertig gemacht. Die Strecke führt uns Talaufwärts und nach 7 km geht es, auf einer ganz kleinen Straße, in Serpentinen hoch nach Uchentein. Die weiternen Cols dieser Radtour Col de la Core, Catchaudegue und Col de Portech.
Abends fahren wir das Tal 10 km höher nach Bonac. Dort haben wir einen einsameren und ruhigeren Standplatz entdeckt. Von hier aus wollen wir weitere Rennradtouren in dieser Gegend machen. Stehen doch der Col Portet D’Aspet, Col de Mentè und die Ostauffahrt des Col de Core auf unserer Wunschliste.
Bericht: Radtour 022, 85 km, 2110 hm
| Standplatz | Bonac | GPS-Daten | N42 52.521 E0 58.544 | Versorgung | nein | Entsorgung | ö. Toil. | Strom | nein | Abfalleimer | ja |

es regnet, aus diesem Grund gehen wir Spazieren. Pause muss auch sein, denken wir und kommen nach 8 Stunden wieder zum WOMO zurück.

Der Standplatz in Bonac ist super. Es ist wohl ein neu eingerichteter Wohnmobilstandplatz und noch nicht ganz fertig. Er liegt an einem See und das nächste Haus ist 400 Meter weg. Unsere Gasflasche ist alle und wir besorgen uns bei dem Kaufmann im Ort eine neue. Astrid hat das Gespräch gemanagt. Die Flasche ist etwas größer und passt soeben in den Flaschenkasten.
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| Standplatz | Bonac | GPS-Daten | N42 52.521 E0 58.544 | Versorgung | nein | Entsorgung | ö. Toil. | Strom | nein | Abfalleimer | ja |

Heute wollen wir eine 4 Pässe-Tour fahren. Es wird die schwerste Tour bislang. Sie führt bei sonnigem Wetter über den Col de Portet d\'Aspet, Col de Menté (1450 Meter) Col de Ares und noch einmal Col de Portet d\'Aspet. Die Westseite hat eine mittlere Steigung von 9,7%. Es ist super gelaufen. Abends an Astrids Rennrad das Ritzelpaket, die Kette und den Mantel gewechselt. Das Ersatzrad, was wir bei haben ist Schrott und zu Hause haben wir die Neuen.
Bericht: Radtour 023, 117 km, 2900 hm

Ruhetag, eigentlich, Astrid möchte zu gerne den Étang D\'Araing, ein Bergsee auf 1950 Meter über den Meer sehen. Da sie auf ihren GPS einen Fahrweg verzeichnet hat, ringe ich mich dazu durch sie zu begleiten. Am Ende des Tals ist der Fahrweg aber zu Ende. Es geht über einem Trampelfahrt steil bergan. Es hat ein wenig zu nieseln begonnen und der Wald kommt mit vor wie ein Tropenwald. Es ist zudem sehr schwül dabei und die heftige Steigung tut ihr übriges.
Der Regen wird stärker und der Wald hört irgendwann auf. Wir sind über der Baumgrenze und der Pfad ist nun recht glitschig. Mit einen mal sehen wir Reste einer Seilbahn. Warum sie wohl aufgegeben wurde? Nach einer weiteren Stunde kommen wir zu der Bergstation, es ist alles verfallen und Schrott wo man nur hinsieht. Wir gehen weiter bergan und haben nun die Erklärung für das Durcheinander gefunden. Hier oben war wohl einmal ein Abbaugebiet, der Stollen ist zugemauert, für irgendein Material, Stein, Erz oder ähnliches. Auch hier ist alles zerstört und verfallen. Es regnet nun immer fester und wir befinden uns in einer dichten Wolkendecke.
Ich überrede Astrid zur Umkehr, denn man sieht sowieso nichts. Der Abstieg ist zwar nicht so anstrengend aber erweist sich als viel schwieriger. Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht stürzen, denn es ist glatt wie Schmierseife. Als wir nach langer Zeit am Wagen ankommen, sind wir durch nass und haben alle Mühe uns der Sachen zu entledigen. Wir fahren zurück nach Bonac und wollen morgen von dort den Col de Core, Latrappe, Guzet-Neige und die Ostseite Core fahren

Es ist herrliches Wetter und unsere Runde soll uns über 4 harte Anstiege führen. Im Anstieg zum Col de la Core treffen wir einige weitere Radler. Schade das wir uns wegen Sprachprobleme nicht unterhalten können. Vor Aulus les Bains kommt heftiger Wind auf und der Himmel hat sich zugezogen. So lassen wir von unserem Vorhaben ab, auch noch nach Guzet-Neige hinauf zu fahren. Col de Latrape und der Rückweg über die Ostauffahrt vom Col de la Core sind genug für Heute.
Bericht: Radtour 024, 105 km, 2500 hm

Wir beschließen in Bonac noch einen Trödeltag einzulegen. Unser Standplatz ist zu schön um in zu verlassen. Wir genießen den Tag am See und machen aber noch einen langen Spaziergang in ein Nebental.

Morgen wollen wir weiter, es geht zu dem alten Badeort Bagnères de Luchon
Heute fahren wir weiter nach Bagnères de Luchon. Der Sprit reicht nicht mehr allzu weit und so nehmen wir den kürzesten Weg. Er führt uns über den Col Protet d\'Aspet. Auf einmal taucht vor uns im Anstieg eine Radlerin auf die noch eine Person (wir glaubten die Oma) auf dem Gepäckträger hat. Sie fährt in Schlangenlinien den Pass hoch. Unbegreiflich was sich so manch eine Radlerin, aufhalst. Sie ist nicht alleine unterwegs und vor ihr sehen wir dann noch 2 schwer bepackte Radlerinnen. Die Oma stellte sich dann aber doch als Kind heraus.
In Luchon finden wir den im Reiseführer beschriebenen Standplatz auf Anhieb. Zuvor ergänzen wir in einem Intermarche unsere Vorräte. Am Nachmittag machen wir noch einen schönen Spaziergang durch den Kurort und haben zum ersten Mal auf unserer Reise, Zugriff aufs Internet.
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| Standplatz | Luchon | GPS-Daten | N42 47.723 E0 35.947 | Versorgung | ja | Entsorgung | ja | Strom | ja | Abfalleimer | ja |

Standplatz in Bagneres de Luchon
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41. Reisetag
23.05.2007 Luchon
Astrid möchte mit dem Rad nach Spanien und so führt unsere erste Radtour zum Col de Portilon. Leider ist er wegen Bauarbeiten kurz vor der Passhöhe gesperrt. So erleben wir eine von Autos ungestörte Passfahrt, die sich als sehr steil erweist. Da wir hier nicht mehr weiterkommen beschließen wir dafür den Superbagnères zu fahren. Das ist das Skizentrum hoch über Bagnères de Luchon. Doch leider müssen wir die Auffahrt wegen einsetzendem Regen abbrechen.
Zu unserer Verwunderung hört es aber, je tiefer wir kommen, auf zu regnen und in Luchon finden wir trockene Straßen vor. Den Rest des Tages verbringen wir am Wohnmobil. Der Platz ist voller Wohnmobile und die Franzosen gehen fast allesamt dem beliebten Kugelspiel nach. Deutsche Wohnmobile können wir nirgends entdecken.
Bericht: Radtour 025, 23 km, 1140 hm
Bei unserem Einkauf (Lidl) werde ich von einem, vor dem Laden sitzendem Mann angesprochen. Ach du Scheiße, denke ich, er will etwas von dir und ich kann ihm garnicht antworten. Bin dabei so auf französisch fixiert und merke garnicht, dass er deutsch spricht. Ich versuche ihm verständlich zu machen, dass ich deutscher bin und leider die Sprache unseres Gastlandes nicht spreche. "Das merke ich, sagt er, darum frage ich ja auf deutsch wo de herkommst"
Nach einem kleinen Pläuschchen, er erklärt mir, dass er hier die Sommermonate verbringt, besichtigen wir noch die alten Kurhäuser.

Wir wollen mit dem Rad nach Arreau um Stellplätze zu suchen. Dazu ist der Col de Peyresourde von beiden Seiten zu überwinden. In Saint Aventin wird die Straße gerade für die TdF neu geteert und so gibt es für uns einen kleinen, sehr steilen Umweg. Die Autos müssen aber an der Baustelle warten.
Auf der Abfahrt nach Arreau, sehen wir links unten, tief im Tal den Lac de Génos-Loudenvielle. Da lohnt sich doch gleich in kleiner Abstecher. Wir biegen nach dorthin ab und kommen nach Loudenvielle. Hier entdecken wir auch einen schönen freien Standplatz. Eine Ent- und Versorgungsstation gibt es an der Tankstelle. (N42 47 57.8 E0 24 36.7) Obwohl einige Wohnmobilisten die Entsorgung auf der öffentlichen Toilette beim Kaufmann vornehmen.
In Arreau, der Ort befindet sich im Neste-Tal, am Fuße des Col d\'Aspin, finden wir auch einen offiziellen WOMO-Stellplatz. Ob dieser aber sicherer sein soll wie unser freies Stehen, stelle ich in Frage. Das sieht in Saint Larry Soulan, wir fahren natürlich nicht über die Hauptstraße dorthin, sondern über das kleine Bergdörfchen Lancon, genauso aus.
In Saint Lary Soulan gibt es auch eine Ver und Entsorgungsstelle.(N42 48 57.3 E0 19 09.5)
Die Rückfahrt, es ist sehr heiß geworden, wird natürlich schwieriger. So sind wir froh, dass ein wenig Regen auf der Passhöhe, des Col de Peyresourde, für Abkühlung sorgt.
Diese Extremen Temperaturen werden wir auf unserer Reise noch öfter erlebe, dass wissen wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Nach 102 km sind wir wieder glücklich und zufrieden am Wagen. Leider sind mir die Schuhplatten, sie verbinden die Radschuhe mit den Pedalen, kaputt gegangen. Hoffentlich könne wir hier neue auftreiben. Mein Bruder hat Geburtstag und wir haben uns eine Telefonkarte gekauft. Es ist gar nicht so einfach damit umzugehen und erst ein Passant konnte uns auf die Sprünge helfen.
Bericht: Radtour 026, 100 km, 2370 hm

Wir wollen heute, nachdem wir die Schuhplatten gekauft und Astrids Überweisung getätigt haben, noch Einkaufen und dann nach Loudenvielle weiterfahren. Die Schuhplatten bereiten diesmal kein Problem. Der Radhändler ist ein echter Schrauberladen und mit Ersatzteilen gut bestückt. Mit der Überweisung wird es aber nichts.
Nachdem Astrid in der ersten Bank sich nach den Formalitäten erkundigt hat, geht es zur Post zur Überweisung. Das funktioniert nach einem langen Gespräch mit der Postbediensteten auch. Also Geld abheben und zurück. Aber da liegt der Hase im Pfeffer, bei der Bank Credite Agricole kann man max. 300 Euro am Tag abheben. Wir benötigen aber 1000. Nach Auskunft der Bank ist das in ganz Frankreich so. Das glaubt Astrid nicht, weil sie ja schon 500 € abgeholt hatte.
Also zum Geldautomaten der Post. Astrid 500 und ich 500, Mit den 1000 verschwindet Astrid in der Post um nun endlich die Überweisung zu tätigen. 45 Minuten später ist sie wieder draußen, ohne Erfolg. Die i-Ban-Nr. ist nicht da. Ohne dieser Nummer keine internationale Überweisung. Astrid gibt aber nicht so schnell auf und ruft Stefan an, er soll das Geld überweisen.
Nachdem ich nun Zeit hatte mir alle Kurgäste dieser Stadt anzuschauen ist sie mit dem Gespräch fertig und lacht. Nachdem wir bei Lidl waren fahren wir weiter den Peyresurde hoch. Die Straßenbauarbeiten sind fertig und kurz vor der Passhöhe biegen wir links zum Skizentrum Peyragudes Les Agudes ab. Wir sind hier so gut wie alleine und beschließen nach einem Spaziergang über Nacht hier zu bleiben. Die ganze Nacht hören wir die Regentropfen auf das Wohnmobil prasseln.
| Standplatz | Les Agudes | GPS-Daten | N42 47.308 E0 28.700 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |

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26.05.2007 Loudenville
Alles ist mit Wolken zu. Astrid läuft ½ Stunden und wir hoffen etwas tiefer im Tal, in Loudenville besseres Wetter vorzufinden. Wir finden den Parkplatz genau an der Ziellinie. Nach einem ausgiebigen Spaziergang um den schönen See, stellen wir fest, dass der Ort ein hervorragender Ausgangspunkt für Radtouren ist.
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So können wir von hier aus die Kombination Peyresourde/ Superbagneres, Col d’Azet/ Pla d\'Adet / Col Ported, Peyresourde Col d\'Aspin fahren. Es stehen aber noch weitere interessante Touren zu Verfügung. Wir sind seit Beginn der Reise sehr viel gefahren und wir haben das Gefühl, dass etwas mehr Ruhe in unser Reiseleben ganz gut wäre. So beschließen wir etwas weniger zu radeln.
| Standplatz | Loudenvielle | GPS-Daten | N42 47.792 E0 24.442 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |

27.05.2007 Loudenville
Auf jeden Fall ich möchte ein paar Tage ohne Rad verbringen und so fährt Astrid erstmal alleine über den Azet, Aspin, Ancizan und Lucon. Ich klüngele den ganzen Tag herum und relaxe und schreibe für unsere Internetseite.

Noch ein Tag ohne Rad. Es hat die ganze Nacht geregnet und am Morgen sieht es auch nicht besser aus. Gegen Mittag machen wir eine Wanderung das Tal hinauf. Wir kommen an hohe Wasserfälle vorbei und stellen fest, als die Wolken die Bergspitzen freigeben, dass es da oben geschneit hat. Auch hier im Tal sind die Temperaturen gesunken und es ist alles nass. Am Ende des Tales steht ein Pumpspeicherkraftwerk. Die Elektrizitäts-Gesellschaft hat für ihre Angestellten, hier am Ende des Tales eine ganze Siedlung erstellt. Menschen sehen wir hier allerdings nicht.

Astrid hat beim Kaufmann gesehen, dass das Wetter heute so einigermaßen sein soll. Wir wollen darum nur eine kurze Runde fahren. So richtige Lust habe ich keine. Die Tour führt das Tal hinab ins Neste-Tal nach Arreau. Hier beginnt der Aufstieg zum Col de Aspin. Er ist wunderbar zu fahren und wir haben dabei herrliche Aussichten auf das nun nimmer tiefer liegende Neste d\'Aure Tal.
Auch die Passhöhe können wir hoch oben erahnen. Ich versuche mit gleich bleibender Herzfrequenz den Anstieg zu fahren. Nach einer relativ kurzen Abfahrt biegen wir, in Payolle, links ab. Hier machen ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit diesem einmaligen Hochtal. Bei der Weiterfahrt kommen wir zum schönsten Streckenabschnitt seit Beginn unserer Reise.
Zum Anstieg des Hourquette d’Ancizan. Es ist eine fantastische Strecke. Sie führt immer ansteigend durch den Wald und ab der Baumgrenze eröffnet sich ein weites Hochtal vor uns. Kühe, Pferde, Esel und Ziegen weiden hier oben ohne irgendwelche Zaunabsperrungen. Sie schauen uns gelangweilt bei unseren Anstrengungen, den Pass zu erradeln, zu. Auch die Abfahrt ist ein Höhepunkt unserer bisherigen Touren. Immer wieder eröffnen sie beeindruckende Aussichten auf das mehrere hundert Meter unter uns liegende Tal. Auch das Ende dieser langen Abfahrt hat es in sich. Mit 20% Gefälle geht es in den Ort hinein.
Das Neste d\'Aure-Tal fahren wir wieder über eine kleine Nebenstraße zurück nach Arreau. Schnell sind wir wieder im Anstieg zum Peyresourde. Diesmal brauchen wir aber nur 300 hm überwinden um auf die Höhe von Loudenville zu gelangen. Nach 71 km und 1900 hm sind wir einer Meinung. Wir haben eine schöne Tour gefahren.
Bericht: Radtour 027, 71 km, 1900 hm

48. Reisetag
30.05.2007 Loudenville
Eigentlich haben wir zum Radeln keine Lust, doch das Wetter ist so gut, dass uns nichts anderes übrig bleibt. Unser Ziel ist das Skizentrum Superbagnères. Wir müssen dazu 2 Mal über den Peyresurde.
Die Auffahrt zum Superbagnères und die Aussichten von Ort oben, werden für uns ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Auch in Superbagnères 1800 Meter über dem Meer, sehen wir einige WOMO\'s Der Standplatz ist hier oben super, nur Wind (Sturm) darf keiner sein. Auf der Rückfahrt über den Peyresurde habe ich, eine Traininggruppe Euskatel-Fahrer ist wie ein Schnellzug an mir vorbei gezogen, den totalen Einbruch. Astrid eben noch weit hinter mir holt auf und fährt locker an mir vorbei. Sie wartet oben auf der Passhöhe und gemeinsam geht es nach Loudenvielle zurück.
Bericht: Radtour 028, 92 km, 2960 hm



2007 Pyrenaeen Hinreise auf einer größeren Karte anzeigen
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49. Reisetag
31.05.2007 Loudenvielle > Espania
Wir werden morgens durch laute Trecker, Bagger und sonst welche Geräusche geweckt. In der Nacht haben wir unruhig geschlafen und nun das auch noch. Dazu hören wir die Regentropfen auf das Wohnmobil trommeln. Das reicht uns und Astrid macht den Vorschlag nach Spanien zu fahren.
Die Grenze ist nur 40 km von uns entfernt und 60 km weiter hat sie auf der Landkarte einige Seen entdeckt. Eigentlich hatte ich gedacht noch ein wenig in den Pyrenäen zu bleiben aber das Wetter ist der entscheidende Faktor.
Über Arreau erreichen wir Saint Lary und schnell befinden wir uns im Anstieg zum Bielsa-Tunnel. Die Serpentinestraße ist wunderschön angelegt und es geht mächtig bergan. Aber auch die großen LKWs fahren hierher und in den Kehren müssen wir doch aufpassen. Eine grandiose Bergwelt sehen wir zu unseren beiden Seiten. Auf über 1800 Meter über NN taucht in der Bergwand vor uns der Tunnel auf.

alter Grenzübergang am Bielsa Tunnel
Es ist ein 3 km langer, aber sehr einfacher Tunnel. Vor uns haben wir immer das Loch des Tunnelausgangs vor Augen. Irgendwann haben wir ihn erreicht und an der Grenzstation, sie ist nicht mehr besetzt, machen wir eine längere Pause. Die Weiterfahrt führt uns nun fast geradeaus, aber ständig bergab.
In Ainsa kommen wir an die großen Stauseen. Leider sind wir auf einer Schnellstraße und Standplätze sind nicht zu sehen. Nach einiger Zeit, sehen wir wie aus einer Parkbucht ein Reisemobil gerade anfährt. Es bleibt eine Zeit hinter uns und biegt auch in einen Nebenweg mit ab. Aus dem Augenwinkel erkenne ich, dass das Auto auch aus Herne kommt.
Wir biegen in der nächsten kleinen Straße ein und finden einen kleinen Standplatz.
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im Bielsa-Tunnel
Schon kurz darauf kommt auch das Herner Reisemobil und hält bei uns. Sie wohnen ganz bei uns in der Nähe. Schon ein Zufall, so weit von Herne entfernt sich zu treffen. Zumal wir bisher einen einigen deutschen auf unserer Reise getroffen haben.
| Standplatz | Embalse de Mediano | GPS-Daten | N42 19.050 E0 11.266 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Freies Stehen am Embalse de Mediano
50. Reisetag
01.06.2007 am Embalse de Mediano

unser 1. Standplatz in Spanien am Embalse de Mediano
Der 50. Tag unserer Reise. Wir haben, in der totalen Einsamkeit am Embalse de Mediano, gut geschlafen und nach dem Frühstück fahren wir weiter gen Süden. Am Ende des zweiten großen Stauseen, es ist der Embalse de El Grado machen wir halt und besichtigen einen kleinen Ort. Die Straßen sind hier sehr steil und für unser Wohnmobil zu schmal. Unterhalb der Staumauer finden wir vor einem Cafe einen Parkplatz und schnell sind die Fahrräder bereit gemacht für eine kleine Radtour.

El Grado
Sie führt auf kleinsten Straßen durch eine schöne Landschaft. Leider sind die Straßen hier sehr schlecht und mir schmerzen die Handgelenke vom Lenker halten. Auf der Hinfahrt hatten wir auf der anderen Seite des Sees eine imposante Kirche gesehen, Es ist der Wallfahrtsort Torreciudad.

