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Col d'Aphanize
Südwestauffahrt
Wir kommen auf
unserer Runde über den Col de Bagargi, über die D 18 auf das Örtchen
Mendive zu. Hier zweigt rechts die D 417 ab, die fast bis zur Passhöhe
verläuft.
Unser Anstieg
beginnt an dieser Straßenteilung. 300 Meter geht es noch geruhsam zur
Sache. Dann schwenkt die Straße nach rechts und wir sehen eine graue
Wand vor uns. Zu unserem Leidwesen ist es die kleine Straße, die wie
es scheint senkrecht nach oben verläuft. 20% Steigung zeigt unser HAC,
er zeigt auch noch etwas anderes, nämlich 37°Celsius. Meine Trinkflasche ist
schon lange leer und eigentlich habe ich keinen Bock mehr auf diesen
Anstieg, Alternativen zum Ausgangspunkt unserer Tour zurück zu kommen
gibt es aber nicht, also Augen zu und durch. Die Steigung lässt schon
in der Rechtskurve nach und mit 7-8% gewinnen wir schnell an Höhe.
Nach einer weiten 180° Kurve haben wir freien Blick auf das immer
tiefer unter uns liegende Tal und die gegenüberliegenden Berghänge
mit dem Col de Burdincurucheta. Die Straße verläuft schön den Berghang
entlang und immer wieder wird die 10% Steigungsmarke überschritten.
Nun kommt noch ein psychisches Problem dazu, wir haben die ganze Zeit
die Straße vor uns in unserem Blickfeld. Die Sonne brennt dazu unerbittlich auf uns hernieder und Wasser können wir nicht
auftreiben und so heißt es für uns, weiter fahren. Irgendwann taucht
ein Baum an der rechten Straßenseite auf, wir halten an und suchen in
seinem Schatten ein wenig Erholung. Aber Wasser wäre nun wichtiger
gewesen. Nach kurzer Pause geht es weiter. Ein wenig flacher wird es
nun, doch weit vor uns sehen wir, dass die Straße wieder steiler wird,
viel steiler. Die letzten 2 km bilden das Finale, bis zu 13% steigen
die letzten 500 Meter an. Für die wunderschöne Landschaft haben wir
nun kein Auge mehr übrig. Die letzten 200 Meter muss ich leider passen
und schiebend, es fällt mir genauso schwer, die Passhöhe erklimmen.
Dabei habe ich die Gelegenheit von Astrid, sie kommt nun von hinten,
ein paar Fotos zu machen. Ich habe sie noch nie so leiden sehen, aber
sie beißt sich durch und fährt bis zur Höhe. Hier biegen wir links auf
die D 117 ab und kommen nach weiteren 500 Metern zum Col d'Aphanize.
Kleiner Nachtrag:
Erst am Ende der Nordabfahrt gelingt es uns, unsere Wasserflaschen
wieder aufzufüllen.
Kleiner Tipp: Bei
solch hohen Temperaturen sollte man sich diese Auffahrt gut überlegen,
denn auf der gesamten Strecke gibt es kein schattiges Teilstück.
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Tourendaten: gefahren am
04.08.2007
Stationen:
Start: Montory, Haux, Larrau, Iraty (Col
de Bagargui), Col de Hautza, Col de Burdincurucheta, Mendive, Col
d'Aphanize, Col de Burdin, Assurucq, Menditte, Ossas, Alos, Tardets,
MontoryStreckenlänge:
98 km, 2540 hm |
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