Luz Ardiden ist ein
Wintersportzentrum hoch über Luz Saint Sauveur. Es liegt auf 1735
Meter über NN und diente schon einige Male der TdF als Zielort einer
Bergankunft in den Pyrenäen. Bei unserer ersten Auffahrt hatten wir
noch eine weitere Auffahrtalternative entdeckt. Sie beginnt an der
D 921, dort wo die D 149, aus Richtung Luz Saint Sauveur gesehen, links
nach Viscos abzweigt. Die D 149 stößt dort, wo das weit geschwungene
Kurvenlabyrinth des Schlussanstiegs nach Luz Ardiden beginnt, wieder auf die
D 12.
Direkt nachdem wir die D 921 verlassen
haben, steigt die D 149 mit über 12% an. Nach 200 Metern lässt die
Steigung ein wenig nach, aber es bleibt steil. So haben wir, die Straße
verläuft von einigen kleinen Schlenkern auf den ersten 2 km, 200
Höhenmeter überwunden. In der ersten 180° Kurve zweigt eine kleine
Straße nach Viscos rechts ab. Wir folgen aber weiter dem Verlauf der
D 149 und sie beschert uns eine Abfolge der schönsten, aber auch
steilsten Kehren. Die Straße ist sehr schmal und sie wird anscheinend
nur von einigen Einheimischen genutzt. So genießen wir die Ruhe bei
der Auffahrt und werden von den Ausblicken ins immer tiefer unter uns
liegende Tal der Le Gave de Gavernie in den Bann gezogen. Aber auch
die Gipfel der Bergriesen um uns herum lassen unsere Herzen höher
schlagen.
Nach 11 der herrlichsten Kehren geht die Steigung stark
zurück und auf den letzten fast 2 km bis zur D 12 können wir für das
Kurvenfinale zum Skizentrum hinauf, noch einmal Kraft tanken. Nachdem
wir rechts auf die D 12 abgebogen sind, haben wir vor uns 13, nach
meiner Meinung der schönsten Kurven der Pyrenäen vor uns. Die
Steigungen liegen in diesem Abschnitt "nur" noch bei 6-7% und so
können wir die auch hier kaum befahrene, aber nun viel breitere Straße
mit ihren Kehren einfach nur genießen. So kommt uns das
Wintersportzentrum viel zu schnell näher und beendet eine der
schönsten Pyrenäenanstiege. Mit der D 149 eingebunden, ist dieser
Anstieg zwar nicht der mit dem von der TdF genutzten Straße identisch,
aber wir finden noch ein wenig schwerer und ungleich, da er nicht so
lange Waldpassagen enthält, schöner.