Pässe und Anstiege
Frankreich

Name:

  Col de Tourmalet Ostauffahrt
Region: Pyrenäen

Startort: Saint Marie de Campan
Ankunft: Col de Tourmalet
Streckenlänge:  17 km
Passhöhe:  2118 m
Höhendiff.:  1193 m
Steigung ø:  7,1 %
Steigung max.:   12 % Übersicht   Strecke   GPS Track   Höhenprofil   Fotoalbum

Beschreibung:

Wenn wir schon den Col de Tourmalet fahren, dann wollen wir auch was sehen. Doch seit dem wir in Payolle sind, ist die Wolkendecke sehr tief und die Ausblicke zu den Berggipfeln sind sehr eingeschränkt. So verbringen wir 1 1/2 Wochen in Payolle, einem Ferienzentrum zwischen Col d'Aspin und Col de Tourmalet und warten auf besseres Wetter. Dann ist es soweit, für Sonntag sind 30° Celsius und klare Sicht angesagt. Wir starten schon sehr früh, denn unsere Tour soll uns über die Ostauffahrt des Col de Tourmalet nach Luz Saint Sauveur und von dort zum Skizentrum Luz Ardiden führen. Anschließend geht es über die Westauffahrt des Tourmalet wieder zurück.

Von Payolle führt die D 918 hinab nach Saint Marie de Campan. Hier zweigt die D 918 an der Kirche im Ort zum Col de Tourmalet  links ab. Die ersten 5 Kilometer bis Gripp verlaufen relativ flach und die Straße ist zu so früher Stunde noch kaum befahren. Rechts und links liegen vereinzelt einige kleine Häuser. Eine Rechts/Linkskurve in Gripp beendet das ruhige "Einrollen" Mit 10% Steigung geht es durch die beiden Kurven. Anschießend fällt die Steigung auf 8% und die Straße verläuft relativ geradeaus. Eine Kurve, etwa auf der Höhe von Bagnet, wir sehen das kleine Örtchen zu unserer Linken, unterbricht diese Gradlinigkeit. Nun sehen wir im Vorblick hoch über uns eine Straße am Berghang. Der Gedanke, dass wir dort hinauf müssen, nimmt je näher wir kommen Gestalt an.

Die Straße am Berghang ist nur 350 Meter Luftlinie von uns entfernt, zum Glück schwenkt vorher die Straße nach links und verläuft in dem Seitental bis zu einer Spitzkehre. Von hier sind es noch einmal fast 1,5 km bis zu der Stelle die wir zuvor hoch oben gesehen haben. Wir sind noch frisch und haben für diesen Anstieg den richtigen Rhythmus gefunden. Hier im Wald liegt die Steigung bei 9% und nachdem wir nun den Gegenhang erreicht haben, verlässt die Straße den Wald. Zur Rechten sehen wir tief unter uns einen Stausee. Gleichzeitig passieren wir einige Galerien und staunen ungläubig, als vor uns La Mongie, der Wintersportort auftaucht. Es wirkt in dieser wunderschönen Bergwelt, wie ein hässliches Monster. Die Steigung liegt bei der Ortsdurchfahrt bei 11%, geht aber anschließend etwas zurück und ich bin froh, dass der Ort hinter uns liegt. Nun führt die Straße, auf fast 2 km gerade auf die Passhöhe zu. Über uns verlaufen eine Vielzahl von Seilbahnen. Steil ragen die Felswände empor und ein paar Kurven bilden den Abschluss eines der bekanntesten Pyrenäenanstieges.

Auf der Passhöhe, es ist immer noch früher Vormittag, ist nicht viel los und wir werden von ein paar zutraulichen Lamas empfangen. Leider ist der Anstieg zum Observatorium des Pic de Midi de Bigorre für Radler gesperrt. So bleibt uns nur ein sehnsüchtiger Blick in Richtung des Observatoriums.

 

Westauffahrt