Wallfahrtskirche Torreciudad
Nach unserer Radtour fahren wir mit dem Wohnmobil dort hoch. und besichtigen die völlig menschenleere Anlage, So scheint es uns. In den Gebäuden kommen wir nicht hinein, denn sie sind alle verschlossen und doch haben wir das Gefühl, wir werden ständig beobachtet. Astrid ist der Meinung, dass hier irgendwelche krummen Dinger laufen. Und richtig, überall sieht man Kameras und Infrarotausleuchtung.
Trotz allem ist das Bauwerk und deren Lage sehr beeindruckend. Auf dem Parkplatz, er ist völlig leer und wir wollen dort nächtigen, werden wir von einem Wachmann verscheucht. Mit dem Hinweis 2 km weiter gibt es einen Picknickplatz, dort könnten wir ja übernachten. Vielleicht hat Astrid ja Recht und in der Nacht wir ein Falschgeldtransport erwartet.
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| Standplatz | El Poblado | GPS-Daten | N42 09 11.1 E0 14 40.4 |
Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Freies Stehen zwischen El Poablo und Torreciudad
51. Reisetag
02.06.2007 Espania es geht zum Embalse de Barsona

beim Frühstück über unseren Köpfen
Der Picknickplatz hat sich als eine ruhige Schlafstätte heraus gestellt. Beim Frühstück werden wir von Hanggleitern unterhalten. Sie ziehen ihre Kreise über unseren Frühstückstisch. Anschließend fahren wir weiter und wollen zu einem im Reiseführer angepriesenen Picknickplatz.
Die Fahrt über den Berg erweist sich als ein einmaliges Erlebnis. Die Aussichten sind überwältigen. Tief unten der Smaragd Grüne See und im Hintergrund die schneebedeckten Berge. Der Standplatz, er liegt am Embalse de Barasona an einer Mineralwasserfabrik, erweist sich als nicht so schön. Das Seeufer ist total verdreckt und es gefällt uns nicht so. Kaum haben wir unsere Stühle aufgestellt und es uns bequem gemacht, kommt ein Bulli aus Stuttgart. Der Fahrer steigt aus und meint wohl wir ständen mitten in der Fahrbahn.

Embalse de Barasona
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Er wollte doch bis ans Ufer fahren. Na, ja, wir bieten im einen Stuhl an und er erzählt von Gott und die Welt. Nach mehreren Stunden rückt er wieder ab und wir machen uns auf die Weiterfahrt. In Graus, ein Ort etwas nördlich des Stausees, finden wir es nicht so schön und fahren sofort weiter. Dabei kommen wir durch eine beeindruckende Schlucht. Astrid macht eifrig Bilder. In einer größeren Stadt, kommen wir durch Zufall bei einem Aldi-Geschäft vorbei. Astrid will sofort unsere Nahrungsmittel ergänzen. War klar!
Im Reiseführer haben wir von einem Ort mit Standplätzen gelesen, Alquezar, im Parque de Sierra Y Cañones de Guara. Die Standplätze erweisen sich als schräge Busparkflächen, aber der Ort und die Kirche war echt einen Besuch wert. In dem kleinen Nachbarort Radiquero finden wir schließlich einen Platz für die Nacht.
Spanien Route 1 auf einer größeren Karte anzeigen
| Standplatz | Radiquero | GPS-Daten | N42 10.322 W0 00.327 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Freies Stehen in Radiquero.
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52. Reisetag
03.06.2007 Espania Parque de Sierra Y Cañones de Guara

Alquezar
Von diesem Standplatz machen wir eine 65 er Tour in einen Naturpark hinein. Die Fahrt ist super. Wir entdecken auch noch andere Standplätze. Das Ende des Tals ist eine hervorragende Ausgangsbasis für Wanderungen. So sehen es auch die Spanier und es ist alles zugeparkt. Die Rückfahrt ist genauso schön und wir setzen unser Fahrzeug um und fahren zu einem einsamen Friedhof. Die Straße ist aber sehr belebt und wir denken darüber nach, doch noch wo anders hinzufahren
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53. Reisetag
04.06.2007 Espania Parque de Sierra Y Cañones de Guara
wir sind noch weiter in den Naturpark gefahren und finden auf einem großen Parkplatz einen einsamen Standplatz. Eine Wanderung durch eine grandiose, einsame Landschaft schafft bleibende Erinnerungen

Rodelar
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| Standplatz | im Park | GPS-Daten | N42 15.493 W0 04.164 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Freies Stehen im Nationalpark,

Parque de Sierra Y Cañones de Guara
Die Nacht ist ungestört. Am Morgen geht Astrid laufen und ich mache eine Zeit später einen ausgiebigen Spaziergang. Irgendwann kommt Astrid von hinten angelaufen. Wir gehen bis zum Ende des Weges und kommen zu einer tiefen Schlucht. Es geht so steil abwärts, dass man den unten fließenden Fluss, nicht sehen kann. Oben kreisen 2 Adler. Wir beschließen weiter zu dem Embalse de Sontora, einem Stausee, zu fahren.
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An diesem Embalse de Sontora finden wir unterhalb der nicht enden wollenden Kilometer langen, Staumauer, einen einsamen Standplatz. Hier sind wir völlig ungestört von Autogeräuschen oder Rasenmähern. Am späten Abend machen wir mit den Trecking und Mountainbike eine Spazierfahrt über die Mauer und Umgebung. Das Land ist hier, knapp unterhalb der Pyrenäen, schon sehr verbrannt. Die Spanier haben sehr umfangreiche Bewässerungssysteme bauen müssen. Aus zig Talsperren wird das Wasser über Kanäle im ganzen Land verteilt.
Spanien Route 1 auf einer größeren Karte anzeigen
| Standplatz | Tormos | GPS-Daten | N42 06.209 W0 40.088 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Standplatz: Picknikplatz am Stausee, total ruhig

auf der Staumauer des Embalo de Sontoro
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54. Reisetag
05.06.2007 Espania Embalso de Sontoro
Die Nacht war herrlich ruhig und ungestört. Heute wollen wir eine längere Strecke fahre. Auf der Landkarte habe ich einen Höhenzug, die Sierra Luna und Sierra Loana entdeckt. Es ist aber ein wenig weiter weg von uns. So wird die Radtour fast 150 km lang. Der Höhepunkt der Radtour bildet aber die Anfahrt nach dem Dörfchen Biel.

in Biel
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55. Reisetag
06.06.2007 Espania Embalso de Sontonera > Embalse de la Pena
Wir stehen schon um 7 Uhr auf und gehen auf der Staumauer des Embalse de Sontonera spazieren. Nach einigen Km kommen wir auch zu der Segelschule. Es ist total still bei unserem Spaziergang. So, als ob Spanien ausgestorben ist. Um 10 Uhr sind wir zurück und machen ein ausgiebiges Frühstück. Wir wollen heute weiterfahren zum Embalso de la Pena und, wenn es geht, unterwegs einkaufen.
Auf unserer Fahrt dorthin, verpassen wir vorschriftsmäßig, die Sehenswürdige Stadt Riglos. Wir fahren einfach, gedankenlos daran vorbei. In Santa Maria finden wir keinen geeigneten Standplatz, dafür aber einen Brunnen, der uns von den Einheimischen, als Heilwasser, angepriesen wird.

Bergeinschnitt "foz de Escalete"
Schließlich landen wir in einem kleinen Ort, La Peña Estación, an einem Bahnhof. Auch am See gab es keine Möglichkeit zum Parken. Der Standplatz liegt leider in der Nähe eines Betriebes für Holzmaste. Die Imprägnierung (Teeröl) stinkt, je nach Windrichtung, bestialisch. Ein Abendspaziergang rundet den Tag ab.
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| Standplatz | La Pena Estacion | GPS-Daten | N42 22.868 W0 41.811 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Freies Stehen am kleinen Bahnhof
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56. Reisetag
07.06.2007 Triste (La Peña Estación)

La Pena Estacion
Wir wollen heute eine Erlebnisfahrt machen und nehmen die Bergeräder. Tour führt uns zuerst, zu der schon vom weiten sichtbare Schlucht. Unten an der Schlucht ist ein wunderschöner Wasserfall. Leider geht der Weg hier nicht weiter und wir fahren noch am Berghang entlang. Überall sieht man Bewässerungskanäle. Der Weg wird so eng das ein weiterkommen unmöglich macht. Astrid möchte noch eine Alternativroute ausprobieren. Diese führt über viel Schotter, an der Eisenbahnlinie entlang. Aber auch diese endet , unterhalb des grandiosen Bergeinschnittes "foz de Escalete", in einem undurchdringlichen Gebüsch.

foz de Escalete
Weiter geht unsere Erkundungsfahrt zu dem verlassenen (verfallenem) Dorf Yeste. Die Anfahrt ist sehr steil und ich muss schon auf das kleine Kettenblatt schalten um dort hinauf zu kommen. Überall sehen wir eingefallene Häuser,

verlassenes Dorf Yeste
Aber auch einige noch genutzte Gebäude gibt es hier. Obwohl, sehen tun wir niemanden. Die Kirche ist auch noch in einem sehr guten Zustand und Astrid stützt sich sofort auf den Friedhof.

am Puerto de Broca
Weiter geht unsere Tour zu einem einsamen Tal. Unsere Garmin-Geräte weisen es als Endtal aus. Zu unserer Überraschung erweist sich die Straße in einem super Zustand. Auf unserer gesamten Fahrt kommt uns nur ein Auto entgegen. So ist die Fahrt einfach herrlich.
Die Straße führt ständig bergan und die Bergformationen wechseln ständig. Nach etlichen Kilometern kommen wir zu einem kleinen Dorf. Es ist in einem besseren Zustand wie das Vorherige. Sehen tun wir auch hier keine Menschenseele. Ein Hund randaliert nur und versperrt unsere weitere Ortsbesichtigung.

Bentué de Rasal ein kleines spanisches Bergdorf
Unten im Dorf gibt es eine wunderbare Wasserstelle an der wir natürlich unsere Trinkflaschen auffüllen. Die Tour führt uns weiter bergan und an einer Straßengabelung entscheiden wir uns nicht zum nächsten Dorf zu fahren, sondern bis zum Ende der Straße, das nach unseren Garmin-Karten in 2 km Entfernung liegt.

Brunnen in Rascal
Aber weit gefehlt, diese wundervolle Straße geht noch weiter bergan. Sogar einen Pass gibt es noch, 1160 Meter hoch liegt er und heißt Broca. Astrid möchte noch weiter fahren doch ich rate wegen der fortgeschrittenen Zeit ab. Auf der Rückfahrt besuchen wir noch das kleine Dörfchen, dass wir bei der Herfahrt rechts liegen gelassen haben. Auch hier ist alles wie ausgestorben und auf einmal tauchen zwei Menschen auf und verschwinden genauso schnell wieder.
Nach unserer Weiterfahrt, Astrid ist schon einige Meter voraus, bleibt sie mitten auf der Straße stehen und winkt heftig zu mir. Sie ist vor einer Schlange stehen geblieben die sich auf dem Straßenbelag sonnt. Sie möchte natürlich, dass sie von der Straße verschwindet und fuchtelt mit einem Stock an sie herum. Die Schlange züngelt ein wenig und kriecht langsam voran. Dann schlängelt sie sich zusammen und nimmt eine Angriffshaltung ein. Da ich Astrid warne, schiebt sie ihr Rad auf die Schlange zu. Sie wehrt sich mit heftigen Bissen in den Vorderreifen. Nachdem sie den Farbahnrand erreicht hat, setzen wir unsere Fahrt fort.

vor dem Überfahren gerettetes Schlängelein
Bei der Abfahrt merken wir erst wie hoch wir eigentlich gefahren sind. Um 19:00 Uhr sind wir wieder am Wohnmobil und hauen erst einmal was in die Pfanne und in den Bauch. Der Karbolineum-Gestank, von dem Werk, ist in der Nacht recht unangenehm. Die Gegend hier finden wir ganz gut und so beschließen wir am nächsten Morgen nur wenig weiter zu fahren. Vielleicht finden wir ja flussaufwärts etwas.
Westlich auf einer größeren Karte anzeigen
Unser Aufenthalt ist aber nur kurz und nach 2 Radtouren und einer Besichtigung fahren wir weiter ins Baskenland nach Lekeitio
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Auf unserer Weiterfahrt kommen wir an riesigen historischen Salzgewinnungsanlagen vorbei.

Salzgewinnung
57. Reisetag
08.06.2007 Bahnhof Anzanigo
Gesagt, getan. Nur wenige Kilometer flussaufwärts finden wir im nächsten Dorf, wir müssen dabei über eine sehr schmale Brücke, einen schönen Standplatz an einem ausgedienten Bahnhof. Auch hier ist alles verfallen und nur der Zug verkehrt noch 2-mal täglich auf dieser Strecke.Seit dem wir in Spanien, sind haben wir Probleme mit der Entsorgung. Entsorgungsstellen sehen wir gar keine. Ab und zu führen wir die Entsorgung in öffentlichen Toiletten durch. (Wir verwenden keine Chemie) Da diese auch nur sehr selten sind, kommt unser Klappspaten zum Einsatz, aber ein gutes Gefühl haben wir dabei nicht. So sorgen wir stehts dafür, dass das auch niemand sieht.

unser einsamer Standplatz in Anzanigo
Nach einer Erkundung des kleinen Dörfchens machen wir die Rennräder fertig und um 11 Uhr brechen wir auf zu einer Radtour. Wir fahren das Tal des Rio Galego hoch und der Fluss verlässt uns nach einigen km. Dann gehts zum Puerto de Oroel hinauf und anschließend hinunter nach Jacca. Der Ort schreckt uns schon nur bei der Vorbeifahr ab und schnell sind wir wieder auf kleinste kaum befahrene Straßen unterwegs.

Mohnblumenfeld in der Auffahrt zum Puerto Oroel
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| Standplatz | Anzanigo | GPS-Daten | N42 24.214 W0 38.733 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Vorsicht nur für kleinere WOMO (schmale Brücke)

Markante Bergformation Oroel
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58. Reisetag
09.06.2007 Jaca
Wir müssen einkaufen und brechen um 11 Uhr nach Jaca auf. Wieder kommen wir am imposanten Berg Oroel vorbei. Am Ortsausgang entdecken wir einen DIA Supermarkt. Der Supermarkt ist sehr leer und von anderen deutschen hören wir, dass diese Supermärkte in Spanien nicht üblich sind und die Spanier sich in kleinen spezial Geschäften lieber versorgen.

in Jacca
Der anschließende Stadtbummel besteht eigentlich nur aus der Suche nach Postkarten und Briefmarken. Für die schöne Altstadt hat Astrid kein Auge übrig, auch die pentagonförmige alte Burganlage bleibt dabei auf der Strecke. So sitzen wir schnell wieder im Auto und begeben uns auf den Weg in Richtung Yesa. Unterwegs am Rio de Argon finden wir, wie es scheint ein schönes Standplätzchen. Der Standplatz liegt südlich von Begun, noch vor dem Embalse de Yesa. Leider bin ich von der Straße, am Rio Aragon abgefahren in einen Feldweg hinein. Und das auch noch sehr weit. Nun stehen wir in vollkommener Einsamkeit ca. 20 meter vom Fluss entfernt. Den Platz finden wir einfach Super. Das ist es auch, bis der Abend mit einem heftigen Unwetter endet. Es ist Weltuntergangsstimmung. Erst nach Stunden ist der ganze Spuk vorbei. Das Schlimmste sehen wir erst am nächsten Morgen.
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| Standplatz | Rio Aragon | GPS-Daten | N42 35.538 W0 53.195 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
59. Reisetag
10.06.2007 Rio de Argon
Nun haben wir den Salat. In dem Bemühen einen möglichst schönen Standplatz zu haben, waren wir Gestern ein wenig zu weit in den Nebenweg gefahren. Heute ist, durch das Unwetter bedingt alles unter Wasser und der Boden ist durchweicht. Wir versuchen erst gar nicht mit dem Wohnmobil loszufahren und genießen einen ruhigen Tag.

unser einsamer Standplatz am Rio Aragon
Die Sonne wird’s schon richten, denken wir. Aber schon am Nachmittag ist das nächste Gewitter da. Auch jetzt ist es heftig am Regnen und das Ende unseres Aufenthaltes im Flusstal ist nicht abzusehen. Hoffentlich kommt es nicht noch zu Überschwemmungen. Am Abend noch ein ungewöhnliches Gewitter ohne Regen. Das Gewitter spielte sich in einigen km Höhe ab. Die Blitze zuckten wild über den gesamten Himmel.

kleine Bergstraße bei Bergun
60. Reisetag
11.06.2007 Rio Aragon
Der Weg ist noch völlig aufgeweicht und das Wasser steht 20 cm hoch. Astrid will doch Radeln. Wir müssen allerdings die Räder ca. 100 Meter über einen kleinen Damm tragen. Wir fahren ohne groß zu planen und erleben eine schöne Tour. Die Straße ist ein kleiner Nebenweg und zieht sich bis zum Embalse de Yesa hin. In einem Dorf werden wir von einem Hund begleitet. Erst als die Straße bergab führt kommt er nicht mehr nach. „ Col’s" mussten wir auch bezwingen. Die Tour führte im südlich gelegenen Nachbartal zurück. Auch die letzten km auf einer Nationalstr. War kein Problem, denn es war kaum Verkehr.

Straßenblockade am Yesa-Stausee
61. Reisetag
12.06.2007 Rio Aragon
Wir wollten an der Straße beim Bäcker Brot kaufen, doch er war schon ausverkauft. So gehen wir am Ufer des Rio Aragon etwas spazieren. Eigentlich war der Tag schon gelaufen, wir wollten ein auf Ruhe machen, doch irgendwie war ich doch unruhig. Hier unterhalb der Pyrenäen sollte es doch eigentlich schöne Strecken geben. Ich studierte noch einmal den Plan und entdeckte eine Straße die es auf Mapsource nicht gibt. Das kommt ja in Spanien öfter vor. Diese Straße war ideal dazu geschaffen, in Verbindung mit den Tal des Rio Veral, eine 60 er Runde zu fahren. Gesagt, getan.

kleinste Sträßchen, auf den Garmin Karten nicht verzeichnet bei Fago
Die Tour verläuft die ersten km über die Nationalstr. Es ist aber kaum Verkehr, nur ein heftiger Anstieg macht mir zu schaffen. Dann geht es in ein einsames Tal hinauf. Die Straße ist wieder Erwarten durchgängig und so gibt es eine super Runde.

Schlucht im Tal des Rio de Veral

Schlucht im Tal des Rio de Veral

Schlucht im Tal des Rio de Veral

im Tal des Rio de Veral
62. Reisetag
13.06.2007 Rio de Aragon.
Es hat gestern Abend wieder gewittert aber nicht geregnet. Wir wollen heute versuchen durch das Wasser zu fahren. Erst soll aber noch eine kleine Radtour zu der Burg in Binies unternommen werden.
Wir erkunden zuerst den kleinen Ort Bergun. Es soll hier eine Panteria und auch Alimentatione geben. Wir fahren mit den Bergerädern zur Stadt hoch. Es ist sehr steil und ich bin froh, dass ich das kleine Blatt vorne nutzen kann. Oben erwartet uns ein Aussichtspunkt von dem man eine wunderschöne Aussicht auf eine unwirklich wirkende Geländeformation hat. Ein wenig erinnert das an einem Tagebau.

Bergun
Im Hintergrund erheben sich imposant, die Berge der Pyrenäen. Im Ort ist alles da und anders wie wir es bisher in Spanien erlebt haben, der Ort lebt. Überall sieht man Einheimische und von allen Ecken hören wir spanische Gesprächsfetzen. Das ist ungewohnt und so etwas haben wir in den kleineren Orten bislang nicht erlebt. Auch zeigt sich das Örtchen von einer schöneren Seite. Es gibt nicht soviel verfallene Häuser und alles wirkt sehr aufgeräumt und sauber. Nach einer ausgiebigen Besichtigung und der Entschluss, hier morgen einzukaufen, fahren wir weiter nach Binies.

alte Burg bei Binies
Hier hatten wir auf der Heimfahrt, gestern, eine Burg gesehen. Wir waren neugierig und auf eine Besichtigung erpicht. Die Fahrt dorthin führt über eine Schnurschlag gerade Straße. Sie steigt unmerklich an und erst kurz vor dem Ort gibt es eine kleine Bodenwelle. Binies empfängt uns mit einem Piknickplatz. Er liegt seitlich der Straße noch vor dem Ort.

