Nachdem wir Plateau de Beille
gefahren sind, verbringen wir ein paar Tage in Ax-les-Thermes.
Auf der Suche nach schönen Radtouren fällt uns immer wieder eine
Straße auf, die in den Karten eine rote Markierung aufweist. Diese
Straße verläuft zu einem Abbaugebiet hoch oben in den Bergen. Wir
haben es von Plateau de Beille schon sehen können und rätselten was
das wohl sein könnte. Aber rot steht für mich in den Karten immer für
gefährlich und ich stelle mir riesige Muldenkipper vor die unser Radeln
gefährden könnten. Astrid sieht das anders und besteht auf eine Fahrt
dorthin.
Eigentlich könnte man zu dieser
Auffahrt von Lucenac am Fluß D'Ariegè starten, was für zusätzliche 400
Höhenmeter sorgt. Dazu hätten wir aber für 10 km die viel befahrene N
20 nutzen müssen und haben davon abgesehen. So verlassen wir die N20
schon am Ortsausgang von Ax-les-Thermes und radeln auf kleinsten
Straßen nach Lordat. Was uns die Höhenmeter sowieso einbringt.
Unser Start zum Abbaugebiet des Talcs starten wir in Lordat an der Straßenkreuzung D 20 / D 25. Es ist
Sonntag und kein Auto unterwegs. Nach einer schon heftig ansteigenden
fast 1,5 km langen Geraden macht die Straße eine Linkskurve und es
wird für ein paar Meter etwas flacher. Auf unserem GPS sehen wir die
Strecke nun als ,Astrid sagt Heizspirale, vor uns liegen. Schnell
nähern wir uns den 6 Serpentinen und eine Kurve schöner wie die Andere
ziehen an uns vorbei. Es ist unheimlich still und nach all den fast
autofreien Straßen, bildet diese den Höhepunkt unserer Pyrenäentour.
Immer wieder gibt es schöne Ausblicke ins Tal der D'Ariegè, aber auch
hinauf zum Talcum-Abbaugebiet.
Viel zu schnell liegen die Kehren
hinter uns und ein 1,2 km langes gerades, nur von einer kleinen Kurve
unterbrochenes Teilstück liegt vor uns. Die Straße ist von
allerfeinster Güte und das Radeln macht richtig Spaß. In der Woche mag
hier reger Schwerlastverkehr herrschen, doch heute ist es eine Tour
wie man sie sich nicht besser wünschen kann, wir freuen uns schon
richtig auf die Abfahrt. Dann liegt die Gerade hinter uns und weitere
6 wunderschöne Kehren sind zu überwinden. Wir machen diese Tour zum
Ende unseres Pyrenäenaufenthaltes und die Auffahrt vergeht mir viel zu
schnell. Nachdem auch diese Kurven unter uns liegen, führt die Straße
auf den nächsten 2,5 km am Berghang entlang. Viel weniger steil wird
es dadurch aber nicht. Die Ausblicke sind grandios und schon liegen
die letzten 6 Kehren vor uns. Hier beginnt mit 8,5% Steigung auch der
letzte km. Oben erwartet uns eine Schranke die uns den Zutritt zum
Abbaugebiet verwehrt., aber auch ein portugiesischer Pförtner der uns
hilfsbereit Auskunft über das Gebiet gibt.