Auf einer Runde die uns nach Saint
Larry Soulan führen soll, wählen wir von Arreau aus nicht die viel
befahrene D 929, sie verbindet Frankreich mit Spanien und führt durch
den Bielsa-Tunnel, sondern wir entdecken bei unserer Routenplanung das
kleine Bergdorf Lançon. Auffahrten wie diese gibt es in den Pyrenäen
unzählige und diese steht stellvertretend für viele andere.
Wir starten an der Markthalle in
Arreau. Anfangs haben wir Mühe die kleine Straße nach Lançon zu
finden. Nach einigem Suchen gelingt es uns aber doch. Einige Häuschen
zieren noch das erste Teilstück bis zur Brücke. Sie bringt uns, schon
steil ansteigend, über die D 919 die zum Col de Peyresourde hinauf verläuft. Kaum liegt die Brücke hinter uns, taucht
die Straße mit einer Rampe von 15%, in einen dichten Wald ein.
Autos sehen wir bei unserer Auffahrt nur eines. Die Straße ist sehr
schmal und die Steigung legt, nachdem sie ein wenig zurück gegangen
war, noch einmal zu. Bei km 1 erreicht sie mit 17,5% ihren höchsten
Wert. Nach 1,3 km beschreibt die Straße eine 180° Linkskurve. Nur
selten fällt die Steigung unter 10%. Ausblicke sind auf diesem
Teilstück Fehlanzeige. Wir haben auch genug mit uns zu tun, denn auch
nach der nächsten Kehre, sie folgt nach 700 Metern, sind immer wieder
kurze Rampen mit über 12% dabei. Nach fast 3,5 km tritt die Straße aus
dem Wald und wir sehen vor und noch hoch über uns das Örtchen Lançon.
Aber auch zur rechten Seite hin haben wir nun schöne Ausblicke auf Pla
d'Adet, das hoch über Saint Larry zu sehen ist. Nach 2 weiteren
Kehren, die nun über steile Wiesenhänge führen, ist Lançon erreicht. Auf einer Bank, sie steht vor der Kirche, lassen wir das herrliche
Bergpanorama noch eine Zeitlang auf uns einwirken.