Kirchlein bei Binies
Wir haben von hier einen schönen Ausblick ins Verdal Tal. Im Hintergrund sehen wir die gewaltige Schlucht. Von hier sieht man ihr das Imposante gar nicht an. Der Ort wirkt, wie so oft in Spanien, wie ausgestorben. Alles ist hier sauber und aufgeräumt. Leider sind die Burg, wie auch die mittelalterliche Kirche, verschlossen. Nicht weit von der Ortschaft sehen wir auf einem Hügel noch ein Kirchlein. Wie von einem Magneten angezogen, zieht es uns dahin.
Dazu müssen wir über eine Rumpelstrasse und sind froh, die Bergeräder dabei zu haben. Unten am Kirchhügel ist aber auch damit Ende. Der Weg nach oben führt nur noch über einen Trampelfahrt. Von oben haben wir natürlich einen schönen Ausblick, werden aber von der verschlossenen Tür, wieder einmal enttäuscht. Zu gerne hätten wir dieses vormittelalterliche Relikt von innen gesehen.
Wir entdecken aber von hier oben einen Weg auf der wir unsere Fahrt fortsetzen wollen. Das machen wir auch, er entpuppt sich aber auch als eine Holperstecke. Nach einigen km auf und ab, beschließen wir, der Weg führt uns zudem in die falsche Richtung, umzukehren. Die grandiose Schlucht noch einmal zu besichtigen, scheint uns zuviel und so fahren wir zum Ausgangspunkt unserer Tour zurück. Morgen wollen wir versuchen durch den überschwemmten Fahrweg zu gelangen.
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63. Reisetag
14.Juni
Wir haben es geschafft, wir sind wieder frei. Der Weg war soweit abgetrocknet, so dass wir ohne Probleme frei kommen. Schade hier war es eigentlich sehr schön und in den paar Tagen unserer Anwesenheit, haben wir nur 3 Menschen gesehen. Das eine Problem lag hinter uns und ein anderes baute sich vor uns auf. Die Beschaffung von Lebensmittel.
Im Örtchen Berdùn hatten wir ja einige Geschäfte gesehen, also führt uns unser Weg direkt dort hin. Es war inzwischen 9:30 Uhr und wir stellten den Wagen unten vor dem Ort ab. Der Aufstieg zog sich ganz schön hin und oben waren wir erstaunt, dass die Geschäfte noch geschlossen waren. Na, ja, ein wenig warten können wir schon. Aber als Astrid entdeckt, dass sie erst um 10:30 Uhr öffnen, war uns das doch zu lange und wir machten uns auf die Fahrt in die Zentral-Pyrenäen. Der Weg dorthin führt uns durch das Tal des Rio Esca. Es ist nicht so eng wie die Schlucht bei Binies.

Pelota-Halle
Im ersten Ort, es war Sigüis, schlug die Nahrungsbeschaffung ebenso fehl. Es gab kein Geschäft im Ort. Eine ältere Spanierin erklärte Astrid, dass die Orte im Obertal Geschäfte haben. Also weiter nach Salvatierra de Esca. Glück gehabt. Ein alter Mann in einer Panateria, sie hat wirklich nur Brot, erwarben wir ein solches und in einem kleinen Lebensmittelladen, der nicht als solcher von außen zu erkennen war, kauften wir einiges Anderes.
Nach einem nun ausgiebigen Frühstück fahren wir weiter bis nach Isaba. Von hier aus, das hatte ich auf den Karten gesehen, konnten wir einige Touren machen. Doch wie schon so oft macht uns der Regen einen Strich durch die Rechnung. So verbringen wir den Tag damit den Ort gründlich anzusehen. Was uns besonders auf viel, war das andere Spanien. Hatten wir bisher viele alte halb verfallene Örtchen gesehen, einmal abgesehen von Jaca, kamen wir uns hier wie in Bayern vor. Wir waren in Baskenland angekommen und das sieht man schon an die Bebauung, alles ist ordentlich und sauber.

in Isaba

Isaba
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64. Reisetag
15.06.2007 Isaba
Astrid ist schon sehr früh laufen und kommt aufgeregt wieder zurück. Sie war den steilen Anstieg zu dem hoch oben zu sehenden Sendemast gelaufen. Und erzählt stolz was sie alles gesehen hat. Nach dem Frühstück fängt es an zu regnen und wir beschließen, unser Standplatz liegt direkt an der Straße, weiter zu fahren um vielleicht was Besseres zu finden. Die Passstraße am Rio Utzaroz ist sehr schmal und auf der Höhe ist ein Piknickplatz. Wir machen hier halt und wandern weiter den Berg hinauf.

Blick zum Pic d\'Orly und Col de Larrau
Oben haben wir eine wunderschöne Rundumsicht. An einer Pferdekoppel gibt es eine winzige Blechhütte in dem ein Pferd, ohne Tageslicht, eingesperrt ist. Wir wissen ja nicht warum, denn die anderen Pferde befinden sich alle auf der Koppel und laufen frei herum, bis auf eine, es ist an einem kurzen Strick angebunden, aber das grenzt schon an Tierquälerei. Bedrückt gehen wir wieder zum Wohnmobil und fahren bis nach Ochagavia weiter.

Ochagavia im Baskenland
Spanien Route 1 auf einer größeren Karte anzeigen
| Standplatz | Ochagavia | GPS-Daten | N42 54 18.6 W1 05 08.3 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Hier ist abseits der Stadt ein großer Parkplatz und zu unserem Erstaunen sehen wir viele Rennradler. Auf unseren Erkundigungen hin, erfahren wir, dass morgen das Irate-Xtrem veranstaltet wird und es werden 500-1000 Rennradler dazu erwartet. Astrid besorgt sich Unterlagen und die Tour verspricht interessant aber sauschwer zu sein. Für mich zu schwer und 45 Euro Startgeld ist schon happig. Astrid ist es auch zu teuer, ist aber geneigt schwarz zu fahren. Ich verspreche ihr für morgen eine schöne alternative und sie ist erst einmal zufrieden.
Die Ortsbesichtigung ist obligatorisch und wieder staunen wir wegen der baskischen Gegensätze zu Spanien.
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65. Reisetag
16.06.2007 Ochagavia
Astrid ist schon früh auf und wegen eines Startes hin und her gerissen. Aber letztendlich verzichtet sie. Wir lassen alle losfahren und brechen zu unserer Tour 1 Stunde später auf. Unsere Radtour führt uns hinauf zum Pic Arangoiti. Oben stehen Sendeanlagen und zum Embalse de Yesa fällt der Beg steil ab. Die Ausblicke sind gigantisch.

Blick vom Pic de Arangioti auf dem Embalse de Yesa
Nach 100 km mit 1500 hm kommen wir zum WOMO zurück. Von den Radlern der Rundfahrt sind schon viele wieder zurück aber es kommen auch noch viele. Eine Hochzeit in der Gaststätte an den Parkplatz erfüllt den ganzen Ort mit spanischen Weisen. Sie begleiten unseren Schlaf noch bis tief in die Nacht.
Unser Gas ist alle, na, ja, die französische Flasche. Also müssen wir zurück nach Frankreich, denn die letzte deutsche Flasche soll ja unsere Reserve sein. So beschließen wir morgen über den Col Larrau und Col d\'Erromendy nach Tardets Sorholus zu fahren.
66. Tag
17.06.2007 Ochagiava—Tardets-Sorholus
Es regnet und das Gas ist alle. Wir beschließen nach Frankreich zu fahren. Der Weg führt uns über den Pass nach Larrau. Die Auffahrt ist schon gewaltig und der Nebel macht das Ganze nicht einfacher. Mitten in der langen Abfahrt bemerken wir Gestank im Auto. Nachdem wir anhalten, sehen wir die Vorderbremsen heftig qualmen. Eine halbe Stunde Zwangspause lässt sie wieder abkühlen und der Rest der Abfahrt wird fast nur im ersten Gang zurückgelegt.

Abfahrt vom Col de Larrau
Wir fahren bis Tardets-Sorholus, dort finden wir einen Standplatz am Fluss. Das rauschen gefällt mir natürlich nicht aber für 2 Nächte muss es reichen. Der abendliche Ortsspaziergang rundet den Tag ab.
France 2 auf einer größeren Karte anzeigen
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| Standplatz | Tardets-Sorholus | GPS-Daten | N43 06.927 W0 51.781 | Versorgung | nein | Entsorgung | öffentl. Toil. | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standplatz: 4 WOMO Standplätze an der La Saison ohne Extras. Aufenthaltsdauer max. 2 Tage
67. Tag
18.06.2007 Tardets-Sorholus
Am morgen ist Marktag im Ort und wir kaufen ein.

Markt in Tardets
Anschließend machen wir eine Tour durch das Pyrenäen-Vorland und weil uns das bei der Planung nicht genug ist muss auch noch ein Col gefahren werden. Der Anstieg zum Col de Labays. Das aber über eine kleine Nebenstraße. Das Vorland habe ich total unterschätzt. Kleine Anstiege, gespickt mit 18-20% er.
Bis Arrette haben wir zwei drittel der Runde hinter uns. Nun beginnt der Anstieg ins Hochgebirge.

Bilck zum Pik d'Anie 2504 m
Das schöne an den Anstieg ist, es gibt keine Autos. So können wir Höhenmeter um Höhenmeter gewinnen. Am Col de Lie haben wir, nach durchschnittlich 10,3 % Steigung, auf einer kleinen Abfahrt die Möglichkeit uns ein wenig auszuruhen. Dann beginnt der schwierigste Teil der Auffahrt. Die folgenden 6 km haben eine Steigungsrate von 8,8%. Das Ganze bei 30° Celsius.
Mir ist noch kein Anstieg so schwer gefallen wie dieser. Oben, 200 Höhenmeter unterhalb des St Pierre Martin, habe ich den Col de Labays erreicht. Mir reicht es, die Füße brennen, die Wasserflasche ist leer und Astrid kommt eine ganze Weile später. Auch sie hat genug und so machen wir uns gemeinsam auf die herrliche Abfahrt.
68. Tag
19.06.2007 Tardets-Sorholus
Wir verlassen Tardets-Sorholus nach dem Frühstück und wollen eine Schlucht besichtigen Die Crevacsses d’Holcarte. Sie ist in der Nähe von Larrau und bei Labadays beginnt der Anstieg. Natürlich zu Fuß. Wir folgen dem Flusslauf und zuerst gibt es keine nennenswerten Hindernisse. Nach 10 Minuten befinden wir uns aber in einem schwierigen, steinigen Anstieg wieder. Zum Glück ist es heute trocken. Nach 40 Minuten ermüdendes geklettere liegt sie auf einmal vor, bzw. tief unter uns. Die Crevacsses D’Holcarte. Schön sehen wir die Hängebrücke, die in 120 Meter Höhe die Schlucht überspannt. Sieht schon ein wenig wackelig aus.

Crevacsses D’Holcarte
Beim Überschreiten der Wackelbrücke wird es mir doch ein wenig mulmig. Wir wandern noch ein Stück bergauf, haben aber dummerweise kein GPS dabei. So können wir an einer Wegegablung nicht erkennen, wo der Weg hin führt. Die Namen auf den Schildern sagen uns nichts. Astrid geht noch ein Stück weiter und ich kehre um und schlendere langsam der Hängebrücke entgegen. Hier mache ich eine kleine Pause und schon bald kommt Astrid auch. Gemeinsam gehen wir den schweren Abstieg zum Ausgangspunkt unserer Tour. Wir fahren anschließend ein wenig Talabwärts und entdecken einen Standplatz nicht weit von der Straße. Hier verbringen wir eine ruhige Nacht.

France 2 auf einer größeren Karte anzeigen
freies Stehen an der Le Saison (D 26 / D 113)
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| Standplatz | D 113 / D 26 | GPS-Daten | N43 02.916 W0 53.166 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standplatz: am Ufer der Le Saison (freies Stehen)
69. Tag
20.06.2007 Le Saison bei Larrau (D 26 / D 113)
Die Nacht war total ruhig und heute soll es wieder auf\'s Rad gehen dazu habe ich eine Radstrecke über kleine Nebenstraßen geplant. Die Berge sollen dabei auch nicht zu kurz kommen. Wir wollen austesten ob der Einbruch am Vortag bleibende Spuren hinterlassen hat. Die Tour führt uns am Fluss entlang in nördlicher Richtung. Es ist nur eine kleine Nebenstraße, die wir befahren, doch in diesem Gelände kann schon eine Ortsdurchfahrt ihre Tücken haben. Ich denke da an freilaufende Hunde, Kühe und plötzliche kleine, gemeine Anstiege.

zwischen Col de Lecharria und Col d\'Aphanize
Tourverlauf: Col de Lecharria, Col de Burdin, Col d\'Aphanize 100 km, 2100 hm

Col d'Aphanize vorraus
Wir haben wunderbar weite Aussichten über die Berge und die freilaufenden Kühe, Schafe und Pferde haben schon was für sich.

in der Abfahrt vom Col d'Aphanize mit wahnsinnigen Ausblicken
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70. Tag
21.06.2007 Le Saison - Ibarrolle
Wir stecken ein wenig in einer Zwickmühle. Einerseits wollen wir noch die spanische Nordküste erleben und andererseits möchten wir in einem Monat auch die Tour de France in den Pyrenäen live erleben. Die in Tardets getauschte Gasflasche reicht für ca. 3,5 Wochen. Das reicht gerade für die Spanische Atlanticküste. Hm, da bleibt dann für diesen Pyrenäenabschnitt keine Zeit. Na, ja, vielleicht wenn wir aus Spanien zurück sind.
Zuvor gehen wir in Moulon groß einkaufen. Zuerst nach Lidl und dann auch noch im Intermarche. Da Astrid die Fahrt nach Spanien doch zu lang ist, suchen wir uns einen Übernachtungsplatz. Auf unserer Tour am Vortag hatte ich eine schöne Stelle in Ibarrolle in Erinnerung. Direkt vor dem Bürgermeisteramt erwischen wir einen schönen Parkplatz und haben herrliche Nachtruhe:
| Standplatz | Ibarrolle | GPS-Daten | N43 12.021 W1 05.594 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
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Ver-und Entsorgung in:
| Standplatz | S. Jean Pied de Port | GPS-Daten | N43 09 53.1 W1 13 54.8 | Versorgung | ja | Entsorgung | ja | Strom | ? | Abfalleimer | ja |

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es geht wieder nach Spanien (bei San Sebastian)
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kurz vor Lekaito
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71. Reisetag
22. Juni 2007 es geht nach Lekaitio
Wir sind schon bald von der Autobahn abgefahren und befinden uns auf der Küstenstraße. Manchmal können wir das Mees von oben, die Küste ist eine Steilküste, schon sehen. Erst in Lekaitio finden wir einen Standplatz. Aber es ist Freitag und zum Abend hin strömt immer mehr junges Volk zu diesem Strand. Die Besichtigung der Altstadt sehr interessant. Im neuen Teil, hier wurden Betonklötze aus dem Boden gestampft, ist es nur ein Horror. Wir werden von Hochhäusern erdrückt. Zum Abend hin machen wir noch einmal einen Stadtbummel.

Trauminsel am Strand von Lekaito
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| Standplatz | Lekaitio | GPS-Daten | N43 21.784 W2 29.770 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Standplatz direkt am Strand, sehr lebhaft
72. Reisetag
23.06.2007 Lekaitio
Noch spät am Abend sind viele junge Leute mit Bullis eingetroffen und stören durch ihre laute Unterhaltung unsere Nachtruhe erheblich. Als am frühen morgen auch noch ein Bagger den Strand durchwühlt, ist Astrid schon wieder auf 180. Gemeinsam entschließen wir uns einen neuen Standplatz zu suchen. Wir finden ihn in den nahen Bergen schon nach 13 km. Schnell ist eine Radtour ausgetüftelt und um 12 Uhr geht es los.

Auch hier werden wir schon nach wenigen Kilometern schöner Fahrt von einem heftigen Anstieg (18-20%) überrascht. Die Radtour verläuft sonst ausgesprochen schön und die Abschnitte am Meer wechseln sich mit 500-600 Meter hohen, Bergen ab. Unterwegs haben wir auch einige Parkplätze entdeckt und einen davon fahren wir abends an.
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| Standplatz | Mendata | GPS-Daten | N43 16.942 W2 38.693 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Standplatz: am Friedhof in Mendata
73. Tag
24.06.2007 Mendata
Die Nacht war ruhig aber am Morgen schockt Astrid mich mit der Nachricht, dass das Eisfach abgetaut ist. Durch unseren etwas schrägen Standplatz hat das mit dem Gas wohl nicht so richtig funktioniert.

am Atlantic Playa de Laga
Unsere Tour soll heute etwas weiter an nach Westen verlaufen, wir wollen dort die Küste sehen. Es geht von Mendata zuerst abwärts nach Gernika-Lumo. Es ist ein lebhafter Ort fast auf Meereshöhe. Die vielen Einbahnstraßen bringen uns ein wenig durcheinander und wir haben Mühe die richtige Strecke zu finden. Es gelingt uns und wir befinden uns sofort in einem langen Anstieg wieder. Hier erreichen wir mit 350 Meter über NN auch die höchste Stelle unserer Tour.
Leider machen wir oben auf einer kleinen Straße eine unangenehme Bekanntschaft mit einem Wachhund. Während er mich noch weit gehend in Ruhe lässt, setzt er Astrid doch ein wenig heftiger zu. Ich höre sie hinter mir laut schreiend den Hund vertreibt. Unterwegs sehen wir sehr viele Rennradler und es sieht fast so aus wie eine Veranstaltung nach Art RTF.

Rio de Gernika (Mundaka)
Wir kommen an einem stillgelegten Atomkraftwerk vorbei und es ist erstaunlich wie die Spanier alles verfallen lassen.

Nach 92 km und 1700 hm sind wir uns einig, es war eine schöne Tour. Am Abend gehen uns einige Mofa-Fahrer die den Parkplatz als Teststrecke nutzen, gehörig auf dem Keks.
74. Tag
25.06.2007 Mendata Bilder
In der Nacht hat es geregnet. So ist auch die Stimmung am Morgen. Trüb! Wir quälen uns erst nach 10 aus den Betten. Nach einem langen Frühstück kommt der Dorfarbeiter zum Zug. Mit der Fadensense setzt er uns lautstärkemäßig gehörig zu.

Standplatz in Mendata
Spanien 2 auf einer größeren Karte anzeigen
| Standplatz | Mendata | GPS-Daten | N43 16.942 W2 38.693 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Wir beschließen einen Spaziergang zu machen. Er führt uns ins Dorf. Es ist größer wie wir gedacht haben. Viele Häuser sind neu gebaut und es riecht nach Geld. Was die Leute hier arbeiten ist uns ein Rätsel.
Kurz nach Ende des Dorfes biegen wir rechts in einer kleinen Straße ein. Wir haben den Verdacht, dass sie trotzdem sie nicht auf unseren Karten durchgeht, am anderen Ortsende wieder raus kommt. Nach wundervollen Ausblicken bis hin zum Meerblick, nimmt die Straße an einem Bauernhof ein Ende. Leider werden wir an fast jedem Anwesen von einem Hund, mehr als belästigt. An dem Bauernhof weist ein Schild uns auf einem Wanderweg hin.

Mendata
Gesagt getan, Schon nach kurzer Zeit deuten wir ein Wanderzeichen falsch und kommen vom Weg ab. Zum Glück hat Astrid den Garmin dabei und wir können uns so gut orientieren. Nach 45 Minuten wandern im tiefen Unterholz, befinden wir uns dort wo wir schon einmal waren. Nun nehmen wir den richtigen Weg und kommen nach einigen km wieder auf eine asphaltierte Straße. Diese kommt Astrid bekannt vor, sie war sie schon am Vortag gelaufen. Hier werden wir sogar mitten im Wald von 2 Hunden belästigt. Das setzt sich an der nun folgenden Bebauung fort. Ein ganz kleiner Hund begleitet uns sogar ein Stück des Weges. Nach 3 Stunden sind wir wieder am Wagen und bereiten uns ein leckeres Mal zu. Anschließen wird es noch ein richtiger Ruhetag.
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75. Tag
26.06.2007 Mendata > Playa de Laga
Es regnet und wir wollten radeln. Nach dem Frühstück disponieren wir um du fahren nach Gernika de Lumo zum einkaufen. Die Stadt ist sehr lebhaft und schon nach kurzer Zeit habe ich keine Lust mehr in der Stadt herum zu laufen. Wir fahren weiter zum Meer nach Playa de Laga. Schon am Samstag waren wir hier, nur da war alles total überlaufen.
Heute ist Dienstag und das Wetter sehr durchwachsen und es ist total leer hier. Wir stellen das Auto ab und beratschlagen was zu tun ist. Den Strand besichtigen na, klar, und dann? Radfahren! Wir machen schnell eine Runde auf dem PC und es geht los.

Playa de Laga
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| Standplatz | Playa de Laga | GPS-Daten | N43 24 30.2 W2 39 24.2 | Versorgung | nein | Entsorgung | öffentl. Toil. | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Standplatz am Meer, nur nichts für uns
Auf der Tour sind 3 etwas längere Anstiege eingeplant. Tour verläuft durch das gergige Küstenvorland und nach 80 km haben wir 1400 hm überwunden. Zum Schluss haben wir noch einen Abstecher zu anderen Stränden geplant, doch das Wetter wird schlechter. Auf den letzten 3 km fängt es doch tatsächlich noch an zu regnen. So richtig nass werden wir aber nicht mehr. Morgen wollen wir weiter fahren, denn das Wetter ist sehr schlecht. Im Landesinneren hoffen wir auf Sonnenschein.
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27.06.2007 Otxandio
Wir sind in dem kleinen Ort Otxandio gelandet. Hinter einem Neubaukomplex gibt es einen sehr ruhigen Parkplatz. Die Ortsbesichtigung ist obligatorisch. Den Rest des Tages vertrödele, zumindest ich, Astrid war noch laufen. Die Nacht ist sehr ruhig.

