Der Col de Labays liegt auf der
Strecke Arette - Col de la Pierre Saint Martin. Er ist, außer über die
breite und gut ausgebaute D 132, sie verbindet Frankreich und Spanien,
auch über die kleine Nebenstraße D 341/D 441 zu erreichen. Diese
Variante wird auch von uns gewählt. Der Anstieg beginnt an der kleinen
Brücke in Lourdios-Ichère. Nachdem wir auf dieser Tour das
Pyrenäenvorland beackert haben, geht es nun ins Hochgebirge. Die ersten
1 1/2 km ist noch ruhiges Fahren möglich. Dann stellt sich uns eine 1
Kilometer lange Rampe mit 9,5% in den Weg. Bei 35° Celsius nicht so
einfach. Ist sie geschafft, wird es für 3 km, man könnte es fast
gemütlich nennen. Die Straße verläuft im dichten Wald und Ausblicke
gibt es so gut wie keine. Bei km 6 baut sich eine 3 km lange Wand vor
uns auf. Wobei der erste km davon, mit über 11% Steigung, der schwerste
ist. Bei km 8,5 erreichen wir die D 441. Auf ihr biegen wir rechts ab
und für 1 1/2 km führt die Straße abwärts.
Nun beginnt der schwerste
Teil des Anstiegs, 6 km mit einer Durchschnittssteigung von 8,8%. Die
Fahrbahnoberfläche ist nicht so gut, doch in der Auffahrt macht uns
das nicht so viel aus. Zudem sehen wir im gesamten Anstieg so gut wie
keine motorisierten Verkehrsteilnehmer. Also ein Traum für jeden
Radler, leider wird für uns nun das Wetter zum Albtraum. Es herrschen
immer noch Temperaturen von über 35° und die Steigung zerrt an unseren
Kräften. So sind wir froh als bei km 11 ein richtiges Kurvengewirr
beginnt. Das lenkt uns von unserer Erschöpfung ab und nun können wir
auch einige Blicke in die herrliche Bergwelt werfen, denn es gibt auch lichte Waldstellen zur linken Straßenseite hin. Nach
16 km haben wir erschöpft die Passhöhe mit 1351 Meter über NN
erreicht. Unseren Plan auch noch zum 1780 Meter hohen Col de la Pierre
Saint Martin zu fahren, lassen wir angesichts der hohen
Tagestemperaturen fallen und fahren über die D 132 nach Arette zurück.