Col d'Aspin
Ostauffahrt
Wir sind schon länger in dieser Gegend und haben so die Möglichkeit
diese Passauffahrt mehrmals zu fahren. Sie gehört für uns zu einer der
schönsten Auffahrten in diesem Teil der Pyrenäen.
Wir starten an der Ortsausfahrt des kleinen Städtchens Arreau.
Schon nach wenigen Metern zweigt die D 918, sie führt über die
Passhöhe, von der stark befahrenen D 929 ab. Die Straße steigt mit 4%
an und verläuft auf eine Bergkehle zu. Nach 2 km macht die Straße eine
180° Kurve und wir kommen über eine kleine Brücke. Nun wird es mit
6,5% ein wenig steiler und die Straße verläuft, mit schönen Aussichten ins
immer tiefer unter uns liegende Tal der Nestè, um den Berghang herum.
Hoch über uns sehen wir die Straßenbegrenzungen der Gegengerade. Die
Ausblicke auf die imposante Straßenführung und das gegenüberliegende Bergmassiv lassen unsere
Herzen höher schlagen.
In schönen Kehren windet sich die Straße dem
Pass entgegen und kein Baum versperrt unsere Blicke in die
wunderschöne Landschaft. Bei unseren Auffahrten zum Col d'Aspin stand
uns immer der Wettergott zur Seite, so auch dieses Mal. Viele Radler tummeln sich hier, um
an dieser nicht all zu schweren Auffahrt ihre Kondition zu trainieren.
Nach einem Steilstück bei km 6 beschreibt die Straße einen großen
Rechtsbogen. Ab hier können wir kurz die Passhöhe vor uns sehen. Die
Straße verläuft nun ein wenig von dem Pass weg, um nach der folgenden
180° Kehre für fast 2 km gerade darauf zu zu verlaufen.
Ständig haben
wir nun den noch, ach so hoch über uns liegenden Passübergang vor
Augen. Zu unserer rechten Seite sehen wir tief unter uns das Dörfchen Aspin-Aure. Nach einer steilen Links/Rechts Kurve, liegen noch zwei
wunderschöne 180° Kehren vor uns. Das Radeln macht hier einfach Spaß,
wobei wir auch noch einen verkehrsärmeren Tag erwischt haben. Sind die
Kurven geschafft, geht es geradezu auf den Pass hinauf. Auch die
letzten Meter bieten noch einmal schöne Aussichten ins Tal. Auf dem
Pass haben sich die Weidetiere an die vielen Touristen gewöhnt und
fressen ihnen aus der Hand.
Diese Passauffahrt sollte man in der Woche machen, denn an den
Wochenenden herrscht viel Autoverkehr und der ist auf der relativ
schmalen Straße doch ein wenig lästig. Da gibt es in dieser Gegen
viele kleine wunderschöne Anstiege, die auch dann kaum befahren sind.
Ich denke da an den Col d'Azet, Hourquette d'Anzian und Pla d'Adet.
Die Westauffahrt zum Col d'Aspin beginnt in Campan und verläuft wenig
spektakulär bis Payolle auf einer viel befahrenen Straße. Erst ab
Payolle geht es richtig den Berg hinauf. Leider durch dichten Wald.