Dachreparatur Markthalle in Otxandio
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| Standplatz | Otxandio | GPS-Daten | N43 02.406 W2 39.297 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Standplatz: öffentlicher Parkplatz im, nur nächtigen
77. Reisetag
28.06.2007 Otxandio
Wir nutzen den Parkplatz, nach einem Ortsbummel, noch für eine Radtour.
zur Radtour 07/43
Wir haben uns eine Tour ausgeguckt die uns zuerst zu einigen Seen führen soll und dann gibt es eine Strecke ins Landesinnere. Unterwegs entdecken wir noch einen schönen Grillplatz, der auch für Übernachtungen geeignet scheint. Mal sehen wie es morgen wird, denn dann ist in Spanien Feiertag. Nach unserer Rückkehr in Otxandio brechen wir sofort mit dem Wohnmobil auf um zu dem Grillplatz zu kommen. Er ist noch völlig leer und es gesellen sich bis zum Abend nur ein paar Leute dazu. Sie verschwinden auch schnell wieder, denn sobald die Sonne weg ist, wird es unangenehm kühl.

am Puerto de Otxandio
| Standplatz | Puerto de Otxandio | GPS-Daten | N43 04.698 W2 41.004 | Versorgung | ja | Entsorgung | Klappspaten | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standplatz: Idylle pur
78. Reisetag
29.06.2007 Otxandio
Eigentlich sollte heute Feiertag sein und darum haben wir eine Tour geplant, die auch über einige größere Straßen gehen sollte. Doch Feiertag war nicht und so waren die Straßen voll mit LKWs. Der Anstieg zu Anfang hatte es in sich. Die Prozentzahlen lagen teils über 18%. Auch die Abfahrt zur N 240 hin ist sehr steil und einige LKWs sind wegen Bauarbeiten auf dieser kleinen Straße unterwegs. Die N 240 zeigt sich als unproblematisch und der folgende Anstieg ist einfach nur herrlich zu fahren. Am Ende der Straße kommen wir auf eine Parallelstraße zur Mautpflichtigen Autobahn. Da ist es mit der Ruhe vorbei. Nach kurzer Beratung entschließen wir uns um zu kehren. Soviel Verkehr war nicht vorgesehen. Ein wenig Bammel habe ich vor den Anstieg nach der Nationalstraße. Es geht aber besser als ich dachte. Astrid fährt noch weiter bis zum Ort und ich mache am Abend noch eine 30er Runde zur kleinen Kirche über Dima.

Ermita de San Lorenzo
79. Reisetag
30.06.2007 Otxandio
Das Wetter ist zu schön um nicht zu radeln. Wir haben eine Strecke nach Murango geplant, da sie aber zu kurz ist, fahren wir zuvor zum Kirchlein Ermita de San Lorenzo nach Dima. Das sind dann auch schon einmal 30 km und 780 hm. Die Fahrt zur Passhöhe ist sehr steil und wir kommen bei 37° Celsius ganz schön ins schwitzen. In Murango essen wir ein Eis und werden von einem Spanier bewundert, der uns auf dem Weg zur Passhöhe mit dem Auto überholt hatte. Auf der Rückfahrt hat Astrid am Anstieg eine Schwächeperiode zu durchstehen. Nachdem sie oben aber 2 Traubenzucker gegessen hatte geht’s wieder.

Frühstück mit Zossen
80. Reisetag
01.07.2007 Otxandio
Schock schon am frühen Morgen. Etwas tut sich auf dem Platz. Der Bauer ist schon sehr früh da und schaut nach seinen Tieren. Auch ein Gehilfe von ihm taucht auf. Dann sind sie wieder verschwunden und kommen mit einem Jeep und Hänger wieder. Sie treiben alle Kühe zusammen und sortieren die Kälber aus. Anschließend werden die Kälbchen im Hänger verladen. Wir befürchten zum Abtransport in den Schlachthof. Die Mutterkühe werden mit Brot beruhigt.

GipfelkreuzSaibi (935 m) und am Puerto de Otxandio
Wir machen eine Wanderung zum Berggipfel Saibi. Wir hatten dessen Gipfelkreuz erst Gestern bei der Radtour entdeckt. Der Weg ist nicht immer gut. Manchmal wird es sehr steil und die Sicht wird zu dem auch schlechter. Ober treffen wir auf eine Spanierin mit einem Mädchen. Sie hat eine Jacke der Deutschen Schule in Bilbao an. Ich frage sie ob sie deutsch spricht und tatsächlich. Sie sind Basken und Astrid nutzt die Gelegenheit etwas von dem unterdrückten Volk zu erfahren.

Baskisches Kirchlein
Der Rückweg, wir nehmen einen anderen, führt uns zum Teil durch totale Wildnis. Astrid schimpft ein wenig. Manchmal ist der Weg fast unpassierbar. Aber irgendwie kommen wir wieder zum Auto zurück. Die Kühe haben sich am Gatter, an dem die Kälberverladung stattfand, versammelt und es scheint uns wie eine Trauergemeinde. Sie blöken dazu suchend nach ihren Kälbchen. Das wird zum Abend hin noch schlimmer. Wir können das nicht mehr ertragen und fliehen zum Ebalse de Urranga. Dort hatten wir bei der Radtour, Tags zuvor, eine Halbinsel entdeckt hatten. Dort verbringen wir, auf dem menschenleeren Parkplatz, eine ruhige Nacht.
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| Standplatz | Embalse de Urranga | GPS-Daten | N42 58.273 W2 38.816 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Parkplatz am See bei Vitoria
81. Reisetag
02.07.2007 Der Canyon
Wir haben auf der Karte den Mirador Canòn del Nerviòn gefunden. Er liegt ca. 30 km Luftlinie Nordwestlich von Vitoria.
Über eine Schnellstraße kommen wir gut vorwärts. Mit einem Mal sind wir in den Bergen. Nach einer schönen Abfahrt haben wir einen 7 km langen Anstieg mit 14% vor uns. Es geht hoch zum Puerto de Orduna. Einige Male muss ich in den 1. Gang schalten. Astrid ist begeistert und möchte dort unbedingt Radeln: Kurz darauf kommen wir zum Mirador Canòn del Nerviòn. Vom Auto aus müssen wir noch 1,5 km laufen. Was sich dann vor unseren Augen auftut, ist ein Naturmonument, was in Europa seines Gleichen sucht.


Auf einer Aussichtsplattform bekommen wir schon ein wenig weiche Beine, als wir senkrecht, 600 Meter, hinab sehen können. Der Fluss, der den Wasserfall speist ist leider trocken. Wir machen eine ausgiebige Wanderung am Canyon-Rand entlang und können uns kaum satt sehen. Übernachten können wir hier nicht und so fahren wir einige km weiter nach Villanueva, ein Ort mit einer Alimentation. Dort finden wir auch einen Platz zum Nächtigen
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| Standplatz | Villanane | GPS-Daten | N42 50.857 W3 05.847 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standplatz: Parkplatz in einer Seitenstraße
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82. Reisetag
03.07.2007 Campingplatz Villanane
Unser Strom ist alle und wir sind gezwungen einen Campingplatz anzufahren. In der Nähe ist einer und wir können dort für 2 Tage Strom tanken. Es gibt auch Internet auf dem Platz und ich bemühe mich Berichte von unserer Tour zusammen zu fassen. Dafür geht der ganze Tag ins Land. Astrid macht derweil Touren mit dem Trekkingrad.
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| Standplatz | Vallanane | GPS-Daten | N42 50.629 W3 04.141 | Versorgung | ja | Entsorgung | ja | Strom | ja | Abfalleimer | ja |
Standplatz: Campingplatz
83. Reisetag
04.07.2007 Campingplatz Villanane
der 2. Tag auf dem Campingplatz. Astrid geht wieder auf Tour und ich bemühe mich den Bericht anständig hin zu bekommen. Am Abend soll er hoch geladen werden. Der erste Teil ist auch fertig und auf dem Stick gespeichert. Nach einigem lesen im Forum, schlägt der Versuch des Hochladens aber fehl. Der Stick passt baulich nicht an den Compi. Das Gehäuse ist zu breit. Pech gehabt und Frust ist angesagt.
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84. Reisetag
05.07.2007 Villanueva
Wir sind zu einem Torre ganz in der Nähe gefahren. Dort hatte Astrid einen Parkplatz hinter dem Schlösschen gefunden. Die Anlage ist hervorragen restauriert und wir werden morgen eine Besichtigung starten.

Burg bei Villanane (Torre Varona)
Heute steht, nach 4 Tagen Radpause, für mich die erste Radtour im Juli an. Sie führt ins benachbarte Tal zum Embalse de Sobron. Es ist ein Stausee im Verlauf des Ebros. Das Tal wird immer enger und die Straßenführung ist von vielen Tunnels geprägt. Nach einigen km verlassen wir die Straße und fahren auf kleinen Sträßchen weiter.

La Rivilla
Sie führen uns in recht angelegene Dörfer und ich staune, dass wir auch sehr oft Kinder und jüngere Leute dort sehen. Also gibt es hier nicht nur überalterte Dörfer. Nach einer Straßenbiegung sehen wir ein Atomkraftwerk auf der anderen Flussseite. Schade, eigentlich, damit wird die Wohnqualität im Tal erheblich gemindert. In den Dörfern lauern auch immer wieder frei laufende Hunde auf uns. Das ist sehr lästig und wir müssen aufpassen, damit es nicht zu einem Sturz kommt.

San Pantaleno de Losa aus dem XII Jahundert
Die Garmin-Karten sind sehr schlecht. Viele Straßen sind nicht erfasst und andere wiederum haben nur einen Schotterbelag. Nach 96 km und 1500 hm kommen wir zufrieden nach Hause.
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| Standplatz | Villanane | GPS-Daten | N42 49.756 W3 04.303 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Entsorgung am Kloster und auf dem CP
85. Reisetag
06.07.2007 Torre Varona
Wir stehen sehr spät auf und wollen zuerst die kleine Burg besichtigen. Es ist sehr interessant. Leider bin ich des spanischen nicht mächtig und konzentriere mich auf die super Ausblicke von hier oben.

Torre Varone
Dann fängt uns der Burgbedienstete ab und führt uns durch die sehenswerten Räume. Die Erklärungen kommen nur zum Teil bei Astrid an, ich verstehe nur böhmische Dörfer.
Heute wollen wir mit den Bergerädern eine Runde drehen. Wir haben keinen genauen Plan sondern wollen einfach in die Seitentäler hinein fahren. Unser erster Halt überrascht uns gewaltig. Wir haben an einer alten halb verfallene Kirche gehalten. Es ist Burgos Valpuesta ein alter Bischofssitz.

Valpuesta alter Bischoffssitz alte Gewänder
Die vordere Tür steht auf und wir sind neugierig. Sonst sind die Kirchen hier alle verschlossen. So ist es dann auch hier. Der Haupteingang ist zu. Da kommt aber schon ein älterer Mann angeeilt und fragt uns ob wir die Kirche, sie ist sehr groß, von innen sehen möchten. Wir möchten. Er sagt einer älteren Frau bescheid und sie holt schnell den übergroßen Schlüssel. In der Kirche riecht es sehr muffig. Überall sind Bischofsgewänder aufgestellt.

den Deibel im Nacken
Sie erklärt Astrid, dass es sich hier um einen früheren Bischofssitz handelt und erklärt uns rührend jedes Detail des Domes. Leider ist viele verdreckt und am verfallen. Nur notdürftig sind einige Gewölbe abgestützt. Diese Notdürftigen Mauern sind mit grellen Figuren gemalt. Sie berichtet auch, dass sich im Ort, unterhalb der Woche nur 10-12 Menschen aufhalten, die anderen kommen nur an den Wochenenden aus den Städten, wo sie ihre Arbeit nachgehen. Leider sind überall auf den Dörfern, viele Häuser halb verfallen und leer. Die Tour führt uns bis zum Ende des Tale, wo wir dann kehrt machen müssen, obwohl die Garmin-Karten, weitere Straßen anzeigen. Auf der Hauptstraße angekommen, fahren wir weiter Talaufwärts, wir wollen noch zu eine der ausgeschilderten Höhlen.

Alte Zufluchtsstätte in unruhigen Zeiten (Pinedo)
So gelangen wir zur Höhle bei Pinedo. Mit einer Lampe bewaffnet gelangen wir durchs Unterholz zum Eingang. Das war es denn aber auch. Die Höhle besteht nur aus einigen Ausbuchtungen und Felsüberhänge. Hier sollen Christen in früherer Zeit, Unterschlupf gesucht haben. Wir sind ein wenig enttäuscht, hatte ich mir doch eine Tropfsteinhöhle vorgestellt. Nun folgen wir der kleinen Straße und kommen dabei an einigen sehr kleinen Dörfchen vorbei. Alle haben ein Kirchlein, die auch alle einen verfallenen Eindruck machen. Dann, mit einen mal sehen wir vor uns eine graue Wand am Berg vor uns. Ist das etwa die Straße? Scheiße, sie ist es. Ich glaube die Steigung liegt über 20%. Den Rest der Fahrt verbringen wir damit unsere müden Gebeine zu schonen und die Strecke kommt uns dabei sehr entgegen, denn es geht nur noch abwärts. Beim Kaufmann in Villanueva kaufen wir noch ein paar Teile ein. Nach 55 km und 800 hm kommen wir zum Wagen zurück.
86. Reisetag
07.07.2007 Torre
Wieder ist es sehr heiß und wir fahren mit den Bergerädern eine weitere Tour. Wieder sollen es die abgelegenen Seitentäler sein. Diesmal zur anderen Seite hin. Wir biegen schon an der ersten Gelegenheit von der Hauptstraße ab und wollen bis nach Lahaz. Einem Ort am Ende des Tals. Im Vorletzten Ort, es ist Lalastra, ist die Hölle los, alle Ausflügler Spaniens bevölkern den Parkplatz.

alte verlassene Kirche Ribera
Es verteilt sich aber sehr schnell und wir wollen ja weiter. Aber auch hier sind wir enttäuscht. 3-4 Häuser, davon 3 vergammelt, mehr nicht. So fahren wir zurück nach Lalastra. Astrid möchte unbedingt nach Ribera. Sie war schon vor 2 Tagen dort und berichtete von ein wenig schlechter Wegstrecke. Darum will sie etwas neues ausprobieren und wählt einen anderen Weg. Doch der erweist sich als noch schlechter und so müssen wir mehrere km durch den Wald laufen. In Rubira finden wir ein verfallenes und aufgegebenes Dorf vor. Die Kirche, hoch oben auf einer Anhöhe, sieht noch ganz gut aus und ist uns einen Besuch wert. Natürlich geht es nur zu Fuß nach oben. Wir finden auch dort nur eine bessere Ruine vor. Aber es sind interessante Details an ihr.

Auch die Weiterfahrt ist sehr beschwerlich und an vielen Geröllstellen muss ich absteigen und schieben. Ich meckere ordentlich darüber und gehe Astrid ein wenig auf die Nerven. Auch heute führt uns unser Weg über Villanueva und damit am Supermarkt vorbei. Etwas Brot und Cola sind heute unsere Ausbeute. Nach 46 beschwerlichen km und 1000 hm sind wir wieder am Wagen.
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87. Reisetag
08.07.2007 Torre Varona und Canyon
wir sind am Torre aufgebrochen. Astrid möchte unbedingt zu der Kanne, die sie hoch oben auf einem Berg gesehen hatte.

Pena Oduna
Als wir an dem Parkplatz ankommen ist alles im dichten Nebel. Zu schade den Tag zu verschwenden. Wir beschließen zu einer Kirche zu fahren, die wir bei einer unserer Rundfahrten hoch oben auf einem Berg gesehen hatten. Und richtig, kaum haben wir die Passhöhe verlassen, lichtet sich der Nebel und es ist schönes Wetter. Zur Kirche sind es einige km zu fahren.

San Pantaleon de Losa
Schon vom weiten sehen wir dort oben. Der Fußmarsch ist nicht all zu beschwerlich. Leider ist sie wie alle Kirchen in Spanien, abgeschlossen. Kaum haben wir den Rückweg angetreten, erschein ein Mann mit dem Auto. Er hat den Schlüssel von der Kirche und verschwindet in ihr. Astrid ist neugierig und folgt ihm. Er kommt ihr schon mit den Eintrittskarten entgegen. 2 € pro Person will er haben. Wir lehnen dankend ab und fahren nach dem Abstieg wieder auf den Pass.
88. Reisetag
09.07.2007 Pass im Nebel
Wir verbringen eine ruhige Nacht und Astrid macht sich schon früh auf dem Weg zur Büchse.

Mir ist es zu weit, obwohl ich da was versäume. Nach ihrer Rückkehr berichtet sie freudestrahlend von dem Ding. Es war eine alte Kirche, die als Baum betoniert war. Sie bedauert, dass die Spanier alles verfallen lassen.

Am Nachmittag wechseln wir die Gegend und fahren in Richtung Logroño. In Bernedo finden wir auf einer Neubaustraße einen ruhigen Standplatz. Die Straße ist zwar fertig, doch die Häuser wohl erst in der Planung
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| Standplatz | Bernedo | GPS-Daten | N42 37.626 W2 30.295 | Versorgung | Brunnen | Entsorgung | Klappspaten | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standplatz: im Neubaugebiet
89. Reisetag
10.07.2007 Bernedo
Wir sind in Bernedo gelandet, der kleine Ort befindet sich ca. 15 km nördlich von Logrono. Getrennt wird die Strecke durch einen tollen Höhenzug. Mit unserem Wohnmobil stehen wir in einem neu erschlossenen Neubaugebiet, nur die Häuser sind noch nicht da. Das Ganze liegt abseits der kleinen Durchgangsstraße und wir haben hier totale Ruhe.

Bernedo
Heute steht eine Radtour an die uns über den Puerto Herrera und Puerto La Aldea an. Dabei kommen wir durch die, uns scheint total neu aufgebaute Stadt Logrono. Aber das scheint nur so, den alten Stadteil können wir aber nirgends entdecken.

am Puerto Herrera
90. Reisetag
11.07.2007 Bernedo
Einkaufen in Logroño. Dabei geht der ganze Tag drauf. Im Ort prallen Armut und Reichtum extrem aufeinander. Während es im Umland alles verfällt, sieht es hier wir im Jahr 2050 aus. Echt utopisch. Wir statten auch noch den riesigen Friedhof einen Besuch ab.

Am Abend stellen wir noch das Wohnmobil um und fahren hoch zum Picknickplatz an der kleinen Kirche.

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| Standplatz | Bernedo | GPS-Daten | N42 37.407 W2 30.600 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Standplatz: an der Kirche (Brunnen im Ort)
91. Reisetag
12.07.2007 Bernedo
Wir haben herrlich geschlafen. Astrid ist schon früh morgens zur Wasserstelle Wäschewaschen. Um 11 Uhr machen wir eine Runde, die Astrid auf dem Garmin gemacht hat. Sie führt von Bernedo nach Osten durch die kleinen Dörfer, die wir gestern, als wir vom Einkaufen kamen durchfahren haben. Die Dörfer sind in dieser Gegend alle sehr fein heraus geputzt. Eins hatte sogar den Bach gestaut und mitten im Dorf eine Bademöglichkeit geschaffen.

Maranon
Dann ging’s aber bergan. Wir kommen an viele Windkraftanlagen vorbei und haben super Ausblicke auf die sich vor uns wechselnde Landschaft. Es ist sehr wenig Verkehr. Das ändert sich auch nicht als wir auf die früher viel befahrene N 111 kommen. Seit dem die Schnellstraße, nur ein paar km weiter südlich gebaut wurde ist diese Straße fast ohne Autoverkehr.

Labraze
Unterwegs treffen wir noch ein Tandempärchen. Es ist unterwegs nach Santiago de Compostella. Aber nicht nur sie, sondern auch unzählige Wandersleute sehen wir auf dem beschwerlichen Weg dorthin.

Pilger on Tour
In Viella biegen wir von der N111 ab und fahren Richtung Norden, auf das Bergmassiv zu. Wir kommen dabei an ein kleines Örtchen vorbei, das hoch oben auf einen Berg liegt. Es soll sehr alt sein und über einen historischen Ortskern verfügen.

Blumenschmuck in Labraza
Was liegt näher, als dort hoch zu fahren. Es ist wirklich sehr schön hier oben. Nach einer ausgiebigen Besichtigung ruft der Heimweg. Es geht zum Passo de Bernedo hinauf. Diesmal über eine sehr kleine Straße, die bei mir auf dem Garmin noch gar nicht drauf ist. Kurz vor der Höhe stößt sie auf die größere Passstraße.

