Bei unserem Aufenthalt in Pierrefitte
suchen wir die Straßenkarten nach schönen Anstiegen ab. Mit dem Pont
d'Espagne, ein riesiger Naturpark inmitten der schönsten
Pyrenäengipfel, ist ein solcher gefunden. Auch diese
Touristenattraktion bildete schon einmal das Ziel einer TdF-Etappe.
Die Anfahrt von Pierrefitte nach
Cauterets ist 10 km lang, weist 500 Höhenmeter auf und ist die richtige
Aufwärmübung für unser Vorhaben zum Pont d'Espagne. Es gibt
auch noch die Möglichkeit dazu die stillgelegte und zu einem Radweg
umfunktionierte Eisenbahnlinie zu nutzen, doch die ist nicht geteert
und scheidet für Rennräder aus.
Der Anstieg zum Pont d'Espagne
beginnt in der Ortsmitte von Cauterets. Wir umkurven das Schwimmbad
und die Straße wird merklich steiler. Rechts zweigt die Straße nach Station de Lys, einen weiteren Zielort der TdF ab. Wir bleiben aber
auf der D 920 und kommen nach 2,3 km zur ersten Kurvenkombination. Die
Steigungsrate liegt hier über 11% und nach den Kurven stürzt sich
erstmals die Gave de Cauterets vor uns in die Tiefe. Den Wasserfall
werden wir bei der Abfahrt noch mit einem Foto bedenken, jetzt ist
alles auf die sehr steile Auffahrt ausgerichtet. Es herrscht zu dem
sehr viel Verkehr auf dieser Straße und wir müssen dabei mehr
aufpassen. Kaum verschwindet der Wasserfall aus unserem Blickfeld
liegen fünf sehr steile Serpentinen vor uns. Sie sind nur im
Wiegetritt zu bewältigen zu mal wir in den Innenkurven, wegen den
vielen Autos nicht weit ausholen können und so das Ganze noch einmal
verschärft wird.
Sind diese Kehren geschafft können wir auf der 900
Meter langen Geraden, bei 5% Steigung, ein wenig Kraft tanken. Nun
stellen sich uns 4 weitere steile Serpentinen in den Weg. Die
Ausblicke werden nun immer schöner, doch die Anstrengungen lassen uns
das nicht so richtig genießen. Und wieder haben wir 700 Meter vor uns
die nicht ganz so steil sind. Das ändert sich in der nun folgenden
Doppelkehre, 15% zeigt der HAC an. In der ersten Kurve stürzt sich
erneut ein Wasserfall mit lautem Getöse in die Tiefe. Die letzten 800
Meter sind wieder flacher und wir werden von riesigen Parkplätzen
empfangen. Hier beginnt ein alpines Wandergebiet, dass sich bis zum
Hauptkamm der Pyrenäen, an der spanischen Grenze, hinzieht.