| Im Zuge
unserer Tour am 14. Juni 2007 fahren wir auch die Ostseite des Col de Peyresourde.
Der Anstieg startet am Kreisverkehr in Bagnères de Luchon. Wir folgen
der D 618 in Richtung Arreau. Schon einen Kilometer nach Verlassen des
Ortes liegt der erste Prüfstein vor uns. Ein Kilometer mit einer
durchschnittlichen Steigung von 8%. Auf dem darauf folgenden Kilometer
gibt es die letzte Möglichkeit noch Kraft zu schöpfen. Liegt dieser
hinter uns bleibt die Steigung, mit kleinen Ausnahmen, ständig bei 8%.
Nicht selten wird die 10% Marke geknackt. Die Spitze liegt bei 12%.
Nach 3,5 km liegt die erste Kehrenkombination vor uns. In der dritten
Kurve zweigt nach rechts die Straße zum Col de Bales ab. 600
Meter weiter erreichen wir den kleinen Bergort Saint-Aventin. Bis nach
Castillion-de-Larboust ist der Anstieg bei 6% Steigung gut zu fahren.
Bis zum Abzweig der D76, sie verlässt uns zur Linken und führt zu dem
herrlichen Bergsee Lac D'Oo, können wir so entspannt fahren.
Spätestens in Garin ist die Entspannungsphase aber zu Ende.
Nun sinkt
die Steigungsrate nicht mehr unter 8% und bis zur Passhöhe sind es
noch 6 Kilometer. Zur Rechten haben wir einen schönen Ausblick auf
die Parallel verlaufende Straße D76 mit einigen kleinen Bergdörfern.
Nachdem wir die Straße zum Peyragudes les Agudes, es ist ein beliebter
Wintersportort, passiert haben, liegen die Berghänge des Peyresourde
vor uns. Schon nach der nächsten Biegung haben wir den Blick auf die
drei letzten Kehren. Aber es ist noch weit bis dorthin und der
Berghang sieht noch so hoch aus. Tief unter uns sehen wir nun von
rechts die D 76 wieder auf unsere Straße zu laufend. Dann ist nach
12,5 km der Fuß des Peyresourdes erreicht.
Nur die drei langen Geraden
mit ihren 180° Kurven trennen uns noch von der Passhöhe. Die beiden
Teilstücke nach den Kurven sind zwar nur je 250 Meter lang, doch
erscheinen sie uns endlos. Die Ausblicke dabei sind herrlich und kein
Baum versperrt hier unsere Blicke ins Tal. Doch erst die letzte Kehre
bringt so etwas wie eine Befreiung. Liegt es daran, dass der Pass nun
bald erreicht ist oder dass die Steigung ein wenig nachlässt, wer
weis das schon? Wahrscheinlich liegt es an beidem ein wenig. Mit einer Höhe von
1568 Metern ist der Col de Peyresourde zwar keiner der höchsten, aber
doch einer der schwereren Pässe. |
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