La Aldea voraus
Die Abfahrt liegt schnell hinter uns nur die Auffahrt zu unserem neuen Standplatz ist doch beschwerlicher, wie wir angenommen hatten.
92. Reisetag
13.07.2007 Bernedo
Astrid ist nicht gut drauf und kommt schon nach kurzer Zeit von ihrer morgendlichen Joggingtour zurück. Wir Frühstücken zusammen und sie will trotzdem die Radrunde fahren. Schon nach kurzer Zeit merkt sie, das ist heute nicht ihr Tag. Als dann noch ein Betonmischer sie viel zu nahe überholt ist sie total sauer.
Wir fahren trotz allem bis zu einer belebten Hauptstraße. Diese ist für die Tourenplanung nicht zu umfahren gewesen. Es herrscht viel Verkehr und so fahren wir zurück. Sie hat auch genug und will nach „Hause“. In Bernedo fahre ich dann noch die schöne Runde über den Pass und über Maranon, dort ist der Bachlauf zu einem Freibad aufgestaut, zurück. Es sind dann doch noch 60 km mit 1300 hm geworden.

La Aldea
93. Reisetag
14.07.2007 Bernedo
Wir sind nun schon den 3.Tag in Bernedo. Heute wollen wir eine Tour nach Norden hinaus machen. Um 10 Uhr geht es bei hochsommerlichen Temperaturen los. Einzig der heftige Wind macht uns zu schaffen. Wir fahren aus dem Ort hinaus nach Quintana. Dabei geht es über eine sehr kleine Straße durch dicht bewaldetes Gebiet. Wir sind alleine auf der Straße und kurz vor dem Ort Sant Roman, biegen wir links ab nach Corre.
iese Straße gibt es auf unserem Garmin nicht und wir hatten sie auf einer Straßenkarte entdeckt. Die Steigungen nehmen sofort zu und auch hier sehen wir kein Auto.

am Puerto Iturrieta
In Corre sehen wir an der linken Straßenseite einen riesigen Picknickplatz, der sich auch gut als Standplatz eignen würde. Leider werden wir ihn nicht nutzen können, denn wir haben uns entschlossen ein, zwei- Etappen der TdF live anzusehen. Wir müssen also wieder nach Frankreich, davon aber später. Auch nach Corre steigt die Straße weiter an und in Ataria, es ist die nächste Ortdurchfahrt, sind wir schon auf 900 Meter über NN.
Wir überqueren im Ort eine Hauptstraße und nach einer Abfahrt befinden wir uns im Anstieg zum Puorto de Opacua. Er ist 1020 Meter hoch. Nachdem wir das geschafft haben folgt eine weitere Überraschung. Eine, als Fahrweg gestrichelt, in den Straßenplänen gezeichnete Straße, entpuppt sich als eine 15 km lange Traumstraße. Sie führt über eine Hochebene und auch hier treffen wir nur auf ein Auto. Am Puorte de Urbasse endet sie an einer großen Querstraße. Hier sind einige Lastzüge unterwegs und bei nächster Gelegenheit verlassen wir sie wieder und kommen zu einem kleinen Ort, S. Martin, wo uns der schöne Dorfbrunnen zum anhalten anregt.

Brunnen in Sant Martin
Nach 75 km und 1300 km sind wir sicher, eine schöne Tour hinter uns zu haben. Am späten Nachmittag erleben wir noch am Bildschirm wie Lindus Gerdesmann die erste Bergetappe der TdF gewinnt.
94. Reisetag
15.07.2007 Ruhetag in Bernedo und Astrid besteigt den Berg
Nach dem Frühstück will Astrid unbedingt auf dem Berg (San Tirso 1329 m), an dessen Hang wir stehen. Sie bringt tolle Bilder mit. Ich schreibe inzwischen und lege einen Ruhetag ein.

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95. Reisetag
16.07.2007 Weiterfahrt nach Frankreich
Wir wollen ja zur TdF und fahren heute nach France. Wir nehmen die Schnellstraßen wo es eben geht. Es geht aber nicht überall. So haben wir die Gelegenheit auch auf der Autofahrt noch einige schöne und unschöne Eindrücke zu sammeln.

Arbeitsreicher Tag eines spanischen Hirten
Die schönen Ausblicke auf dem neunen Embalse de Ithoiz gehören dazu. Unschöne waren der Schwerlastverkehr am Puerto Ibaneta. Hier teilen sich die Passstraße, die LKWs und die Pilger die per Rad San Sebastian de Compostella erreichen wollen. Das Ganze bei heftigen Regen. In Saint-Étienne-de Baigorry suchen wir verzweifelt einen Standplatz. Alle Parkplätze sind mit einer Höhenbegrenzung versehen. Trotzdem finden wir einen schönen neuen Standplatz direkt hinter dem Rathaus.

mittelalterliche Brücke in San Etienne de Bigorry
| Standplatz | S. Etienne de Bigorry | GPS-Daten | N43 10.719 W1 20.431 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standplatz: (inzwischen für WOMO gesperrt)
Spanien 2 Baskenland auf einer größeren Karte anzeigen
Unser 2 Spanienaufenthalt wird begrenzt durch den Vorrat in unserer französischen Gasflasche. Wir haben sie in Tardets-Sorholus getauscht und sie sollte 3 1/2 Wochen reichen. Außerdem noch von der Tour de France, sie wollen wir auf jeden Fall in den Pyrenäen erleben.
Die Radtouren im Baskenland, dort befinden wir uns nun, haben allesamt Mittelgebirgscharakter.
Die Stationen unserer Reise: Lekaitio am Atlantic, Mendata bei Gernika-Lumo, ca. 15 km nördlich von Vitoria-Gasteiz in Otxandio, 30 km nördlich von Miranda de Ebro in Villanueva und schließlich 15 km nördlich von Logronò in Bernedo.
96. Reisetag
17.07.2007 Saint-Étienne-de Baigorry
Ich bin gestern um 23:36 Uhr zum 2. Mal Großvater geworden. Tochter Bianca und Enkelchen Malwine sind wohl auf.
Wir wollen ja 2 Etappen der Tour de France live erleben und zudem geht unser Gas zu neige. Aus diesen Gründen haben wir uns wieder nach Frankreich orietiert. Wir wählen Nationalstraßen und kommen,bei der Fahrt nach Frankreich, über den Puerto de Ibaneta. Es ist stark am Regnen und große LKWs teilen sich die Passstraße mit Pilgern auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Solche Pässe sind nicht unser Ding und sehen, auf unserer weiteren Reise, sofort von einer Befahrung des Passes ab.
In Saint Etienne de Baigorry, das liegt ganz im Westen der Pyrenäen, machen wir halt. Nach einigem Suchen finden wir direkt hinter dem Rathaus einen nagelneuen Parkplatz. Die Bergwelt hat uns wieder. Beindruckende Berghänge zu allen Seiten.

altertümliche Brücke in Saint Etienne de Baigorry
Unsere erste Rad-Tour in dieser Gegend soll uns nach Spanien fühen, haben wir doch auf den Karten den Pico Gorramakil (1090 Meter) entdeckt. Dazu müssen wir über den, von den reinen Zahlen her, leichten Col de Ispegy. Die Auffahrt dorthin ist aber Fahrspass pur.

in der Auffahrt zum Col d\'Ispegy
Noch ein weiterer Puerto lauert auf uns. Es ist die Südauffahrt zum Puerto de Otxando. Die N 121b ist zum Glück kaum befahren und am Puerto de Otxando beginnt die Auffahrt zum Pic Gorramakil

oben auf dem Pic Gorromakil
Oben gibt es wohl 3 Berg-Spitzen, die mit Antennen zugepflastert sind. Das alles ist aber noch beängstigend hoch. Der Anstieg verläuft recht unregelmäßig und die Steigung schwankt zwischen 3 und 12%. Es gibt also immer wieder Gelegenheit sich zu Erholen. Sehr oft sehen wir die Straße, weit über uns, den Berg entlang führen.
Nach fast 15, doch anstrengenden Kilometern, sind wir oben. Die letzten davon waren in einem sehr schlechten Zustand und die Schlaglöcher sind schon mal 20 cm und tiefer. Oben weidet friedlich eine Pferde-, Schaf-, und Kuhherde. Die Tierfotos sind in muss.

am Pic Gorramakil

97. Reisetag
18.07.2007 Saint-Étienne-de Baigorry
Radpause-Bergbesteigung
Nachdem wir auf dem neuen Parkplatz in S. Etienne eine ruhige Nacht verbracht haben, entdecken wir an der Parkplatzeinfahrt, Bauarbeiter. Sie machen sich daran eine Höhenbegrenzung zu installieren. Damit dieser schöne, leere Parkplatz für Wohnmobile nicht mehr zugänglich ist. Warum, wissen die Götter.
Wir verlassen den Parkplatz fluchtartig, denn Bescheid gesagt hat uns Niemand. Am Ecomarche finden wir noch ein Plätzchen und nach dem Einkauf wollen wir eine kleine Wanderung machen. Habe ich "kleine" geschrieben, na, ja, das konnten wir uns schon an der nächsten Wegegablung abschminken. Vorgesehen war ein Berg in der Nähe mit 460 Metern. Unser Weg ist steiler und steiler. Er führt uns auf dem Gipfel des Jarra und der hat 812 Meter. Auch hier sehen wir eine Unmenge von Sendeanlagen.

auf dem Jarra
Die nördliche Seite des Berges fällt fast senkrecht ab. Und hier genießen wir die herrlichen Ausblicke. Bei unserem Abstieg sehen wir auf der anderen Seite des Tales das Örtchen Anhaux. Mitten im Ort befindet sich die Pelotawand und dahinter sehen wir mit dem Fernglas eine große Freifläche. Ob das ein guter Standplatz sein könnte?
Wir werden es nachher dort versuchen. Der Abstieg, wir haben einen anderen Weg gewählt, zieht sich lange hin. An einer Eselsweide machen wir noch ein paar Bilder. Nach unserer Ankunft beim Wohnmobil, brechen wir sofort auf um unser Glück in Anhaux zu versuchen. Genau das finden wir dort. Der Platz ist völlig leer und wohl für Dorfveranstaltungen vorgesehen. Die Pelotawand steht so weit weg, dass sie nicht stört. Am Abend erkunden wir die Gegend noch ein wenig zu Fuß.
pyr total auf einer größeren Karte anzeigen
| Standplatz | Anhaux | GPS-Daten | N43 10.086 W1 17.470 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Standplatz Anhaux: Ver- und Entsorgung im 11 km entfernten Saint Jean Pied de Port
98. Reisetag
19.07.2007 Anhaux
Wir haben herrlich geschlafen. Unsere heutige Tour soll uns wieder einmal über eine Straße führen, die auf der Landkarte nur gestrichelt gezeichnet ist und auf dem Garmin gar nicht vorhanden ist. Ein Versuch macht klug (ch) sagt der Volksmund. Wir starten um 10:30 Uhr und wollen über eine Nebenstraße S. Etienne erreichen. Leider stellt sie sich als eine (Wand) steile Straße mit viel Rollsplitt heraus, Mit steil, meine ich zwischen 12 und 18 %.
An einem Gehöft werden wir von dem aufmerksamen Hofhund verfolgt und angekläfft. Astrid, sie fährt hinter mir, ist davon noch mehr betroffen. Sie wird den Köter nicht mehr los und schreit laut zurück. Letztendlich muss sie sogar absteigen um das Geviech los zu werden. Ich suche mein Heil in der Flucht und warte auf der Anhöhe auf sie. Als sie ankommt ist sie total sauer und möchte alle Hundehalter....
Die Tour verläuft über den Collago de Ukiaga, Puerto de Artesiaga und Col de Izpegy (West)

auf dem Puerto de Artesiaga
Das Passfoto ist obligatorisch. Ich habe selten eine schönere Abfahrt wie diese nach Iruita erlebt. Die Wolkendecke war schnell über uns und die Ausblicke einfach grandios. Und, was wir halt so lieben, keine Autos die unseren Fahrgenuss stören.

Iruita
Kurz vor Anhaux werden wir von einer Gruppe halbwüchsiger angehalten. Sie sind mit dem Mountainbike unterwegs und einer hat eine Panne. Natürlich hat er keine Pumpe dabei. Am Wohnmobil können wir ihm mit der Standpumpe helfen. 103km / 2060 hm
99. Reisetag
20.07.2007 Anhaux
Der Standplatz ist sehr gut. Heute wollen wir eine Radtour in die nördlichen Ausläufer der Pyrenäen machen. Dort ist es nur „hügelig“ und der höchste Berg ist 400 Meter hoch. Die Tour wird für mich aber schwerer als erwartet. Die Anstiege sind relativ kurz und ähnlich der in den Ardennen.

hohes Verkehrsaufkommen am Col de Palombieres

100. Reisetag
21.07.2007 Anhaux > Tardets Sorholus
Astrid ist heute wieder laufen. Anschließend geht es weiter nach S. Jean zum Ent- und Versorgen. Nachdem das erledigt ist fahren wir nach Tardets-Sorholus. Wir waren ja schon vor 5 Wochen einmal hier und kennen uns in Tardets aus. Da wir sehr lange gefahren sind, lassen wir den Campingplatz aus und stellen uns auf die ausgewiesenen Stellflächen für Wohnmobile im Ort. Leider ist für die Tour de France, eine Umleitung eingerichtet und die verläuft genau hierher. So sind wir über das hohe Verkehrsaufkommen überrascht. Die Satellitenschüssel bringt hier keinen Empfang und wir verpassen das Zeitfahren der TdF.

baskischer Kampfdackel
Am Abend ist ein kleiner Spaziergang drin und wir überlegen, ob wir nicht zum Peyresourde fahren und dort den letzten Anstieg der TdF-Etappe live zu erleben.
| Standplatz | Tardets | GPS-Daten | N43 06 53.5 W0 51 43.9 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standplatz Tardets: Aufenthalt max. 3 Tage
101. Reisetag
22.07.2007 Peyresourde
Wir sind nach zum Peyresourde gefahren. Die Fahrt hat sich länger hingezogen wie vorgesehen. Da wir Sonntag haben war die Ortsdurchfahrt in Lourdes jedoch relativ einfach. Dafür haben wir das Auto aber noch über den Col d\'Aspin gequält. Um 14 Uhr sind wir oben am Skizentrum des Peyresourde. Die Parkplätze sind verweist und die wenigen Hotelgäste finden einen Parkplatz in den vielen Tiefgaragen.
pyr total auf einer größeren Karte anzeigen
| Standplatz | Les Agudes | GPS-Daten | N42 47 13.5 E0 28 41.8 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Da die 1. Bergetappe in den Pyrenäen übertragen wird, sehe ich von einer Radtour ab. Astrid macht jedoch sofort ihr Gefährt startklar. Ihre Tour führt den Peyresourde hinab bis kurz vor Louchon. Dort den Col de Bales hinauf. An der anderen Seite hinab und das Ganze zurück. Auf den 84 km hat sie 2580 hm überwunden.

Auffahrt zum Col de Bales

am Col de Bales
Es ist heute heftiger Sturm und wir stellen das Wohnmobil an einer ruhigeren Stelle. Leider gibt es dort keinen Satellitenempfang und so müssen wir auf die Aufzeichnung am Abend verzichten.
102. Reisetag
23.07.2007 Peyresourde
Den ganzen Tag trödeln wir herum und gehen um 14 Uhr zur TdF-Strecke. Es wimmelt nur so von Menschen. Das ganze drum herum ist sehr interessant. Die Tourkarawane scheint unendlich, und die Menschen benehmen sich als wenn dort Goldbarren geworfen werden. Als die Rennfahrer kommen, haben wir einen sehr guten Platz.

Vinokurow greift an

de Bus kütt
Vino greift gerade, hier im Anstieg zum Col de Peyresourde an und gewinnt die Etappe in Loudenvielle. Wir haben viele schöne Bilder von den Rennfahrern gemacht.
Rassmunsen noch in gelb
Morgen wollen wir zu dem Standplatz bei Tardets-Sorholus an der Brücke. Von dort mit dem Rad hinauf zum Col Pierre Saint Martin. Dort ist der 22. Tag der TdF. Bis dorthin sind es aber fast 200 Kilometer Autofahrt.
106. Reisetag
27.07.2007 Brücke-Campingplatz Tardets-Sorholus
Astrid geht es noch schlechter und unser Strom ist alle. Wir fahren zum Campingplatz in Tardets-Sorholus und treffen es dort sehr ruhig an. Die Touretappe erleben wir im TV und ich schreibe den ganzen Tag Berichte.

ruhiger kleiner Campingplatz in Abense de Haut
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| Standplatz | CP | GPS-Daten | N43 06 42.7 W0 51 49.0 | Versorgung | ja | Entsorgung | ja | Strom | ja | Abfalleimer | ja |
107. Reisetag
28.07.2007 Campingplatz bei Tardets-Sorholus in Abense de Haut
Auch heute ist Astrid noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte und wir machen ein auf Ruhe. Es kommt mir ganz gelegen denn ich habe noch viel Schreibarbeit. Erst am Abend machen wir, nachdem wir am Nachmittag das Zeitfahren gesehen haben, eine Spaziergang durch den Ort. Astrid ist aber noch schwach und froh als wir zurück sind.
tolles Geländer in Abense de Haut
108. Reisetag
29.07.2007 Campingplatz Abense de Haut
Auch heute sind wir noch auf dem Campingplatz geblieben. Astrid ist noch Krank und Radfahren ist nicht. Den ganzen Tag schreibe ich an meine Berichte und am Nachmittag schauen wir uns die letzte Etappe der TdF an. Mehr oder weniger interessiert. Am Abend ist noch ein Spaziergang drin. Wir werden, wie schon so oft in Frankreich, von einem fremden Hund begleitet.
bei Tardets Sorholus
Erst nach langer Zeit können wir ihn loswerden. Der Spaziergang strengt Astrid doch noch an. Morgen will sie versuchen ein wenig zu Joggen. Ich glaube es ist aber noch für Anstrengungen zu früh. Wir werden morgen, so gegen die Mittagszeit, den Campingplatz verlassen und zur Georges de Kakovetta-Schlucht fahren. Dort werden wir das Ding besichtigen
109. Reisetag
30.07.2007 Campingplatz Tardets-Sorholus>Montory
Astrid ist noch nicht gut zurecht und am Mittag fahren wir zur Schlucht und Grotte Kakovetta. Die Parkplätze sind voll und ich ahne nichts Gutes. Und richtig, es wimmelt nur so vor Menschen. Astrid ist wegen des Geschiebes total sauer und meckert ständig. Die Schlucht ist aber einmalig. Teilweise nur wenige Meter breit.


Schlucht Kakovetta
Sie ist mit Stegen aber gut ausgebaut und die Felsformationen sind einfach toll. Nur das Ende, es wird nach 2 km erreicht, die Grotte, ist ein Gimmick. Nur wenige Meter tief und schlecht zugänglich und ein Geschiebe hoch 3. Ich habe schnell genug und ziehe mich zurück. Der Rückweg ist erträglicher und Astrid macht noch einige Abstecher, z.B. hinterm Wasserfall und in eine Seitenschlucht.
Nach der Besichtigung fahren wir weiter nach Montory, einem kleinen Ort in dem Astrid vor einiger Zeit einen schönen Stellplatz entdeckt hat. Er ist auch o.k. und wir haben nach einer Dorferkundung, eine ruhige Nacht.
110. Reisetag
31.07.2007 Montory
Der Standplatz liegt am Ende des Dorfes und wir haben das Gefühl, dass alle Einwohner einmal bis zu unserem Wohnmobil gelaufen sein müssen. Denn es herrscht reger Betrieb. Heute will Astrid eine Radtour versuchen, aber leichte Touren gibt es hier nicht. Unser Plan ist es, über den Col de Pierre de Saint Martin nach Spanien zu fahren und über den Col Larrau wieder zurück. Hoffentlich ist sie ihr nicht zu schwer und zu lang. Wir starten sehr spät und fahren in Richtung Arrette. Schon auf dieser Straße gibt es einen kleinen Anstieg. Kurz vor Lanne en Baretous zweigt eine kleine Straße, die wir für unseren Anstieg zum Col de la Pierre Saint Martin ausgesucht haben, ab. Es gibt zu dieser Passhöhe gleich 5 Auffahrten.
Auffahrten zum Col de la Pierre Saint Martin auf einer größeren Karte anzeigen
Die beiden Hauptanstiege, einmal von der spanischen Seite in Isaba und einmal das französische Gegenstück, es beginnt in Arrette. Zudem führen noch 3 sehr kleine Straßen dort hoch. 2 hatten wir ja schon hinter uns. Es ist der Anstieg von Arrette über den Col de Lie und dem Labays und der Andere, war ja unsere Anfahrt zur TdF Etappe vor 5 Tagen.

am Col d\'Hourcere
Oben am Skizentrum Arrette Saint Martin ist Astrid macht sich ihre Krankheit bemerkbar und sie ist noch zu schwach so, dass wir beschließen nicht mehr über den Col de Larrau zu fahren. Stattdessen wählen wir für die Weiterfahrt die Strecke über den Col de Labays und von dort die kleine D 441 und D 341 über Lourdios d\'Ichere.

in der Abfahrt vom Col de Labays
Unten im Tal, wir haben über 35° Celsius hat der Asphalt sich so sehr aufgeheizt, dass er Blasen wirft. Immer wenn wir darüber fahren knallt es. Auf der Hauptstraße gibt es noch einen kleineren Anstieg und vor Montory auch. Sie sind aber halb so schlimm und nach 77 km und 1800 hm haben wir das Wohnmobil wieder erreicht. Für morgen haben wir uns eine Tour über Marie-Blanque ausgesucht.
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| Standplatz | Montory | GPS-Daten | N43 05 38.7 W0 48 45.5 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standplatz am Rand einer Ferienanlage
101. Reisetag
01.08.2007 Montory
Der Standplatz in Montory ist gut und Menschen sehen wir hier auch keine mehr. Alle haben wohl ihre Neugierde befriedigt und uns beguckt. Wir stehen an einem Chalet-Gelände und dort sind einige Urlauber.

unser Standplatz in Montory
Heute sind wir etwas früher dran, denn unsere Runde hat über 100 km und 3 Col’s. Aber auch der Rest der Strecke ist hügelig und nicht einfach. Unser Hauptziel ist der von der TdF bekannte Col de Marie-Blanque. Die Auffahrt von Escos ist einfach hammerhart.

am Col de Lie
112. Reisetag
02.08.2007 Montory
Wir brauchen Erholung und machen auf ruhig. Am Nachmittag unternehmen wir aber noch einen ausgiebigen Spaziergang über die nördlich von Montory liegenden Hügel.

bei Montory
113. Reisetag
03.08.2007 Montory
Schon wieder hat keiner Lust auf eine Radtour. So Klüngeln wir fast den ganzen Tag herum. Erst um 14 Uhr entschließen wir uns dazu, doch eine Runde (flache) zu drehen. Sie führt uns in nördlicher Richtung über Barcus bis fast nach Orloron. Wir merken, die Lust kommt beim fahren. Immer wieder gibt es kleine giftige Anstiege. Sie sind aber immer nur wenige Meter (50-100) lang. Wir begegnen auf den gesamten 55 km, nur 5-6 Autos. Allerdings macht mir wieder ein Hund zu schaffen. Als wir fast wieder in Montory sind, lässt Astrid die Bemerkung fallen: “Ich habe das Gefühl, wir sind nur bergab gefahren“ Die Tour hatte fast 800 Höhenmeter. Mal sehen was der Samstag bringt, denn dann ist eine relativ schwere Tour über den Col de Col Bargagui geplant.

heiße Tage in den Pyrenäen
114. Reisetag
04.08.2007 Montory
Heute, wir ahnen es noch nicht, fahren wir die schwerste Radtour unserer Reise. Nicht nur die 2600 Höhenmeter auf 95 km sind es, mehr die unerträglichen Temperaturen am heutigen Tag.
Tourplanung für heute: Col de Col Bargagui, Col de Aphanize, Col de Burdin.

in der Auffahrt zum Col de Bargagui
Pyrenäen total, unsere Standplätze auf einer größeren Karte anzeigen
Nach unseren ersten Erlebnissen in den Pyrenäen und 2er Spanienaufenthalte, geht es nun für uns vom Westen her längs durch die Pyrenäen. An Auffahrten nehmen wir mit was wir können, bzw. wir irgendwie darauf stoßen. Natürlich verpassen wir trotzdem die eine oder andere Auffahrt, viele werden es aber nicht sein.
103. Reisetag
24.07.2007 Tardets-Sorholus
190 km sind es dann geworden. Wir haben diesmal nicht die Passstraße über den Col d\'Aspin genommen, sondern sind auf flacheren Straßen gefahren. Dafür mussten allerdings Umwege in Kauf genommen werden. Bei der Fahrt sehen wir viele Hinweisschilder auf bekannte Pässe. Col de Soulor, Tourmalet, Marie-Blanque sehen wir. Das sorgt noch ein wenig für Vorfreude. Aber auch Hautacam, Luz Ardiden und Pla D`Adet stehen noch auf unserer Wunschliste.

Wir kommen sehr spät zu unseren Wunschparkplatz, an der kleinen Brücke, am Abzweig nach Kakovetta, an. Es stehen nur ein paar Wohnmobile hier und es ist gut, dass wir hier nicht ganz alleine stehen.

Parkplatz an der D 26 / D 113
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| Standplatz | Laugibar Le Saison D 26 / D 113 |
GPS-Daten | N43 02 58.5 W0 53 06.5 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standort: Parkplatz an der La Saison, direkt an der Straßenteilung D 26 / D 113
104. Reisetag
25.07.2007 Brücke D 23 / D 113
Die Tour de France führt zwar genau an unserem Standplatz vorbei, doch wir wollen die Tour an der Bergwertung oben auf dem Col de la Pierre Saint Martin erleben. Dazu stehen wir etwas früher auf und machen uns um 9:30 Uhr auf dem Weg.

Pic de la Madeleine bei Tardets
Die Tour de France führt heute über den Col de Larrau, S. Pierre de Martin, Marie- Blanque und dem Aubisque.
Aber auch wir haben 3 Col’s zu bewältigen, aber sie liegen hintereinander und sind jeweils nur 100 Meter höher. Zuerst werden wir beim Start von einem übereifrigen Polizisten aufgehalten. Er deutet uns an, die paar hundert Meter bis zur Nebenstraße zu Fuß zurück zu legen. Na ja, es ist halt seine Aufgabe. Kaum haben wir den Abzweig erreicht sehen wir ein Schild mit den Daten des Anstieges. Ich schau es mir gar nicht erst an, denn ich weiß, dass wir von 350 Meter über NN auf über 1700 Meter kommen müssen. Bei 20 Kilometern eigentlich nicht so schlimm. Doch es wird heftiger als erwartet.

am Col de la Pierre Saint Martin, warten auf die Tour
Kleine Episode am Rande. In der Auffahrt ist Astrid zurück gefallen und nicht mehr zu sehen. Am Abzweig zur Skistation werde ich von einem Polizisten aufgehalten und zum absteigen gezwungen. Leider können wir uns nicht verständigen und ich deute seine Ausführungen so, als wenn ich nicht mehr auf die abgesperrte Strecke fahren dürfte. Nach einiger Zeit, Astrid ist noch nicht da, deutet er mir an, dass ich weiterfahren kann. Ich mache ihm nun verständlich, dass ich noch auf „Madame“ warte. Als Astrid erscheint, sieht sie mich nicht und fährt ohne anzuhalten weiter.
Der Polizist bemerkt, dass sie meine „Madame“ ist und bietet mir Amtshilfe an, in Form seiner Trillerpfeife. Doch auch sein Gepfeife prallt von Astrid ab. Aus Angst sie könne nicht weiter fahren gibt sie Gas, ohne auf das Gepfeife zu achten. Wir lachen uns an und ich schwinge mich nun aufs Rad um ihr nachzueilen. Es ist leichter gesagt wie getan, denn der Anstieg bis zur Passhöhe ist enorm und sie ist ein ganzes Stück voraus. Wir sind sehr früh hier oben und die Warterei nervt ein wenig. Ich bin froh als endlich die Tourkarawane eintrifft.

Amüsiert beobachte ich, wie Erwachsene Menschen versuchen den Kindern die Pfennigsartikel abzujagen. Nach langer Wartezeit treffen dann auch die Radler ein. Das Astana-Team und die Cofidis-Mannschafft hat ja nach den Dopingfällen die Tour verlassen. Eigentlich ist das Ganze ein wenig uninteressant geworden. Nach der Durchfahrt der Radsportler machen wir uns an die Abfahrt. Es ist nicht einfach, an die vielen Menschen auf den Straßen vorbei zu kommen. Wir sind froh als wir den Col de Soudet und damit die kleine Nebenstraße erreichen. Sie ist genau das Richtige für uns. So gut wie autofrei rauschen wir die Passstraße hinunter. Unten angekommen sehen wir das Ende der Etappe im Fernsehen.
105. Reisetag
26.07.2007 Brücke D 26 / D 113
Astrid fühlt sich nicht wohl und wir machen einen Ruhetag. Erst am Abend gehen wir eine Runde Spazieren.
| Standplatz | GPS-Daten | Versorgung | Entsorgung | Strom | Abfalleimer |
115. Reisetag
05.08.2007 Montory- Montaut (Lestelle-Betharam)
Heute ist Auto fahren angesagt. Wir wollen uns so langsam an die Highlights der Pyrenäenpässe heran tasten. So haben wir uns etwas westlich von Lourdes das kleine Örtchen Lestelle-Betharam ausgeschaut.

Lestelle Betharam im Vorblick
Dort finden wir aber keinen ruhigen Standplatz und müssen in den Nachbarort Montaut ausweichen. An einer Sporthalle finden wir ein ruhiges Plätzchen. Allerdings verläuft nicht weit entfernt die Bahnlinie"Lourdes-Pau" Der Standplatz ist nicht idyllisch, reicht aber für unsere Radtour über den Col de Soulor und Aubisque.
Heute reicht es nur noch für einen Spaziergang durch den Ort.
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| Standplatz | Montaut | GPS-Daten | N43 07 33.6 W0 11 55.4 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standplatz direkt neben der Sporthalle
116. Reisetag
06.08.07 Montaut
Wir besichtigen das Kloster Lestelle-Betharam und den eindrucksvollen Kreuzweg und die Kirche. (Man was waren die früher alle fromm). Wir entdecken aber auch eine schöne Serpentinenstraße. Sie wird uns in den nächsten Tagen als Anfahrt zum Col de Soulor dienen.

117. Reisetag
07.08.07 Montaut
Wir haben zu nichts Lust, sind es noch die schweren Touren der letzten Tage, die uns in den Knochen stecken? Auf jeden Fall können wir uns erst zum Abend hin zu einer kleinen Runde entschließen.

in Lestelle Betharam
Sie soll eigentlich sehr flach sein, aber es ist steiler wie gedacht. In S. Vincent fängt es an zu regnen und wir brechen die Runde ab. So kommen wir nur auf 24 km und 280 hm.
118. Reisetag
08.08.07 Montout > Lestelle-Betharam
Wir klüngeln bis zum Mittag herum und entschließen uns den Soulor und Aubisque zu fahren. In dem TdF-Buch habe ich gelesen, dass der Nordanstieg des Soulor der schönste ist. Da wir in der Nähe von Lestelle-Betharam parken ist das genau das Richtige für uns.

Cirque de Litor am Col d\'Aubisque
Nach 98 km und 1950 hm kommen wir wieder nach Lestelle-Betharam, dazu die Gewissheit eine wunderschöne, erlebnis- und eindrückereiche Tour hinter uns zu haben.

in der Auffahrt zum Col d\'Aubisque
119. Reisetag
09.08.07 Wir fahren nach Pierrefitte-Nestalas
Pierrefitte scheint uns der ideale Ausgangspunkt für nächsten Touren. Die Pyrenäenhighlights, Hautacam, Luz Ardiden, Point de Espagne, Tourmalet, Soulor und Aubisque, sind von hier aus mit dem Rad zu erreichen.
Wir brechen schon früh, mit dem Wohnmobil auf, um nicht in die Hauptverkehrszeit zu kommen. Der Standplatz an der Turnhalle in Montaut war eigentlich sehr gut. Trotzdem zieht es uns weiter ins Epizentrum der Pyrenäenpässe. Wir fahren mit dem Wohnmobil über dem Col de Soulor und staunen wie steil er doch gelegentlich ist. Astrid macht eifrig Fotos. Oben auf der Passhöhe ist wieder heftiger Trubel. Wir fahren sofort durch in Richtung Argelès-Gazost und bestaunen die vielen RadlerInnen, die sich den Aubisque hoch quälen.

am Col de Soulor
Die Straße zum Aubisque ist stark befahren und so macht das Radfahren bestimmt keinen Spaß. Wir sind, nur von dem betrachten, schon ein wenig geschockt. In Argelès-Gazost landen wir mitten in der Altstadt. Die Gassen sind sehr eng und es macht einige Mühe, dort durchzukommen. Wir fahren bis nach Pierrefitte-Nestalas und fahren dort die Versorgungsstelle an.

WOMO-Standplatz in Pierrefitte Nestalas
Die Standplätze sind alle belegt, zuvor gibt es aber noch einen Parkplatz. Er ist für die Übernachtung auch ganz gut geeignet. Zum Tagesausklang machen wir noch einen sehr langen Spaziergang. Erführt uns dem, hoch über dem Ort gelegenen, Wasserspeicher. Dabei erleben wir tief unter uns die Durchfahrt eines Radrennens.

Radrennen
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| Standplatz | Pierrefitte Nestals | GPS-Daten | N42 57 34.3 W0 04 38.4 | Versorgung | ja | Entsorgung | ja | Strom | ja | Abfalleimer | ja |
Standplatz in Pierrefitte Nestalas ist sehr klein und in der Ferienzeit schnell überfüllt. Als Alternative bietet sich der große Parkplatz vor dem Standplatz an. Wir haben aber eine gute Stelle, es war gerade Wochenende, im Industriebiet gefunden.
120. Tag
10.08.07 Pierrefitte
Eigentlich wollten wir schon um 7 Uhr aufstehen um eine Radtour ohne viel Autoverkehr zu machen. Mir ist aber schwindelig und ich fühle mich nicht wohl. So geht Astrid, nach langer Zeit zum ersten Mal wieder laufen. Sie macht dabei einige Entdeckungen. U.A. findet sie eine stillgelegte Eisenbahnstrecke die von Lourdes nach Cauterets verläuft. Diese ist als Radstrecke ausgebaut und ca. 30 km lang.
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| Standplatz | Pierrefitte Nestalas | GPS-Daten | N42 57 32.8 W0 04 32.0 | Versorgung | im Ort | Entsorgung | im Ort | Strom | nein | Abfalleimer | im Ort |

öffentlicher Parkplatz in Pierrefitte
121. Tag
11.08.07 Pierrefitte
Die, zum einem hervorragend ausgebautem Radweg, alte Eisenbahnstrecke, nutzen wir für unsere erste Radtour hier. So haben wir nun die Möglichkeit von Pierrefitte ohne Autoverkehr nach Argelès-Gazost zu kommen. Schnell wurde am Abend noch einmal der Plan studiert und wir haben einige kleine Nebenstraßen rund um den Aubisque gefunden. So starten wir um 10:30 Uhr in Richtung Argelès-Gazost. Wir schon die alten Dampfloks, so können auch wir an dem ehemaligen Bahnhof, noch einmal Wasser fassen (Trinkflaschen füllen)

Pierrefitte Rathaus Wassertanke
Die alte Bahnstrecke ist super zu fahren und wir haben die Möglichkeit dabei ein wenig warm zu werden, bevor es in die Berge geht. Die Radtour führt über den Col de Spandelles, Col de Soulor und Col de Borderes

am Col de Spandelles

in der Auffahrt zum Col de Soulor

am Col de Borderes
Ein Waldbrand erweckt zum Abend hin noch unsere Aufmerksamkeit. Die Feuerwehr ist ständig unterwegs um neues Wasser zu holen. Nachdem wir zur Entsorgungsstelle waren ist unser Standplatz neu belegt. Zum Glück hatten wir am Vorabend, bei unserem Stadbummel, einen andren Platz entdeckt.
| Standplatz | Pierrefitte Nestalas | GPS-Daten | N42 57 52.9 W0 04 11.6 | Versorgung | im Ort | Entsorgung | im Ort | Strom | nein | Abfalleimer | im Ort |
Standplatz in einem Industriegebiet
122. Tag
12.08.2007 Pierrefitte
Wir sind zu einem Standplatz im Industriegebiet gefahren. Da es Freitag ist rechnen wir mit einem ruhigen Wochenende. Wir haben wieder lange geschlafen und brechen erst um 11:15 Uhr zu unserer Radtour auf. Sie soll uns zum Pont d’Espagne führen. Astrid möchte die alte Eisenbahntrasse fahren, doch die ist nur in Richtung Lourdes asphaltiert, so überzeuge ich sie, doch die Straße zu nehmen.

Cascade du Serisey in der Auffahrt zur Pont d\'Espagne
Die Gave de Cauterets stürzt sich in mehreren Wasserfällen talabwärts und begleitet uns das Tal hoch. Es rauscht nicht nur das Wasser sondern auch die Autos. So volle Straßen sind wir in Frankreich eigentlich nicht gewohnt. Alle fahren dazu in unsere Richtung. Mir schwant nichts Gutes.
In Cauterets angekommen haben wir die ersten 500 hm hinter uns. Der Höhepunkt dieser Auffahrt ist bestimmt der Calypso. Eine Kreisförmige steile Straßenführung bei km 6,5. Der Ort wimmelt nur so von Touristen. Wir halten gar nicht an und fahren weiter zum Pont d’Espagne. Schon nach kurzer Zeit türmt sich vor uns eine Abfolge von mehreren Kehren vor uns auf. Der Ort liegt schnell tief unter uns. Immer wieder stürzen sich imposante Wasserfälle in die Tiefe.

Pont d\'Espagne
Eigentlich ist dies eine schöne Bergstraße, nur der motorisierte Verkehr macht uns auch hier zu schaffen. Nach 7 steilen Serpentinen führt die Straße noch 4 km weiter bis zum Parkplatz des Pont d’Espagne. Nach einer ausgibigen Besichtigung geht es weiter nach Cambascque

Station de Lys (Cambascque)
Dort oben war 1995 eine Bergankunft einer TdF-Etappe, gewonnen hatte sie Richard Virenque. Auf 5 km sind 400 hm zu überwinden, dabei gibt es sogar noch ein fast 1 km langes Flachstück. Hier ist der Anstieg wieder ein Genuss, denn wir sehen hier kaum andere Verkehrsteilnehmer. Nach 53 km und 1450 hm sind wir wieder am Wohnmobil.
123. Tag
13.08.2007 Pierrefitte
Die Berge sind mit Wolken verhangen und so lassen wir die geplante Tour nach Hautacam sausen. Wir nehmen die Mountainbikes und fahren, den zu einem tollen Radweg ausgebauten, Bahnlinie nach Argelès-Gazost. Die Strecke verläuft schnurgerade und hin und wieder gibt es Schilder und Erklärungen, zu den Sehenswürdigkeiten im Tal.

Chateau Beaucaus
Auf der Rückfahrt nehmen wir im ersten Teil die D 913. Schon bald biegen wir von der Straße links ab und es geht relativ steil bergan. Das dauert aber nicht lange und die Straße verläuft parallel zu der Talstraße. Wir haben dabei schöne Ausblicke auf den See und in die grandiose Bergwelt. Unser Ziel ist die Burg Beaucaus. Sie liegt sehr schön am Berghang und eine Besichtigung erscheint uns lohnenswert. Sie stellt sich aber als halbverfallenes Gemäuer heraus, ist abgeschlossen und zu den Öffnungszeiten beträgt der Eintritt 10 Euro. Wir verzichten, haben aber bei der Weiterfahrt unmittelbar an der Burg, einen sehr schönen Wohnmobilstandplatz (N42 58.260 W0 03.553) entdeckt. Für unsere Reise leider zu spät, aber wenn wir mal wieder in dieser Gegend sind ...
Eine schöne Serpentinenstraße führt uns ins Tal zurück. Nach dem Essen hat Astrid Lust auf noch eine Tour, ich möchte lieber schreiben und so fährt sie alleine nach Lourdes. Sie ist aber nach ihrer Rückkehr von dem Ort enttäuscht. Ist halt Rummel hoch ³.
124. Tag
14.08.2007 Pierrefitte
Wir schlafen wieder lange und ich schlecht. Wir freuen uns über den blauen Himmel und machen uns nach dem Frühstück auf zum Col de Tramasel (Hautacam). Zum Einrollen geht’s über die alte Bahnlinie.
umgebaute Eisenbahnstrecke Cautarets- Lourdes
Sie wird von den Radlern gut angenommen und unzählige von Ihnen kommen uns entgegen. Der Anstieg nach Hautacam gehört mit zu den Schwersten in den Pyrenäen. Oben empfängt uns eine grandiose Berglandschaft.

Auffahrt nach Hautacam (Col de Tramasel)
Auch WOMO\'s stehen auf dem Bergkamm. Wir verweilen fast 2 Stunden und genießen die Ausblicke bis hin zum Pic du Midi Bigorre. Radtour 50 km und 1300 hm

hoch über dem Col de Tramasel
125. Tag
15.08.2007 Pierrefitte
Es ist wieder einmal unerträglich heiß. Die Strapaze vom Vortag (Hautacam) macht sich auch noch bemerkbar und so vertrödeln wir den ganzen Tag. Als Astrid gegen 17 Uhr den Vorschlag macht, nach Luz Ardiden (Luz Ardiden war 7 x Etappenziel der TdF, es ist der Anstieg, bei dem Lance Amstrong 2003 in die Tasche eines Zuschauers einfädelte und stürzte) zu fahren, bin ich sofort einverstanden.

in der Auffahrt nach Luz Ardiden
Schnell sind die Räder startklar gemacht und wir stehen in Radklamotten bereit zur Abfahrt. Da der Tag schon sehr weit fortgeschritten ist, haben wir bis zum Einbruch der Dunkelheit, nicht mehr viel Zeit. Wir fahren über Soulom nach Luz S. Sauveur. Die D 921 führt aber weiter bis nach Gavarnie. Da dieser Ort ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist, kommt uns nun am späten Nachmittag, voll die Rückreisewelle entgegen. In unserer Fahrtrichtung ist es relativ ruhig.

die kehrenreiche Strecke zum Skiort Luz Ardiden
Mit Luz Ardiden haben wir die, für uns, schönste Pyrenäenauf- und abfahrt erlebt. Die Ausblicke sind zwar oben nicht so grandios wie auf Hautacam, dafür ist der Anstieg ein Gedicht. Ihn werden wir in Verbindung mit dem Tourmalet bestimmt noch einmal fahren.
Radtour: 53 km, 1300 hm
126. Tag
16.08.2007 Wir fahren weiter zur Payolle.
Payolle ist ein Feriendorf und befindet sich auf einer Hochebene zwischen den Col de Tourmalet und den Col d’Aspin. In diesem Gebiet dürfen Wohnmobile stehen wo sie wollen. Und so erleben wir es auch bei unserer Ankunft. Überall stehen vereinzelt WOMO. Wir finden einen schönen Platz oberhalb des kleinen Stausees.
Von diesem Standplatz aus wollen wir den Anstieg zum Col de Tourmalet in Angriff nehmen. Für Heute reicht es aber nur noch zu einem ausgiebigen Spaziergang.
126. Reisetag
16.08.2007 Pierrefitte Nestalas > Payolle
Wir fahren weiter nach Payolle.
Payolle ist ein Feriendorf und befindet sich auf einer Hochebene zwischen den Col de Tourmalet und den Col d’Aspin. In diesem Gebiet dürfen Wohnmobile stehen wo sie wollen. Und so erleben wir es auch bei unserer Ankunft. WOMO\'s sind in der Landschaft verteilt. Wir finden einen schönen Platz oberhalb des kleinen Stausees.

unser Standplatz in Payolle
Von diesem Standplatz aus wollen wir den Anstieg zum Col de Tourmalet in Angriff nehmen. Für Heute reicht es aber nur noch zu einem ausgiebigen Spaziergang.
pyr total auf einer größeren Karte anzeigen
| Standplatz | Payolle | GPS-Daten | N42 56 14.5 E0 18 14.8 | Versorgung | ja | Entsorgung | ja | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Versorgung bei den Ferienhäusern
127. Reisetag
17.August 2007 Payolle
Die Nacht an der Payolle war super ruhig. Als wir morgens aus dem Fenster schauen sehen wir überall freilaufende Rinder und Pferde. Aber auch den mit Wolken vergangenen Himmel. So werden wir nicht zum Tourmalet fahren, denn wir wollen auch, außer den Wolken, etwas sehen. Wir beschließen die Gegend zu Fuß zu erkunden und wandern so zum Col de Aspin.

Lac de Payolle
128. Reisetag
18. August.2007 Payolle
Da auch heute nicht das beste Wetter ist, verzichten wir wieder auf den Tourmalet. Es gibt genug Alternativen zu fahren. Nach kurzer Planung ist eine Strecke über den Col d’Aspin, Pla d’Adet und Hourquette d’Ancian fertig.

am Col d\'Aspin

Pla d\'Adet voraus

Hourquette d\'Ancizan
Tourlänge Hermann: 83 km; 2500 hm; Astrid 98 km; 2950 hm
129. Reisetag
19. August.2007 Payolle
Es regnet die ganze Nacht und auch am Morgen sehr heftig. Radeln fällt so aus und so verbringen wir den Tag mit einem Einkaufstag in Bagnères de Bigorre.

Wanderung bei Payolle
130. Reisetag
20. August 2007 Payolle
Von schönem Wetter kann man immer noch nicht reden und so planen wir eine kurze Runde über kleine Nebenstraßen. Col de Bayrade sollte unser erstes Ziel sein, doch schon kurz nach dem Abzweig dorthin stellt sich die Straße als Feld (Wald) weg heraus. Wir ändern unsere Planung und fahren einen km in Richtung Bagnères de Bigorre und biegen dann auf eine kleine Nebenstraße links ab. Sie führt nach Sarrat de Bou. Der Aufstieg führt durch dichten Wald und wir sind ganz allein auf der Straße. Der Anstieg ist nicht sehr lang und auf einer kleinen Seitenstraße fahren wir bis nach Gripp. Hier beginnt der Anstieg zum Col de Tourmalet. Er steht heute aber noch nicht auf unserem Programm und so fahren wir das Tal hinab nach Sainte-Marie de Campan. Von hier fahren wir auf einer kleinen Nebenstraße, über den uns zuvor unbekannten, Col de Courade.
Die Abfahrt nach Campan ist mit größter Vorsicht zu nehmen, denn es lauern immer wieder heftige Querangelegte Regenrinnen auf uns. Im Ort erwartet uns eine Überraschung. An vielen Häusern, Vorgärten und sogar im Kirchhof, haben die Einwohner lebensgroße Puppen aufgestellt.

in Campan
Der Überlieferung her handelt es sich dabei um einen alten Brauch. Immer wenn bei einer Trauung im Ort, ein dem Traupaar nahe stehender keine Einladung erhielt, wurde anstelle eigener Aufwartung, eine Stoffpuppe aufgestellt. Sie symbolisierte praktisch die Anwesenheit, der übergangenen Person.
Für die Rückfahrt nach Payolle bleibt uns nur die stark befahrene D 935. Auch nach der Straßenteilung in Sainte-Marie de Campan reißt der Verkehrsstrom nicht ab und immer wieder kommen uns die vorbei fahrenden Autos viel zu nahe. Die Straße steigt nun bis Payolle mit 5% an und die letzten 400 Höhenmeter sind zu überwinden.
Begrüßung in Payolle
Nach 57 Km mit 1500 Höhenmeter, sind wir uns sicher, keine spektakuläre, jedoch eine sehr schöne Pyrenäentour gefahren zu haben.
131. Reisetag
21. August 2007 Payolle
Wandertag in einer berauschenden schönen Gegend

bei Payolle
132. Reisetag
22. August 2007 Payolle
Der Himmel ist blau und Astrid möchte unbedingt den Tourmalet fahren. Die Wettervorhersage ist aber nicht so rosig und ich bringe sie davon ab. So geht sie erst einmal 2 Stunden laufen und ich mache Schreibarbeiten. Auf den Bergspitzen liegt Schnee und es sieht rundherum Bilderbuchmäßig aus. Um 12 Uhr beschließen wir doch noch eine Radtour zu machen und was für eine. Die Strecke führt uns über den Nordanstieg Hourquette d’Ancian, Col d’Azet und die Ostauffahrt des Col d’Aspin.

in der Auffahrt zum Hourquette dAncizan

am Col d\'Azet

in Arreau
Tourdaten 75 km um 2500 hm
133. Reisetag
23.August 2007 Payolle
Es hat die ganze Nacht und auch den Morgen über geregnet. Alle Wohnmobile sind verschwunden und wir stehen nun auf dem Standplatz in traumhafter Alleinlage. An eine Auffahrt zum Col de Tourmalet ist aber nicht zu denken. So machen wir eine lange Wanderung durch teils dichten Wolkenfelder.

Payolle
134. Reisetag
24. August 2007 Payolle
Das Wetter ist immer noch nicht so toll und die Auffahrt zum Tourmalet noch in weiter Ferne. Zufällig ist mir Gestern eine Postkarte in die Hand gekommen, wo auf der Vorderseite eine wunderschöne Passstraße abgebildet ist. Sie führt hinauf zum höchsten Stausee in den Pyrenäen, dem Cap Lac de Long.

Auffahrt zum Lac Cap de Long

Blick auf dem Lac d\'Oredon

am Lac d\'Aubert
Irgendwie haben wir bei unseren Planungen für den Pyrenäenaufenthalt, dieses lohnende Ziel ganz übersehen. Ein Stausee auf über 2100 Meter über Meereshöhe. Damit das Ganze nicht zu sehr in Strapaze ausartet, beschließen wir, an der Straße zum Bielsa-Tunnel uns einen geeigneten Startplatz zu suchen. So erleben wir den Col d’Aspin zum 2. Mal aus dem Wohnmobil heraus. Ich muss sagen, auch das ist ein Erlebnis.
135. Reisetag
25. August 2007 Payolle
Tourmalet ist nicht. Die Berge sind Wolken verhangen und diesen Anstieg wollen wir doch bei schönem Wetter erleben. Von einer Wohnmobilnachbarin bekommen wir allerdings die Info, dass für morgen (Sonntag) 32° Celsius angesagt seien. Das tröstet uns ein wenig, hatten wir doch eigentlich vor, sonntags wegen der zu erwartenden vielen Touristen, diese Auffahrt zu meiden. Doch wir warten nun schon zu lange auf diese Möglichkeit und freuen uns auf Morgen.
136. Reisetag
26. August 2007 Payolle
Die Königsetappe.
Col de Tourmalet Ostauffahrt (17 km 1240 hm) Luz Ardiden (15 km, 1100 hm) Col de Tourmalet Westauffahrt (19 km, 1430 hm)
Heute hat es endlich geklappt. Nachdem wir schon 9 Tage in Payolle sind und auf eine Möglichkeit warten bei guter Sicht eine Tourmaletfahrt zu machen, scheint es auch am Anfang wieder Probleme zu geben. Es regnet leicht bei unserem Start. Doch schon nach ein paar km kommt die Sonne heraus und wir erleben die anspruchsvollste Radtour in den Pyrenäen wie im Rausch. Neben die beiden Tourmaletauffahrten, ist besonders die kleine Nebenstraße über Vicos nach Luz Ardiden erwähnenswert.

in der Ostauffahrt zum Col de Tourmalet

Blick vom Col de Tourmalet nach Westen

Luz Ardien im Vorblick

in der Westauffahrt zum Col de Tourmalet
Nach 126 km und 4100 hm haben wir die Königsetappe unseres Pyrenäenaufenthaltes geschafft.
137. Reisetag
27.08.2007 Payolle > Lac Oo
Um nicht nur Rad gefahren zu sein, steuern wir heute, wir hatten den Hinweis im Reiseführer gefunden, LacOo mit dem Reisemobil an. Kurz nach dem Frühstück geht es über den Col d’Aspin und Col de Peyresourde.. Wir finden einen schönen Standplatz direkt an einem See.
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| Standplatz | Lac Oò | GPS-Daten | N42 45 53.8 E0 30 04.6 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |

Parkplatz am Lac Oò
Die Wanderung, wir brechen schon kurz darauf auf, Astrid meint zwar Oma und Opaweg, ist sehr beschwerlich. Es geht steil, auf einem geröllreichen Weg, hoch und bis zum See sind einige hundert Höhenmeter zu überwinden. Es ziehen Heerscharen von Wanderern bergan.

am Lac Oò
Das ist nicht so mein Ding, aber die Bilder im Reiseführer versprechen uns zu entschädigen. Irgendwann ist er erreicht. Der fast kreisrunde See mitten im Gebirge. Wir rasten eine ganze Zeitlang und genießen die wunderschöne Bergwelt. Da Astrid von noch einem See, dem Lac d’Espire, gelesen hatte, hält sie nichts ab auch dorthin zu wandern. Da ich über die Beschwerlichkeit der Strecke gelesen hatte, mach ich mich auf dem Rückzug und lass sie alleine ziehen. Nach meiner Rückkehr zum WOMO, nehme ich die Gelegenheit wahr, den Bericht von der Tourmaletfahrt zu schreiben. Als Astrid zurück kommt hat sie Unmengen von Fotos auf der SD-Karte gebannt.
Für den nächsten Tag planen wir die Westauffahrt zum Col de Menté
138. Reisetag
28.08.2007 Col de Menté
Wir fahren mit dem WOMO fast bis nach St. Beat und lassen uns kurz vor dem Ort von einem Richtungsschild zum Lac de Gery leiten. Dort finden wir einen Stellplatz und irgendwie sind wir tolle aufs Radfahren.
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| Standplatz | Lac de Gery | GPS-Daten | N42 55 22.1 E0 40 32.5 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
Parken nur für die Radtour
Ich habe eine 100 km Runde ausgearbeitet und bei Temperaturen von 35° beginnen wir die Tour. Sie führt uns auf einer kleinen Nebenstraße nach St. Beat. Erst kurz vor dem Ort kommen wir auf die Hauptstraße.

Saint Bèat
Der Ort ist sehr alt und an einem Fluss gebaut. Hoch über dem Ort sehen wir schon vom weiten ein Chateau. Die Auffahrt zum Col de Mentè wird, bww. ist gerade frisch geteert und zu den unerträglich hohen Temperaturen kommt die heiße Luft, die vom frischen Asphalt aufsteigt. Teilweise 40° Celsius zeigt unser HAC. Die Auffahrt, bei 8,5 % mittlerer Steigung wird zur Qual. Wir brechen das Ganze oben am Col de Mente ab, ohne nicht doch noch nach Le Mourtis hinauf zu fahren. Dort, so denken wir, können wir mit dem WOMO gut eine Nacht verbringen.
Die Abfahrt ist ein wenig frischer und die Ausblicke sind überwältigend.

in der Abfahrt vom Col de Mentè
Die Temperatur ist auch unten im Tal unerträglich und wir fahren mit dem Wohnmobil hoch nach Le Mourtis. Dort auf 1450 Meter über dem Meer muss es doch ein wenig kühler sein. Ist es auch, doch gegen Abend kommt ein heftiger Sturm auf der unser Auto in ständiger Bewegung hält. Schlafen ist so fast nicht möglich. Wir überlegen schon den Standort zu wechseln. Auch herrscht hier oben während der ganzen Nacht Unruhe durch vorbei fahrende Autos.
| Standplatz | Le Mourtis | GPS-Daten | N42 54 42.2 E0 45 55.2 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
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139. Reisetag
29.08.2007 Salau
Wir fahren weiter nach Saint Girons. Dazu müssen wir die Ostabfahrt des Col de Menté nehmen. Diese Seite hatten wir so steil gar nicht in Erinnerung und so wird es auch mit dem Wohnmobil zum einmaligen Erlebnis. In Saint Girons halten wir uns weiter Richtung Süden und kommen kurz nach Seix zu einem einsamen Nebental. Es geht dem Tal der Le Salat hoch. Auch nach Couflens führt die Straße noch weiter und endet erst im Dörfchen Salau. Große Lust zum Radeln haben wir nicht und so erkunden wir die Gegend zu Fuß.
Von der kleinen Nebenstraße zweigt eine Passstraße (Col de Pause) ab, die bis zur spanischen Grenze führt. Leider wird sie gerade frisch mit Split versehen und so scheidet sie zum Radfahren aus.
Kirchlein in Salau
| Standplatz | Salau | GPS-Daten | N42 45 21.3 E1 11 20.8 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Standplatz bei einer unwirklich aussehenden Ansiedlung von Mietskasernen. Aber total ruhig, weil alles leer.
140. Reisetag
30.08.2007 Salau
Die Nacht war herrlich ruhig und nach dem Frühstück steht eine Radtour über den Col de Latrape und Col d\'Agnes an. Die Temperaturen sind extrem gefallen und der Tag ist etwas regnerisch. So beschließen wir am Port de Lers umzukehren.

am Col d\'Agnes

am Lac de Lers
141. Reisetag
31.08.2007 Salau
Der Standplatz erweist sich als hervorragend und die Mietshäuser oder was immer das auch ist sind fast leer.
Heute strahlt die Sonne vom Himmel und es gibt hier noch einiges zu fahren. So führt unsere Radrunde heute über verschiedene Col\'s. Col de Saraille Westseite, Port de Lers, Ostseite, Port de Lers Südseite, Col de Agnes Ostseite.

am Port de Lers
Der Col de Saraille ist nicht all zu hoch und die Landschaft hat eher Mittelgebirgscharakter. Die anderen Auffahrten sind Pyrenäen pur.
Tourdaten: 127 km 2800 hm
142. Reisetag
01.09.2007 Salau > Aulus-Les-Bains
Wir machen eine herrliche Wanderung in die Bergwelt am Ende dieses schönen Tals. Nach einigen steilen Kehren verlassen wir das Sträßchen und ein Wanderweg führt uns an herrliche Wasserfälle vorbei.

bei Salau
Es geht immer bergan und erst in einem Talkessel, wir sind eingekreist von den Bergspitzen machen wir Rast und genießen die Ruhe und die Landschaft. Nach Rückkehr zum WOMO verlassen wir Salau und fahren nach Aulus-Les-Bains. Astrid hat von einem Marathonlauf gelesen, der dort Morgen stattfinden soll. Wir finden einen ruhigen Standplatz am Kurpark neben einem Kletterpark.
143. Reisetag
02.09.2007 Aulus-Les-Bains
Wir stehen mit dem Wohnmobil im kleinen Badeort Aulus les Bains. Der Standplatz 8Parkplatz) liegt genau am Kletterpark. Die Saison ist vorbei und es ist sehr ruhig. Heute startet im Ort ein Marathonlauf und Astrid will sich den nicht entgehen lassen. So mache ich mich mit dem Rad auf, um nocheinmal zum Skiort Guzet-Neige zu fahren. Es geht relativ steil über die kurze Auffahrt zum Col de Latrape.
Da Astrid bei meiner Rückkehr schläft, mache ich noch eine Tour zum Col d\'Agnes und genieße die Schönheit der Pyrenäen.

in der Auffahrt nach Guzet-Neige

am Lac de Lers

am Col d\'Agnes

im Kletterpark Aulus les Bains
Kleines Resümee: Die Westauffahrt des Col de Agnes gehört für mich zu einer der schönsten Auffahrten der Pyrenäen. Auch wenn sie mit fast 8% durchschnittlicher Steigung, relativ schwer ist. Nach meiner Rückkehr suche ich Astrid vergebens. Sie ist einfach nicht aufzufinden. So mache ich es mir bei einer Tasse Kaffe vor dem WOMO gemütlich. Dabei schweift mein Blick auch zu den Baumwipfeln, wo sich einige Tapfere Kletterer durch den Kletterpark hangeln. Und ich traue meinen Augen kaum, auch Astrid hat sich, trotz des Marathonlaufes, in die Lüfte begeben und schwingt sich von Baum zu Baum.
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| Standplatz | Aulus les Bains | GPS-Daten | N42 47 23.4 E1 20 03.6 | Versorgung | im Ort | Entsorgung | im Ort | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
144. Reisetag
03.09.2007 Aulus-Les-Bains >>Massat Ruhetag
Wir fahren weiter über den schönen Col de Agnes nach Massat. Der Ort scheint uns ist eine gute Ausgangslage für weitere Touren. Die Fahrt über den Pass begeistert mich aufs Neue. Massat ist schnell erreicht und nach einem Spaziergang durch den Ort ist auch ein Standplatz fürs Wohnmobil gefunden. Beide haben wir heute nicht den richtigen Drang zu fahren und so vertrödeln wir den ganzen Tag. Der Standplatz scheint uns sehr unruhig, doch es wird eine ruhige Nacht.

in Massat
145. Reisetag
04.09.2007 Massat
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| Standplatz | Massat | GPS-Daten | N42 53 17.9 E1 20 44.5 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Unser Standplatz in Massat liegt etwas unterhalb des Campingplatzes. Trotz der nahen Schule war die Nacht total ruhig. Was uns bei unserem gestrigen Spaziergang durch den Ort auffiel, es scheinen viele Menschen hier zu wohnen, die wir, ich sage mal, der alterntiven Szene zuordnen würden.

am Col de la Crouzette

am Col de Peguere

in Massat

Das Wetter ist heute durchwachsen und so starten wir zu einer verregneten Radtour über das Massiv de Larize. Passiert wird dabei der Col de Crouzette, Col de Port und Col de Peguere.
146. Reisetag
05.09.2007 Surba
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| Standplatz | Surba | GPS-Daten | N42 51 31.0 E1 34 34.0 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Ver- und Entsorgung in Les Cabannes
Wir sind weiter, über den Col de Port , bis fast nach Tarascon gefahren. Haben wir bei unseren Radtouren fast das Plateau de Beille vergessen. Kurz vor Tarascon finden wir in dem kleinen Örtchen Surba einen Standplatz (Parkplatz). Auch hier gab es in der Nacht, genau wie auf unserer gesamten Reise, keine Probleme und es war herrlich ruhig.

in der Abfahrt vom Pas de Souloumbrie

auf dem Plateau de Beiile

Plateau de Beille
Ja und heute steht das Plateau de Beille auf unserem Programm. Wir fahren nicht gerne große (Nationalstraßen) Straßen und schauen uns die Straßenkarten etwas genauer an. So entdecken wir parallel zur N 20, etwas weiter östlich die D 20. Über ihr erreicht man auch Les Cabannes, dem Ort wo der Aufstieg zum Plateau de Beille beginnt. Allerdings handeln wir uns auf dieser Strecke ein paar Höhenmeter mehr ein, führt die D 20 doch über den Pas de Souloumbrie.
Tourdaten: 89 km, 2560 hm
147. Reisetag
06.09.2007 Weiterfahrt nach Ax-Les-Thermes
Wir fahren mit dem Wohnmobil nach Les Cabannes und führen dort am WOMO-Standplatz eine Ent- und Versorgung durch. Die Stellplatzgebühr beträgt nur 3 €. Der Platz liegt sehr schön, wir bleiben aber nicht, sondern fahren nach Ax les Thermes weiter. Auf der Nationalstraße wird der Straßenverkehr, je mehr wir uns Andorra nähern immer stärker. Genau das, was wir nicht brauchen.
147. Reisetag
06.09.2007 Weiterfahrt nach Ax-Les-Thermes
Unser Aufenthalt in den Pyrenäen neigt sich langsam dem Ende zu. Doch gibt es noch einige schöne Anstiege in dieser Gegend.
Wir verlassen den kleinen Parkplatz in Surba und fahren weiter das Ariege-Tal hoch. In Les Cabannes nutzen wir die Entsorgungsstelle. Der Stellplatz im Ort kostet zwar 3 Euro/Nacht, ist aber sehr gepflegt angelegt und liegt in einer ruhigen Wohngegend. (N42 47 05.3 E1 40 58.5)

in Ax les Thermes
Wir wollen aber weiter und finden in Ax-Les-Thermes leider nicht so einen ruhigen Standplatz vor. Er liegt genau an dem Fluss, aber an einer stark befahrenen Straße. Na, ja, wir erkunden erst mal den Ort und finden, außer der 77° Celsius heißen Thermalquelle auch noch, in der Nähe des Freibads, einen schönen Standplatz. Er wird für die nächsten Tage ein guter Ausgangspunkt für die Radtouren sein. Der Badeort bietet neben dem Kurhaus auch eine kleine lebhafte Einkaufszone. Direkt in der Ortsmitte gibt es ein solehaltiges Wasserbecken.

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| Standplatz | Ax les Thermes | GPS-Daten | N42 42.873 E1 50.491 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
148. Reisetag
07.09.2007 Ax-les-Thermes
Wir stehen in Ax-les-Thermes auf einem Standplatz hoch über dem Ort. Die Anstiege in Andorra haben wir abgehakt, denn die Nationalstraße dorthin ist uns zu stark befahren. Aber heute wollen wir unseren letzten TdF-Anstieg fahren, den Col de Pailheres.

in der Auffahrt zum Col de Pradel

am Col de Pradel

tolle Kehren in der Ostauffahrt zum Col de Pailheres

kleinste Straße zum Col de Pailheres
Astrid hat noch einen anderen Col auf der Karte entdeckt, den Col de Pradel. Aber noch 2 kleinere Cols liegen auf der Strecke. Alle zusammen lassen sich zu einer hervorragenden Runde verbinden.
Tourdaten: 92 km, 2650 hm
149. Reisetag
08.09.2007 Ax-Les- Thermes
Astrid versucht sich am Baumpfad in Orlu und ich schreibe den ganzen Tag.

im Hochseilgarten Orlu
150. Reisetag
09.09.2007 Ax-les Thermes
Eine tolle Pyrenäen-Abschlusstour. Auf den Straßenkarten hat Astrid eine, Rot gekennzeichnete Straße entdeckt und ist ganz wild darauf diese zu fahren. Rot steht immer für Gefahr oder gesperrt. Nach langen Drängen gebe ich ihren Wunsch nach und zusammen gestalten wir eine wunderschöne Abschlusstour.
Wir haben uns sehr kleine Straßen ausgesucht und Astrids Rote Straße führt zum Talc Abbaugebiet auf 1600 Meter hinauf. Ich habe so wegen der Qualität der Straße so meine Bedenken.

Carriere de Trimouns

Carriere de Trimouns

am Col de Teil
Es wird aber, wir haben heute Sonntag und der Werksverkehr ruht, eine der schönsten Auffahrten überhaupt. Nach der Auffahrt zur Carriere de Trimouns geht es über den Col de Marmare zu einem kleinen Wintersportgebiet, dem Col de Teil. Es gefällt uns dort oben so gut, so dass wir beschließen noch heute abend mit dem Wohnmobil hier hinauf zu fahren und die letzte Nacht in den Pyrenäen einen super Abschluss zu geben.
151. Reisetag
10.09.2007 Col de Teil
Es gibt keine Wolkendecke und die Sicht ist hervorragend. Wir beschließen diesen Tag noch für eine Wanderung in die nahe Bergwelt zu nutzen. Es geht um 11 Uhr los. Zuerst laufen wir den Berg, der von unserem einsamen Standplatz aus im Westen liegt. Astrid bekommt natürlich nicht genug und will auch zum nächsten und übernächsten Berg.

am Col de Teil

am Col de Teil
Sie sind alle um die 1700 Meter hoch und nicht all zu felsig. Die Aussichten zu der Bergkette in Richtung Andorra sind fantastisch. Auch den Pic de Barthelemy, wir waren ja am Vortag dicht unterhalb seines Gipfels bei dem Talc-Abbaugebiet, ist super zu sehen. Das Plateau de Beille kann man an Hand der Bergformationen nur erahnen. Häuser sehen wir dort nicht. Auf dem Rückweg sticht uns noch ein Berg ins Auge.

Col de Teil
Er liegt in der anderen Richtung vom Col de Tell. Der Anstieg verläuft in einer Fahrspur, ist aber schwerer und steiler, als gedacht. Von oben sehen wir die Staumauer vom Lac de Montbel, an dem wir ja im Mai schon waren. Damals lag auf den Berghöhen noch der Schnee. Nach 4 Stunden und reichlich fußmüde, kommen wir zum Wagen zurück. Der Standplatz ist wirklich idyllisch, er liegt am Ende der Serpentinenstraße und unterhalb der paar Ferienhäuschen und drum herum nichts als Berge. Eigentlich zu Schade um weiter zu fahren.

der letzte Abend in den Pyrenäen
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| Standplatz | Col de Teil | GPS-Daten | N42 46 33.3 E1 55 44.7 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Ent- und Versorgung in Les Cabannes
152. Reisetag
11.09.2007 Col de Tell >Mittelmeer (Torrelles-Page)
Astrid läuft noch eine Runde und anschließend geht es weiter Richtung Mittelmeer. Wehmut beschleicht unsere Herzen, denn es heißt für uns Abschied nehmen von einer einmalig schönen Zeit in einer grandiosen Bergwelt.
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In Quillan kaufen wir noch ein und auf der Weiterfahrt werden die Berge rings herum immer niedriger. Wir passieren noch eine schöne Schlucht und die Berge liegen hinter uns. Die letzten 15 km sind aber schon öde. Über viel befahrene Schnellstraßen geht es Richtung Perpingnon. Dann ist es geschafft, unser Tagesziel, Torrelles-Page ist erreicht. Sofort geht es zum Strand. Es ist nicht viel los dort, nur vereinzelt liegt ein Pärchen im Sand.
Es ist sehr stürmisch und mir gefällt das nicht. So dränge ich darauf wieder um zu kehren. Auch unser Platz auf der Zufahrtsstraße scheint uns nicht ideal. Wir gehen durch den Ort spazieren und sehen in den Siedlungen viele Parkplätze. Dort fahren wir hin und nehmen 2 davon in Beschlag. Es wird zum Abend hin immer voller. Mal sehen wie hier die Nacht verläuft.
153. Reisetag
12.09.2007 Bei Torreilles Plage
Die Nacht verlief sehr ruhig.
Astrid ist morgens laufen und hat einen Standplatz direkt am Meer entdeckt. Wir fahren dort hin, der Wind hat nachgelassen und die Sonne lacht vom blauen Himmel.

Es ist fast einsam hier am Strand. Erst gegen Mittag füllt er sich ein wenig, doch die Leute liegen in Abständen von 30 Metern im Sand und es ist massig Platz. Kein Vergleich zur Adria und Ricciione.

Um 14:30 Uhr brechen wir zur Weiterfahrt ins Zentral-Massiv auf. Wir haben uns als Ausgangspunkt den Ort Nant ausgesucht. Er erscheint uns für unsere Touren ideal. Wir erreichen ihn aber nicht und 20 km davor, steuern wir wegen einbrechender Dunkelheit, einen Picknickplatz an. Hier verbringen wir eine super ruhige Nacht.
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| Standplatz | Torreiles Page | GPS-Daten | N42 46 27.5 E3 02 10.9 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
154. Reisetag
13.09.2007 Nant im Zentralmassiv
Wir fahren nach dem Frühstück weiter und finden in Nant auf Anhieb einen geeigneten Standplatz.
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| Standplatz | Nant | GPS-Daten | N44 01 12.9 E3 18 14.0 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Hier starten wir unsere Radtour durch den westlichen Teil des Nationalpark des Cevennes. Wir fahren zu Beginn durch den Canyon de la Dourbie.

Cantobre
Weitere Höhepunkte der Radtour, der Col de Seyrede, die Hochebene Causse Noir, Gorges de Dourbie und der Felsenort Cantobre
Am Ende der Radtour steht uns der Höhepunkt dieser Tour bevor. Der im und auf dem Felsvorsprung gebaute Ort Cantobre. Die Menschen hier wohnen wie in einem Museum. Alles ist so belassen wie es vor 150-200 Jahren gebaut wurde.

Für die Besichtigung nehmen wir uns Zeit und lassen es in Ruhe angehen. Die Rückfahrt verläuft unspektakulär, denn wir nutzen die Straße von der Hinfahrt. Ein ausgiebiger Stadtbummel am Abend, lässt uns aus dem staunen gar nicht mehr rauskommen. Der Ort Nant ist sehr alt und viele Häuser befinden sich noch in dem Urzustand. Enge Gassen und unendlich viel alte Bausubstanz sehen wir hier. Leider wird es schon zu dunkel um Bilder zu machen.

Am Wohnmobil angekommen werden wir von einer Veranstaltung, sie läuft in der angrenzenden Mehrzweckhalle, überrascht. Es ist wohl ein Tanztee für das Mittelalter, der Musik nach zu urteilen.
155. Reisetag
14.09.2007 S. Jean de Bruel
Wir sind von Nant nach S. Jean weiter gefahren.
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| Standplatz | Saint Jean de Bruel | GPS-Daten | N44 01 14.9 E3 21 39.6 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |

in Saint Jean de Bruel
Die Gegend am südlichen Rand des Nationalparks des Cavennes ist zu schön um nicht zu beradelt werden. Noch am Abend vorher hatten wir noch eine Tour mit mehr Höhenmeter ausgearbeitet. Die Tour hat ihre Höhepunkte mit den 2 Anstiegen nach L\'Esperou. Einmal direkt von Saint Jean de Bruel durch das Tal der Le Dourbie und zum zweiten über die Ostauffahrt von Notre-Dame-de-la-Rouvière aus.

Leider verpassen wir aus unserer Unkenntnis heraus die Auffahrt zum Mont Aigoual. Im Ort müssen wir erst rätseln wo wir unser Wohnmobil abgestellt haben. Na, ja, der Ort ist nicht groß uns so ist das Auto rasch gefunden.

Blick von oben zur Gorges de la Dourbie
156. Reisetag
15.09.2007 Die Brücke von Millau
Wir verlassen S-Jean de Bruel und fahren über die A 75 gen Norden. Neugierig warten wir während der Fahrt auf ein besonderes Highlight. Die Brücke von Millau. Es ist das höchste Brückenbauwerk der Erde und die höchsten beiden, der 7 Pfeiler, überragen den Eifelturm. Wir brauchen nicht lange fahren und schon liegt das imposante Bauwerk vor uns.

Astrid schießt schon während der Fahrt eine Serie von Bildern. Unmittelbar nach der Brücke gibt es einen Parkplatz mit Aussichtspunkt. Ganze Heerscharen streben Ihn zu.

Der Anblick der Brücke ist Gigantisch.

Schade dass die Sonne uns entgegen scheint, dadurch befürchte ich nicht so gute Fotos. Das Erlebnis die Brücke zu sehen reicht für diesen Tag. Unsere Weiterfahrt führt uns bis nach Le Monastier. Ein Ortbummel und leckeres Essen beschließt den Tag.
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157. Reisetag
16.09.2007 Le Monastier
Nach der Brücke von Millau, am Vortag, sind wir nach Le Monastier gefahren. Der Ort liegt direkt an der Autobahnausfahrt und scheint uns gut geeignet für eine Radtour durchs westliche Central-Massiv. Es gibt schon vor dem Ort einen Standplatz unmittelbar an der N 9. Nach einer Stunde Ruhe erscheint er uns viel zu laut. Am Ortsrand, in einer Wohnsiedlung finden wir das was wir suchen. Einen Standplatz ohne Autolärm und ganz für uns. Er liegt an einer alten Mühle und es gibt keinen Durchgangsverkehr.
Rueckreise 2007 auf einer größeren Karte anzeigen
| Standplatz | Le Monastier | GPS-Daten |
N44 30 43.1 E3 15 18.2 |
Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Entsorgung am Kreisverkehr vor dem Ort (N44 30 28.4 E3 15 04.3)

Die Nacht verbringen wir in aller Ruhe und gegen 11 Uhr, ist unsere Zeit geworden, brechen wir zu der Radtour auf.
Drei Cols sind bei dieser Tour zu überwinden Col de Trebatut, er liegt aber schon in der Auffahrt zum Col de Bonnecombe, den Col de Aubrac und nocheinmal den Col de Trebatut. Die Landschaft ist hier ganz anders als am Vortag und die Radtour verläuft im größten Teil über eine unbewaldete Hochebene.


am Col de Bonnecombe
158. Reisetag
17.09.2007 Saint Julien de Coppel
Wir sind von Les Monastier weiter nach Norden gefahren. Auf der Autobahn (A75) fing es stark an zu regnen. Aus diesem Grund beschließen wir einen Fahrtag einzulegen.

Der Regen hört nach 2 Stunden auf und so fahren wir kurz vor Clemond-Ferrond von der Autobahn. Rechts davon sieht das Gebiet ganz gut zum radeln aus. So landen wir in dem kleinen Ort Sant-Julien de Coppel.
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| Standplatz | Saint Jean Julien de Coppel | GPS-Daten | N45 41 41.4 E3 18 37.4 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |

Nach einem kleinen Ortbummel, er ist wirklich sehr klein, beschließen wir doch noch eine kleine Runde zu drehen. 44 km müssen, wegen der fortgeschrittenen Tageszeit, reichen. Die Landschaft ähnelt der bei Ottenbach auf der Schwäbschen Alb. Es gibt immer wieder Anstiege mit bis zu 250 Meter Höhendifferenz.
Abends gibt es noch ein Wolkenbruch mit einem heftigen Gewitter. Aber das erleben wir schon im kuscheligen Camping-Car.
159. Reisetag
18.09.2007
Wir machen einen Fahrtag und wollen in die Vogesen. Nach 250 km Landstraße legen wir eine Pause ein und beschließen dann doch, nun aber über der Autobahn, weiter zu fahren. Schließlich fahren wir wegen Einbruch der Dunkelheit von der Autobahn A36 ab und landen in einem kleinen Ort Namens Autechaux. Wir finden dort einen schönen Standplatz am Ortsrand und beschließen morgen, hier eine Radtour zu fahren. Schnell ist am Abend eine Tour über die kleinsten Straßen, die natürlich fast alle Anstiege dieser Gegend einschließt, geplant.
Rueckreise 2007 auf einer größeren Karte anzeigen
| Standplatz | Autechaux | GPS-Daten | N47 22 46.1 E6 23 08.3 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
160. Reisetag
19.09.2007 Autechaux (Montagne du Lomont)
Die Nacht, wir stehen am Ende einer Sackgasse, war sehr ruhig. Am Morgen ist der Regen verschwunden und wir erwachen bei herrlichstem Sonnenschein. Es ist aber sehr kalt und so kommt uns der vorgesehene Start um 11, ganz gelegen. Leider kommt Astrid schon zu beginn der Radtour zum Sturz. Bei einer einspurigen Fahrbahn mit einer Mittelinsel, wollte sich ein Autofahrer an Astrid vorbei drängeln und brachte sie durch einer Berührung zu Fall. Der Autofahrer kümmerte sich garnicht um den Unfall und verschwand. Zum Glück ist Astrid nicht verletzt und nach Überprüfung des Rades können wir die Radtour fortsetzen.

Blumenschmuck wohin man auch sieht.

Place de Rognon
158. Reisetag
20.09.2007 Champagny am Südrand der Vogesen
Wir haben in Champagny Station gemacht. Von hier aus wollen wir zum ersten Mal Vogesenluft schnuppern. Unser Standplatz befindet sich hinter einer Schule an einem Sportplatz. Ein Ortsbummel ist obgligatorisch.
Rueckreise 2007 auf einer größeren Karte anzeigen
| Standplatz | Champagny | GPS-Daten | N47 42 28.1 E6 40 37.7 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
Unsere erste Vogesenradtour verläuft über allerkleinste Straßen, doch das sollte man in diesem Teil der Vogesen doch lieber lassen. Diese Sträßchen sind ungemein steiler als in den Pyrenäen, natürlich sind die Anstiege dabei nicht so lang.

Blick vom Mont de Vannes
Am Abend fahren wir noch mit dem Wohnmobil nach Giromagny, in der Hoffnung dort einen besseren Ausgangspunkt für unsere Touren zu haben. In Giromagny finden wir erst nach langen suchen einen geeigneten Standplatz. Der erste an einer Fabrik scheint uns nicht geeignet. Aber auf dem Marktplatz steht schon ein Schweizer Wohnmobil. Wir stellen uns dazu und werden morgen zum Campingplatz wechseln, denn wir müssen das Auto Ver- und Entsorgen. Unsere Tour soll uns morgen zum Ballon d\'Allsace führen.
162. Reisetag
21.09.2007 Giromagny
Die Nacht auf dem Marktplatz bereitete keine Probleme und doch wechseln wir am morgen zum Campingplatz in Giromagny.
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| Standplatz | CP Giromagny | GPS-Daten | N47 44 35.0 E6 49 36.5 | Versorgung | ja | Entsorgung | ja | Strom | ja | Abfalleimer | ja |
Nach der Ent- und Versorgung gibt es heute eine Radtour zum Ballon d\'Alsace. Alle drei Auffahrten nehmen wir dabei in Angriff und erleben so eine fantastische Radtour.
Am Ballon d\'Alsace
Stauweiler Alfeld
in der Auffahrt von Saint Maurice sur Moselle
158. Reisetag
22.09.2007 Giromagny
Heute verbringen wir noch einen Ruhetag auf dem Campingplatz und machen noch eine ausgiebige Ortserkundung.
164. Reisetag
23.09.2007 Michelbach am Stausee
Wir fahren mit dem Wohnmobil weiter zu dem kleinen Ort Michelbach. Dort haben wir auf den Karten einen Stausee entdeckt und er erscheint uns als guter Ausgangspunkt für die Radtour zum Grand Ballon. Ist er auch, jedoch verbieten Schilder das Campieren. So werden wir nach einer tollen, leider mit viel Autoverkehr verbundenen Radtour, am Abend von dem See vertrieben.
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| Standplatz | Michelbach | GPS-Daten | N47 45 35.1 E7 07 46.4 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | nein |
(nicht zum nächtigen)
Da wir in dieser Gegend bleiben wollen und es schon fast dunkel wird, stellen wir uns einfach auf dem Parkplatz hinter dem kleinen Rathaus. Hier verleben wir eine ruhige Nacht. Für den nächsten Tag müssen wir uns aber etwas anderes suchen
in der Westauffahrt zum Grand Ballon
165. Reisetag
24.09.2007 Michelbach > Grand Ballon
Wir stehen schon sehr früh auf, wollen wir doch mit dem Wohnmobil hoch zum Grand Ballon. Oben auf dem Parkplatz stellen wir das Wohnmobil ab und schnell sind die Räder startklar.
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| Standplatz | Grand Ballon | GPS-Daten | N47 54 16.7 E7 06 12.1 | Versorgung | nein | Entsorgung | nein | Strom | nein | Abfalleimer | ja |
unser Standplatz auf dem Grand Ballon in aller Frühe
Es ist noch relativ früh (9:30 Uhr) und die Straßen sind, im Gegenteil zu Gestern) so gut wie leer. Auf dem Programm unserer letzten Radtour während unserer Reise, stehen 2 Auffahrten zum Grand Ballon. Einmal die Südauffahrt von Uffholtz aus und die Ost-Auffahrt ab Soultz. Autos begegnen wir auf der gesamten Auffahrt keines. So macht das Radeln Spass und es ist kein Vergleich zu dem Vortag, als wir von Auto- und Motorradhorden terrorisiert wurden.
Observatorium auf dem Grand Ballon
Nach unserer Radtour schauen wir uns das Gelände oben am Grand Ballon etwas genauer an. Bei starkem Wind ein nicht so einfaches Unterfangen.
Am Abend ist der Wind zum Sturm geworden und wir sind in das Tal nach Lautenbach gefahren. Morgen wollen wir unser Gastland verlassen. 6 wunderschöne Monate liegen hinter uns und auf unseren Rädern haben wir viele schöne Landschaften erleben dürfen.



